Wissenschaft + Klimawandel + Nachhaltigkeit
Stirbt die Artenvielfalt? Warum braucht das Leben Vielfalt statt Einfalt? 5/8

- Der Mensch sorgt dafür, dass wichtige Rast- und Überwinterunsplätze für Zugvögel verschwinden. Photo: moorhenne/via pixelio.de
Das Thema der Bonner Konferenz heißt offiziell Biodiversität. Der Begriff wird meist mit Artenvielfalt übersetzt. Dabei geht es jedoch nicht nur um den ungeheuren Reichtum von bis zu 80 Millionen Tier- und Pflanzenarten, sondern auch um den Schutz und um die nachhaltige Nutzung von Lebensräumen und Genen von Tieren und Pflanzen.
Die Hauptziele der Bonner Artenschutzkonferenz:
- Bis 2010 soll das Artensterben weltweit drastisch reduziert werden.
- Es geht um den Erhalt des Artenreichtums in den Zeiten des Klimawandels.
- Ein weltweites Netz von Schutzgebieten zu Lande und auf dem Wasser soll eingerichtet werden.
- Es geht um den Schutz der Wälder und um den Zugang zu genetischen Ressourcen.
- Und es geht um die zentrale Frage: Wer soll das alles bezahlen?
Menschen sind die größten Feinde von Vögeln. In Italien werden jedes Jahr Millionen Singvögel kaltblütig für die menschlichen Gaumen abgeschossen.
Der Mensch sorgt aber auch dafür, dass wichtige Rast- und Überwinterungsplätze für Zugvögel verschwinden. Mit dem Klimawandel werden sich die Flugrouten von etwa 50 Milliarden Zugvögeln verändern. An den Flugwegen gelegene Sümpfe und Auen können austrocknen. Außerdem verschieben sich die Jahreszeiten. Schon heute kommen manche Vogelarten zu spät aus dem Winterquartier zurück und dann sind die besten Brutplätze bereits besetzt. Deshalb können zum Beispiel Grau-Kraniche gegen Ende des 21. Jahrhunderts verschwunden sein.
Auch Meerestiere sind gefährdet. Vor 200 Jahren gab es noch etwa mehrere hundert Millionen Wale, über 80 Arten. 250.000 Blauwale, so schätzen die Meeresbiologen, hat es einmal gegeben. Heute sind es noch zwischen 1.000 und 5.000 Tiere.
Allein in der Jagdsaison 1930/31 fielen den Walfängern etwa 70.000 Großwale zum Opfer, darunter 30.000 Blauwale. Trotz des Jagdverbots seit 1966 geht die Zahl der Wale weiter zurück.
Auch der Weiße Hai, der Kabeljau und der Thunfisch leben heute in arger Bedrängnis. Die Folgen auch für uns Menschen erahnen wir nicht einmal. Deshalb muss die Bonner Konferenz großzügige Schutzgebiete einfordern. Und zwar weltweit. Und außerdem sind Fangverbote für einzelne Fischarten unausweichlich.
Den Blauwalen hat freilich selbst ein Fangverbot wenig genutzt. Andere Tierarten – etwa Krabbenfresser – besetzen deren Nischen, seitdem die Meeresriesen beinahe ausgerottet sind. Hinzu kommt, dass durch den Klimawandel und das Schmelzen des Gletschereises das Hauptnahrungsmittel für den Blauwal, das Phytoplankton, immer mehr verschwindet. Und damit haben die Blauwale zu wenig Krill, was in den kalten Polargewässern ihr Kraftfutter war. In der Natur hängt eben fast alles mit allem zusammen.
Blauwale sind die größten Tiere, die jemals auf der Erde lebten. Sie sind 33 Meter lang und bis zu 190 Tonnen schwer. Ihr Energiebedarf beträgt 1,5 Millionen Kalorien pro Tag, das sind etwa 2.700 Tafeln Schokolade.
Dagegen überrascht uns in den letzten Jahrzehnten ein anderer Meeresbewohner: die Suppenschildkröte. Sie sind bis zu fünf Zentnern schwer. Noch vor 50 Jahren schien das Tier der Ausrottung nicht mehr entkommen zu können. Doch heute gibt es wieder mehrere zehn Millionen Schildkröten.
