Die Confoederatio Helvetica ist als erste Mannschaft des Turniers schon am zweiten Spieltag der Vorrunde nach der zweiten Niederlage ausgeschieden. In der Nachspielzeit traf Arda für die Türkiye Cumhuriyeti nach einem sehenswerten und mutigen Solo mit einem fulminanten Schuss aus 17 Metern, abgefälscht vom Schweizer Innenverteidiger Müller, zum 2:1 Endstand. 43 000 Zuschauern kamen in Rot: die einen mit der Mondsichel, die anderen mit weissem Kreuz.
Nach zehn Minuten des Endspiels der beiden Erstrundenverlierer der Gruppe A im St-Jakob-Park zu Basel begann bis zum Ende der ersten Halbzeit wolkenbruchartiger Regen. Mit den widrigen Verhältnissen konnten die Schweizer besser umgehen. Sie spielten kraftvoller den oft abbremsenden Ball und waren schneller vor dem gegnerischen Tor. Das Tor von Yakin nach dem hervorragend gespielten Querpass von Derdiyok fiel nach knapp einer halben Stunde Dauerregens. Kurz danach hatte der Torschütze das Zweite auf dem Fuss, doch er verzog die wieder von rechts hereingebrachte Flanke knapp am linken Pfosten. Die Schweiz war unter diesen Umständen die bessere Mannschaft, doch der Regen sollte aufhören.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte der türkische Trainer Fatih Terim gleich zwei Offensivspieler ein. Der Regen hörte auf und der Boden saugte erstaunlich schnell das kübelweise ausgeschüttete Wasser auf. Die Türken konnten nun vorne besser die Bälle spielen und kombinieren. Die Schweizer sahen sich in ihre Hälfte gedrängt und erwehrten sich prächtig ob der geballten türkischen Offensive. Der Ausgleich in der 57. Minute entsprang einer langen Flanke von Nihat von der linken Seite hinein in den Strafraum, wo Nati-Kapitän Magnin nicht mit Semih zum Kopfball hochging und Torwart Benaglio den Ball nur noch in die Maschen lenken konnte. Nun wogte das Spiel hin und her. Die Schweiz setzte spätestens ab der 80. Minute alles auf Angriff, denn ein Unentschieden wäre wegen der dritten Vorrundenpartie gegen Portugal schon zu wenig gewesen. Der Schweizer Trainer Köbi Kuhn wechselte ab der 66. Minute im zehn Minuten-Takt die nun schon müde Gewordenen aus. Allein es sollte trotz einer Großchance nach einem Konter, den Yakin mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze abschloss und den der passabel haltende Volkan Demirel abwehrte, kein Tor diesseits fallen. Jenseits dagegen nahm sich Arda den Ball und legte ihn sich auf den rechten Fuss und vollendete etwas glücklich in der Nachspielzeit den Sieg für die Türkei. Ambitionierte Schweizer sind nach einem langen und zielstrebigen Aufbau unter Trainer Köbi Kuhn am Ende die erste Mannschaft, die keine Chance mehr auf den Pokal, ausgespielt im eigenen Land, hat.
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