Die Deutsche Telekom macht es vor, die EU macht es nach – und besser dazu. Nach einem EU-internen Papier, das goldseiten.de zitiert, soll die Vorlage des neuen, mit RFID-Chips versehenen Ausweises künftig Voraussetzung sein, um in der EU Benzin kaufen zu dürfen. In dem “Arbeitspapier” (goldseiten) sind die ersten Ergebnisse einer Beratergruppe dokumentiert, die “Pläne für die Ausgestaltung europäischer Innenpolitik über das Jahr 2009 hinaus” skizzieren. Danach kann, wer an eine Tankstelle fährt, in ganz Europa nur noch dann Kraftstoff erhalten, wenn er sich zuvor mit Hilfe seines Ausweises legitimiert hat.
Auf diese Weise könnte exakt festgestellt werden, wer wo und wann getankt hat
Ein Bewegungsbild vom Auto von jedem Bürger, der Traum der Telekomspitze würde wahr. Ganz nebenbei wäre es damit auch noch möglich, z.B. deutsche Tankstellenkunden in ganz Europa bei ihrem Kraftstoffbezug mit den (europaweit mit am höchsten) deutschen Steuersätzen zu “erfreuen”. Dem vom deutschen Fiskus immer stärker beklagten “Tanktourismus” würde endlich die Basis entzogen.
In einem zweiten Schritt, regen die EU-Experten an, könnte dasselbe System auch beim Kauf von Lebensmitteln eingesetzt werden. Die Zwangsvorlage des RFID-Ausweises könne im Krisenfall “Hamsterkäufen von Lebensmitteln wirksam begegnen und soziale Gerechtigkeit verwirklichen”.
Das muss nicht stimmen.
Klingt aber schlüssig in Tagen, in denen der hauptamtliche Volksüberwacher und Schäuble-2.0-Minister die Chefs der Hobby-Datenkrake Deutsche Telekom empfängt, um ihnen in Sachen Datenschutz mal ordentlich ins Gewissen zu reden.
Quelle: politplatschquatsch.com
Mittlerweile halte ich selbst die Auswertung von TV-Sehgewohnheiten für möglich… du kucke Arte nix RTL? Du suspekt..
Aber im ernst. Richtig Fahrt aufgenommen hat die Überwachungsschlinge erst nach dem Besuch Schäubles beim US Heimatschutz im September 2006. Interessant sind dabei auch die beiden letzten Sätze.
Bundestrojaner. Wer hats erfunden? Nicht Schäuble (darf man Innenminister eigentlich mit IM abkürzen?) oder die Schweizer — sondern Ingo Wolf, von der FDP! Und dann empfindet dieselbe Brut es als skandalös, wenn die eigene tolle Idee ausnahmsweise mal ratz fatz umgesetzt wird. Und das ohne credits. So gehts ja nicht.