2 : 1 gegen Serbien: Standfootball is coming home

„Wie steht´s?“ fragen die Leute, die zu spät ins Stadion kommen. „Fast alle deutschen Spieler“, hätte heute beim Testspiel gegen Serbien die Antwort lauten müssen – nach 45 Minuten und nach 73 Minuten auch. Im Gehirn des Ballführenden hat die Suchfunktion zum fast immer gleichen Ergebnis geführt: „Alle Mitspieler verstecken

„Wie steht´s?“ fragen die Leute, die zu spät ins Stadion kommen. „Fast alle deutschen Spieler“, hätte heute beim Testspiel gegen Serbien die Antwort lauten müssen – nach 45 Minuten und nach 73 Minuten auch. Im Gehirn des Ballführenden hat die Suchfunktion zum fast immer gleichen Ergebnis geführt: „Alle Mitspieler verstecken sich hinter dem Gegner.“ Der massiv vor dem eigenen Strafraum stand, perfekt gestaffelt und lange nur selten wirklich gefordert von Schweinsteiger, Gomez oder Kuranyi.

Dennoch entdeckte Günter Netzer in der Halbzeitpause Fortschritte gegenüber dem Spiel gegen Weißrussland. Kein Kunststück: Bei diesem 2 : 2 waren die Löw-Schützlinge klinisch fast tot. Die Fans auf Schalke hatten es zudem anders gesehen als der TV-Fußballexperte: Sie schickten die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine.

Die Schule pennt?

Nanu, nana, die Schule pennt, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften noch am Freitag befürchtet und den Lehrerinnen und Lehrern im Südwesten Deutschlands geraten: „Verzichtet während der Fußballeuropameisterschaft auf Klassenarbeiten.“ Begründung: Die meisten Spiele beginnen spät, die Schüler kommen deswegen morgens müde zum Unterricht.

Nach Vorrunde wieder putzmunter?

Putzmunter könnten die Lehrenden und die Lernenden allerdings bereits wieder nach dem Spiel der deutschen Elf gegen Österreich sein. Wenn: Polens Trainer Leo Beenhakker mit seinem Spott, dass die Deutschen zwar „traditionell zum Kreis der Titelanwärter“ zu zählen sind, aber nicht mehr als durchschnittlich besetzt seien, den Turnierkern trifft, und Kroatiens Supertalent Luka Modric aus der Zeitung erfährt, wie es um Metzelder bestellt ist.

Gewonnen hat die deutsche Elf das Spiel gegen Serbien doch noch. Neuville in der 73. Minute und Ballack per Freistoß sorgten für das 2 : 1, die 54 000 auf Schalke pfiffen nicht noch einmal, sie applaudierten so brav wie die eigene Mannschaft gespielt hatte.

Hätte allerdings Jankovic kurz nach dem Wiederanpfiff ein zweites Mal getroffen, wäre es nichts mehr geworden mit diesem Sieg. Doch es zitterten nach diesem Schuss nur Lehmann und die Latte.

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