Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen

Durch die amtseigene Broschüre, die mir leider nur zufällig in die Hände fiel, erhält der Leser einen Überblick über die Tätigkeitsfelder und tiefer gehende Einblicke in den Arbeitsalltag dieses Bundesamtes. Das Blatt sollte eine Pflichtlektüre für jeden Bundesbürger werden, damit er in der Lage ist, von ihm in Anspruch genommene

bitteni.jpgDurch die amtseigene Broschüre, die mir leider nur zufällig in die Hände fiel, erhält der Leser einen Überblick über die Tätigkeitsfelder und tiefer gehende Einblicke in den Arbeitsalltag dieses Bundesamtes. Das Blatt sollte eine Pflichtlektüre für jeden Bundesbürger werden, damit er in der Lage ist, von ihm in Anspruch genommene Behörden und Verwaltungen zur Nachahmung zu animieren.

Die Darstellung des BADV ist ein hervorragendes Beispiel des Wechsels von der Bürokratie zum Management, von der Verwaltung zur Administration, von der Statik zur Dynamik, von Pflichterfüllung zu Leistungswille, vom anonymen Beamten zum kundenorientierten Serviceleister bzw. Mehrwertproduzenten, von der Perfektionierung zur Zweckerfüllung.

In der Vision des BADV wird zwischen Daueraufgabe (Dienstleistung) und temporärer Aufgabe (Vermögensfragen) unterschieden.

Bei der Daueraufgabe liegt das Hauptgewicht auf der Wirtschaftlichkeit und Rationalisierung. Temporäre Aufgaben sollen harmonisch abgewickelt und mit der offiziell gemeldeten Aufgabenerfüllung abgeschlossen und damit beendet werden. Die traditionelle Behörde wandelt sich zu einem kreativen Verwaltungsmanagement. Die ausgeführte Verwaltungstätigkeit ist nicht nur ihr Geld Wert, sondern erwirtschaftet auch belegbare Erträge.

Nach diesen Betrachtungen ist das BADV ein faszinierendes Leuchtturmprojekt. Wünschenswert ist, dass es im gesamten öffentlichen Dienst praktiziert wird. Herr Stoiber sollte bei der Aufgabe den EU – Bürokratismus zu verschlanken unbedingt auf die Dienstleistungen und Erfahrungen des BADV zurückgreifen. Die Entwicklungshilfeministerin sollte beim Aufbau staatlicher Administrationen in Afrika (nach eigener Anschauung in Ruanda) die Fachkräfte des BADV zum Einsatz bringen.

Dass es so eine positive Keimzelle in Deutschland mit einem Angebot für das ganze Land gibt, muss nachdrücklich bekannt gemacht werden. In den lokalen Amtsstuben muss gleichzeitig das Vorurteil “BADV, ach du je, noch mehr Bürokratie” getilgt werden.
Hoffentlich verfolgt das BADV weiterhin seine Vision, erleidet keinen Rückfall ins traditionelle Behördentum und bewahrt sich durch objektive Selbstkontrolle vor der Degenerierung zum Selbstzweck.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*