Wichtige Brutbestände wurden geschützt und die Jagd auf die Schildkröten ist verboten. Das Beispiel zeigt, welche mutigen Beschlüsse in Bonn gefasst werden müssen, damit die Vielfalt des Lebens und damit das Leben erhalten bleibt.
Die Artenvielfalt ist zunächst einmal ein Wert an sich. Jede Art in der Schöpfung macht Sinn und hat Bedeutung, auch wenn wir vieles noch nicht verstehen. Darüber hinaus gefährdet aber das Artensterben auch die Medizinforschung. Eine neue Studie des UN-Umweltprogramms warnt:
- Der vom Aussterben bedrohte Weiße Hai ist kaum krebsanfällig und bietet der Medizin einmalige Chancen für die Krebsforschung.
- Bären bauen im Winterschlaf Knochenmasse auf – das ist eine Forschungshilfe für Knochenschwundforscher.
- Der Magenbrüterfrosch ist bereits ausgestorben. Seine Kaulquappen wuchsen im Magen der Mutter. Die Erforschung hätte bei der Behandlung von Magengeschwüren helfen können. Aber allein in Deutschland sind 40 % aller Tierarten vom Aussterben bedroht.
Das Artensterben hat auch katastrophale Folgen für die Welternährung.
Mit 10 Pflanzenarten und fünf Landtierarten werden zur Zeit 70 % der weltweiten Nahrungsmittelversorgung organisiert. Diese Artenarmut bei der Ernährung kam zustande, weil in den letzten 150 Jahren eine hoch technologisierte Agrarindustrie die Rolle der Vieh- und Pflanzenzüchter übernommen hat – mit dramatischen Folgen für die Vielfalt des Lebens in der Landwirtschaft.
Seit vor 12.000 Jahren die Menschheit mit Ackerbau und Viehzucht begonnen hat, haben Menschen durch Selektion und Züchtung neue Kulturarten und –sorten entwickelt, sie haben Haustierrassen gehalten und je nach Nutzen und Bedarf weitergezüchtet.
So entstand in den letzten 12.000 Jahren ein breites Spektrum an Kulturpflanzen und Haustierrassen, die an Umwelt und menschliche Ernährungsgewohnheiten angepasst waren. Unsere Ess- und Lebensmittelkultur ist über viele Jahrtausende gewachsen.
Aber seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts setzen wir im Glauben an den Fortschritt immer mehr Technik und Chemie ein, um unsere Lebensmittel “sicherer” und haltbarer zu machen, immer schöner anzuschauen und immer billiger. Noch 1955 gab eine deutsche Familie 45 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus, heute noch 11 %. 2008 geben wir im Schnitt in Deutschland mehr Geld aus fürs Auto als für Lebensmittel.
Diese sind heute auch tatsächlich sicherer, was Haltbarkeit und Übertragung von Krankheiten betrifft und sie können auch kreuz und quer durch die ganze Welt transportiert werden. Naturidentische Aromen und Geschmacksverstärker lassen sie auch noch ganz gut schmecken.
Aber, so fragt der Münchner Biobauer und Metzger Karl Ludwig Schweisfurth: “Wo ist denn das Leben in den Lebens-Mitteln geblieben? Es ist durch all das Erhitzen, Hocherhitzen, Ultrahocherhitzen, durch Raffinieren, Härten, Bleichen, durch all die vielen chemischen Substanzen, die Hilfs- und Zusatzstoffe – alles in Übereinstimmung mit den Gesetzen – langsam, unmerklich und leise, wie auf Katzenpfoten aus unseren Lebens-Mitteln verschwunden. Wir haben heute überwiegend tote Nahrungsmittel vor uns auf den Tellern.
