Allerübelste Rentenlügen!

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Allerübelste Rentenlügen!
    Das “Kundenmagazin” der Deutschen Rentenversicherung heißt “zukunft jetzt”. Die neuste Ausgabe 2.2008 lässt vermuten, dass man damit das Motto der Privaten Versicherungswirtschaft aufgegriffen hat. “Sieben auf einen Streich” heißt ein “Artikel” darin, Untertitel: “Warum sich Riestern lohnt”. Dabei stellt er nicht bloß Werbung für die Altersvorsorge mittels der Riester-Rente dar – es handelt sich um nackte Werbung für die Riester-Rente. Obendrein handelt es sich um faustdicke Lügen!
    Quelle 1: Blog so-zial
    Quelle 2: Deutsche RentenversicherungAuch Stern betreibt in seinem Extra massive Riester-Propaganda (siehe auch die Links auf der rechten Seite): Riester für alle
    Lohnt sich das? Ist das nicht zu kompliziert? Darf ich überhaupt? Die geförderte Altersvorsorge macht vielen Kopfzerbrechen. Dabei rechnet sich die Riester-Rente für jeden. Ein Wegweiser zum passenden Angebot.
    Quelle: STERN
  2. Riester rechnet sich nur für reiche Rentner
    Die Risikoüberschüsse aus Riesterverträgen kommen vor allem Besserverdienenden und Versicherungsunternehmen zugute. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (BT-Drs. 16/9243) hervor. Sevim Dagdelen, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Rechtsausschuss, erklärt dazu: „„Die Bundesregierung behauptet immer wieder, die Riesterförderung sei gerade für Geringverdiener besonders effektiv. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus: Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Riesterrente als ein Instrument der Umverteilung von unten nach oben, das darüber hinaus den Versicherungsunternehmen fette Gewinne garantiert. Die Versicherungsunternehmen gehen nämlich bei Ihren Berechnungen, auf denen die konkrete Rentenhöhe der Bezieher beruht, von einer geradezu biblischen Lebenserwartung aus. Das von Ihnen zu Grunde gelegte Sterbealter liegt rund acht Jahre höher als die tatsächliche Lebenserwartung der Menschen. Das bedeutet, 96 Monatsrenten bleiben als so genannte Risikoüberschüsse erst einmal bei den Versicherungsunternehmen. Der angeblich geförderte Rentner sieht davon keinen Cent. 24 Monatsrenten dürfen die Unternehmen als Gewinn für sich verbuchen. Die anderen 72 Monatsrenten werden an länger lebende Riesterrentner verteilt. Da Besserverdienende im Schnitt sieben Jahre länger leben als Geringverdiener und nur halb so oft vor dem Eintritt in das Rentenalter sterben, führt die Riesterrente auf makabre Weise zu einer Umverteilung von unten nach oben.“
    Quelle1: Linksfraktion
    Quelle 2: Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (BT-Drs. 16/9243)[PDF - 64 KB]

Verantwortlich: Wolfgang Lieb

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  1. Heute Abend läuft im SR/SWR ein hoch interessanter Beitrag zum Thema
    Anbei ein Brief von Wolfgang Wirtz-Nentwig über den Erfolg dieses Films:
    ++++++++++++++++++++++++

    ARD/SR-Film „Rentenangst“ am 2.6. um 22.30 bei SR/SWR

    Hier unser letzter Tipp dazu.
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3171

    Der Verantwortliche beim Saarländischen Rundfunk Wolfgang Wirtz-Nentwig spricht von einem Riesen-Erfolg für “Rentenangst!”. Er beschreibt das Echo in einem Brief an mich, den ich zur Ermunterung unserer Leserinnen und Leser veröffentliche, die in vielerlei Weise an der Aufklärung zu diesem schwierigen Thema beteiligt sind. Deshalb gilt der Dank aus Saarbrücken auch diesen NachDenkSeiten-Nutzern. Albrecht Müller.

    Und hier der Brief:
    Es war ein Mammut-Projekt für unsere Autoren Ingo Blank und Dietrich Krauß, und wir hatten zwischendrin oft überlegt, ob es wirklich richtig war, uns überhaupt an dieses komplexe Thema mit all seinen Fallstricken und Tretminen zu wagen.

    Heute können wir sagen: Die Mühe hat sich gelohnt – und wie! Der Film ist tatsächlich DAS Standardwerk zum Thema Rente geworden, das wir uns erträumt hatten. ARD-Chefredakteur Thomas Baumann war so angetan davon, dass er ihn sogar kurzfristig am 9. März im Ersten einsetzte. Der Preis dafür war eine späte Sendezeit. Trotzdem hat der Film für enorme Reaktionen gesorgt: In der ARD-Pressestelle gingen in der ersten Woche noch nie erlebte 1.600 (!) Anrufe und Mails ein; auch unsere Saarbrücker Redaktion wurde regelrecht bombardiert. Alle Zuschauer, die sich in Saarbrücken und München meldeten, waren voll des Lobes über den Film.
    Beim SR wurden bislang 250 DVDs bestellt – trotz des vergleichsweise hohen Preises der Einzelkopien. Das ist bisher ebenfalls noch nie vorgekommen, nicht einmal annähernd.

    Das zeigt, dass dieses Thema die Menschen sehr bewegt – und dass die bisherige Medienberichterstattung offenbar erhebliche Lücken hatte. Die “Rentenangst” ist bereits mehrmals auf Eins Extra gelaufen und wird am 5.5. auf Phoenix wiederholt (21 h). Am 2.6. ist eine Ausstrahlung im SWR/SR-Programm geplant (22.30 h). Andere Dritte werden sicher folgen.

    Dieser Erfolg ist ganz maßgeblich auch den Fakten und Argumenten geschuldet, die Sie und die anderen Experten beigesteuert haben. Mit diesem Film ist es den Autoren und uns allen zusammen gelungen, einen ganz starken Kontrapunkt in einer Diskussion zu setzen, die viel zu lange nur in eine (falsche) Richtung gelaufen ist. Noch einmal ganz herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung und

    viele Grüße aus Saarbrücken!
    Wolfgang Wirtz-Nentwig