Lebens-Mittel heißen in deutscher Sprache doch offensichtlich deshalb Lebens-Mittel, weil sie mit dem Leben zu tun haben, Leben vermitteln und lebensfördernd sein sollten, nicht nur satt machen und gut schmecken. Das haben wir vergessen, darüber müssen wir nachdenken! Geprägt vom naturwissenschaftlichen Denken haben wir gelernt, nur den materiellen Teil eines Lebens-Mittel zu betrachten. Wir wissen – fast – alles über die materielle Zusammensetzung über Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, über Vitamine und Enzyme, über Spurenelemente und Schadstoffe, soweit wir sie messen können, und haben für alles Höchst- und Mindestwerte festgelegt, kontrollieren dies auch sehr genau. Aber nach uralter Weisheit ist das Ganze eben mehr als die Summe seiner materiellen Teile. Was aber ist dieses MEHR, das das Leben ausmacht?
Viele Naturwissenschaftler - unter ihnen Albert Einstein und Werner Heisenberg, der Nobelpreisträger Erwin Schrödinger und der frühere Direktor am Max Planck Institut für Physik in München, Hans Peter Dürr, gehen davon aus, dass über der materiellen Ebene eine geistige existiert, die ordnend auf die Materie einwirkt. Nach dem heute noch vorherrschenden Wissenschaftsparadigma ist aber das “Geistige” nicht messbar. Deshalb glauben viele nicht daran. Man kann den Geist aber auch durch Intuition und Meditation oder ganz einfach durch die Klarheit des Verstandes erkennen oder erahnen.”
Bis vor 150 Jahren war die Landwirtschaft an die Umwelt und natürliche Standortfaktoren eng gebunden. Doch heute gibt es chemischen Dünger, Pestizide, Fungizide und Medikamente und Treibhäuser, mit deren Hilfe eine optimale, aber künstliche Bedingung für Pflanzen geschaffen wird.
Weil diese künstliche und oft leblose Agrarwelt viel Geld kostet und die meisten Agrarbetriebe auf ertragreiche und gewinnbringende Zuchtsorten umsteigen und Monokulturen anbauen, werden traditionelle Tier- und Pflanzenarten an den Rand gedrängt. Zunehmende Naturkatastrophen, häufig bedingt durch den Klimawandel, bedrohen zusätzlich Tiere und Pflanzen. Die Folgen sind mehr und mehr Hungersnöte in vielen Entwicklungsländern.
In den Industriestaaten wird das Artensterben durch drei Mythen der chemisierten Landwirtschaftslobby verstärkt:
- Mythos Nr. 1: Ökolebensmittel sind zu teuer
- Mythos Nr. 2: Ökolandwirtschaft kann nicht alle ernähren
- Mythos Nr. 3: Gegen Hunger helfen nur Agrarchemie und Gentechnik!
Mit der Modernisierung der Landwirtschaft wurden höhere Produktivität von Pflanzen und Tieren immer wichtiger. In Indien werden 75 % des gesamten Reisanbaugebietes mit nur noch 10 Reissorten bebaut. Noch vor 60 Jahren wurden auf demselben Gebiet 30.000 Reissorten angepflanzt. Eine ähnliche Entwicklung fand bei den Haustierrassen statt. Über 50 % der 5.000 Holstein Friesian Bullen, die 1999 in 18 Ländern geboren wurden, stammten von nur fünf Zuchtbullen ab.
Die Artenvielfalt ist überlebenswichtig – auch und gerade für uns Menschen.
Teil 6: Artensterben heißt: Wir löschen die Daten der Natur
Quelle:
Franz Alt 2008
Erstveröffentlichung:
“tz” München 2008
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Rückschau: Teil 4











Krishna Gans
http://www.lr-online.de/nachrichten/LR-Themen;art1065,1982222
Es werden immer mehr, eine Gruppe von ca. 500 Papageien hat sich abgesetzt und woanders niedergelassen - aich im Mai 2008 in der Mainzer AZ
http://home.arcor.de/mb/mbund/reg_wi_stoerche.htm
2006: * 47 Überwinterer, 27 Brutpaare, 25 Paare haben erfolgreich 71 Jungvögel erbrütet
in direkter Stadtnähe
Des weiteren ist die nähere Umgebunf von Wiesbaden und den Stadtteilen Heinmat von Pirol, Stieglitz, Zauneidechse, Schwalbenschwanz, Bänder- / Wespenspinne.
Die Nachtigall gehört zum Stadtbild, Kormorane und Reiher am Rhein , Milane.
Doch, schon sehr arm hier……
Müller
5/8
Na, ich glaube 6/8 überlebe ich schon nicht mehr.
Ich fahre nahezu jeden Tag 30 km mit Rad durch die Wümmewiesen. Dort sehe ich all die ausgestorbenen Arten, die wieder, oder neu zugewandert sind. Herr Alt, wo schreiben Sie diese Beiträge? Aus dem Kerker?
Krishna Gans
Amüsant ist es, “klimawandlerisch” den Bienenfresser zu erwähnen. Nicht hier, generell)
Er stirbt aus, weil im Breisgauer Lößweinbaugebiet die menschlichen Aktivitäten zugenommen haben, und wenn er jetzt zurück kommt (Hallo Artensterben !), dann ist das wegen des Klimawandels.
Wäre das nicht alles so traurig, könnte man sich totlachen.
Würde Dummheit schmerzen, wäre Gehörschutz angesagt ob der Schmerzensschreie !
Chris
Das Märchen vom Artensterben. Darauf habe ich schon gewartet.
Fakt ist, dass jeden Tag neue Arten dazukommen - geschätzte 350.
Wäre auch schlimm, wenn sich Tiere und Pflanzen nicht an neue Lebensbedingungen anpassen könnten. In Deutschland leben zur Zeit 20 Arten mehr als noch vor dem Krieg.
Das perfide an der Konstruktion vom menschgemachten Artensterben, menschgemachten Klimawandel, menschgemachten Diesem und Jenem ist eine quasireligiöse Argumentation die keine wissenschaftliche Erkenntnis akzeptiert - da heißt es: glaub oder stirb. Die Propheten des Untergangs kann man nur durch andere Propheten bekämpfen - nicht durch Vernunft. So blüht uns in Zukunft noch mehr solcher Untergangsszenarien.
Rainhelt
@Chris: Gibt es da Quellen zu?
Müller
Bartenwale
Artenzuwachs in den Weltmeeren
Die Weltmeere sind um zwei neue Walarten reicher.
http://www.wienweb.at/content.aspx?menu=13&cid=58093
Ein deutlicher Artenzuwachs ist auch bei den limnischen Vertretern im Bereich der limnischen Unterelbe zu verzeichnen. Dort wurden zu den bereits 16 bekannten Arten 5 weitere erfasst, nämlich Bachneunauge, Hecht, Schleie, Barbe und Silberkarpfen. Auch bei den euryhalinen Vertretern ist ein Zuwachs um eine Art, nämlich Nordseeschnäpel, zuverzeichnen.
Wolfgang Flamme
“Blauwale sind die größten Tiere, die jemals auf der Erde lebten. Sie sind 33 Meter lang und bis zu 190 Tonnen schwer. Ihr Energiebedarf beträgt 1,5 Millionen Kalorien pro Tag, das sind etwa 2.700 Tafeln Schokolade.”
Wieviel wäre das denn in HappyMeals (+0,5l-Becher Diätlimo)? Man will ja mal einen praxisnahen Vergleich haben.
Zyniker
Und wieder ist es dem Autor mittels einfachem Austausch der Antagonisten gelungen auf die Gewalttätigkeit des Protagonisten seines „Naturdramas in acht Akten“ hinzuweisen – was sich wie ein roter Faden durch all seine Veröffentlichungen zieht! Es wäre aber übereilt ihm Bereitschaftsinsuffizienz zu unterstellen. Er verfolgt sein Ziel mittels dem alten Motto: (daß) kontinuierliche Zufuhr von Flüssigkeit, die, in kleinen Quanten abgegeben, durch Gravitationseinwirkung zum Erdmittelpunkt hin beschleunigt wird, um schließlich auf der Oberfläche eines geologischen Fundstücks aufzutreffen, durch permanente Auswaschung kleinster Materialteilchen auf Dauer eine sich immer mehr vertiefende Mulde in dem Objekt erzeugt.
(Der Sinn des letzten Satzes erschließt sich allen kultusministerial Reformgeschädigten in dem Sprichwort: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“)
Nach aufzählen der üblichen Erwartungshaltungen und erneutem Hinweis auf die Vogelwelt, nimmt sich der Autor nun der Blauwale an. Trotz allem technischen Fortschritt ist es bis heute noch nicht einmal gelungen deren Wanderrouten nachzuzeichnen – obwohl es sich doch um „…die größten Tiere, die jemals auf der Erden lebten“ handelt!? Mit einer nur Natur-Klerikern eigenen Panikstrategie, zu deren Grundausstattung dieser Textbaustein gehört, werden die allgemein bekannten Zahlen um wenigstens 100% unterboten und vor den Augen des Urnenpöbels wieder ein Horrorgemälde gezeichnet das seinesgleichen sucht.
Als gesichert gilt: die Forscher begannen erst vor einigen Jahren mit Bildern der photographierten Rückenflosse nach Anhaltspunkten zu suchen, so sie überhaupt ein Tier zu Gesicht bekamen – bei ca. 361 Mio. Km2 Wasser mit einer durchschnittlichen Tiefe von 3.500 Metern! Hier glaubt man eigenständige Charakteristiken des entdecken Tieres erkennen zu wollen. Diese wurden/werden in einer Datei gespeichert, um so weltweit den Forschern Zugriffsmöglichkeiten zu bieten. Als gesichert können also nur die Abschusszahlen angesehen werden. Diese sollten einmal unter dem Aspekt der Nahrungsbeschaffung dieser Großsäuger reflektieren werden. Die großen Bartenwale nehmen zwischen 1 - 2 Tonnen Grill jeden Tag zu sich, der Pottwal (m/w) im Schnitt um eine Tonne Tintenfisch. Verrechnet man das einmal grob mit der Anzahl dieser Tiere kann man schon ins grübeln kommen, ob der Menge, die da tagtäglich seit Anbeginn der Wal-Ära von der Mutter-Erde bereitgestellt wurde – an die Hinterlassenschaften will ich dabei noch überhaupt nicht denken.
Aber warum eigentlich nicht: hätten diese Mengen nicht ausgereicht den PH-Wert signifikant und nachhaltig zu verändern? Vielleicht kann das mal einer ausrechnen? ;-)
Bei objektiver Betrachtung der Realität, die der geneigte Leser dem „Census of Marine Life“(Zensus des Meereslebens) entnimmt, ist der Alarmismus völlig unbegründet, denn mehr als 95 Prozent der Tierarten in den Ozeanen harren noch immer ihrer Entdeckung – sind also unbekannt!
Was die Menschheit von den Ozeanen „überhaupt zu wissen“ glaubt, macht nichts deutlicher, als die Aussage Tadasu Yamadas, vom Nationalen Wissenschaftsmuseum in Tokio im Jahr 2003:
„Können Sie sich das vorstellen? Ein mehr als zehn Meter langes Tier war uns bis ins 21. Jahrhundert unbekannt.“
Da schwimmt doch tatsächlich eine neue Wal-Art durch die angeblich „leer gefischten Meere“ und keinem war es aufgefallen – auch diesen selbsternannten Umweltschützern des WorldWideFraud nicht! Aber diesen Natur-Heuchlern ist bis 2006 auch ein Riff von 270 Hektar entgangen, das direkt vor dem thailändischen Urlaubsort Khao Lak liegt. Aber wie schon erwähnt, was wissen wir überhaupt, bei ca. 361 Mio. Km2 Wasser mit einer durchschnittlichen Tiefe von 3.500 Metern? In einer vor etwa 5 Jahren ausgestrahlten Dokumentarsendung der ARD erklärte ein Forscher beim Einstieg in das Forschungstauchboot, „daß ab einem Meter Tiefe(!!!) die intensive Forschung mit solcherlei U-Booten jetzt beginnen kann – alles darunter sei nur rudimentär erfasst.“ Was wird die Menschheit erst über die Weltmeere in Erfahrung bringen, wenn sie auch über die Quantität der technischen Möglichkeiten verfügt?
Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: in seinen Pamphleten geht es dem Autor ja auch nicht um objektive Beobachtungen. Nichts macht das deutlicher als ausgerechnet einen Metzger über „Leben“ in menschlichen Nahrungsprodukten philosophieren zu lassen???
mfg
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