Deutschland gegen Portugal: Frings-Rippe und Poldi-Wade bekommen Marmorkuchen

In wenigen Minuten lassen sich die deutschen Nationalspieler Marmorkuchen schmecken. Bundestrainer Joachim Löw hält seine letzte Ansprache vor dem Viertelfinalspiel gegen Portugal. Wichtige Themen werden neben der Taktik sein: die Frings-Rippe, die Poldi-Wade und die Höhe der Niederlage. Derweil macht ein Aufstellungsgerücht die Runde. Angeblich will Joachim Löw mit nur

In wenigen Minuten lassen sich die deutschen Nationalspieler Marmorkuchen schmecken. Bundestrainer Joachim Löw hält seine letzte Ansprache vor dem Viertelfinalspiel gegen Portugal. Wichtige Themen werden neben der Taktik sein: die Frings-Rippe, die Poldi-Wade und die Höhe der Niederlage.

Derweil macht ein Aufstellungsgerücht die Runde. Angeblich will Joachim Löw mit nur einem Stürmer antreten, heißt es. Diese Nachricht sorgt gut vier Stunden vor dem Anpfiff für Wirbel. Warum eigentlich? Mit wie vielen Stürmern hat die deutsche Elf denn gegen Kroatien und gegen Österreich gespielt? Antwort: mit einem halben

Tränen sind um 23 Uhr getrocknet

Den Marmorkuchen verdauen werden die deutschen Nationalspieler im Mannschaftsbus auf dem Weg zum Sankt-Jakob-Park in Basel. Dort nimmt Joachim Löw für einige Stunden Abschied von seiner Mannschaft, erst gegen 23 Uhr wird er sie wieder sehen. Dann sind die Tränen getrocknet, hat Michael Ballack artig Cristiano Ronaldo zu seinen beiden Toren gratuliert und sind die ersten Interviews im Reporterkasten.

Die “Bild”-Schlagzeile für morgen ist natürlich längst fertig. Nach dem heutigen Notplan-Artikel folgt eine Abrechnung mit der UEFA und mit Mario Gomez. Ein gewisser Effenberg spart sich für Sonntag den Kommentar auf, dass er es ja immer gewusst habe, Beckenbauer wird in eine Kolumne grummeln und der Sport-Chef fragt: “Löw nur noch Tribünengast?”

Begegnung der dritten Art

Doch die Fußballeuropameisterschaft endet nicht mit der heutigen Niederlage der deutschen Elf gegen Portugal. Zu einer Begegnung der dritten Art kommt es am Samstag, und zwar ebenfalls in Basel. Dann stehen sich die Holländer und die Russen gegenüber. Trainiert wird die Rasselbande des Weltranglisten-25. Von Guus Hiddink.

Wenn einer den holländischen Fußball kennt, dann dieser 61-jährige Trainer der russischen Mannschaft. Von 1987 bis 1990 hat er den PSV Eindhoven trainiert, von 1994 bis 1998 Holland. Er liebt wie Marco van Basten den Offensivfußball, es könnte also ein Spiel werden, von dem man sich wünscht: “Hoffentlich gibt es auch noch ein Elfmeterschießen.”

So, gleich steigt die deutsche Mannschaft in den Bus, wird freundlich begrüßt von 42.500 Zuschauern, von denen sich die meisten auf Ronaldo und Deco freuen. Möglich ist aber auch immer noch: Wir erleben eine Sensation und Deutschland gewinnt. Aber wie? Mit Frings-Rippe und Podolski-Wade?

Kommentare

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  1. Insgesamt sind da noch viele Überraschungen drin. Nicht verzweifeln.
    Wer von den Lesern/innen hätte vor vier Jahren einen Pfennig auf Griechenland gewettet?
    Bei den Weltmeisterschaften 2002 und 2006 war Frankreich (2002 Titelverteigiger undEURopameister) eine der schlechtesten Mannschaften, schied 2002 als Gruppenletzter in der Vorrunde aus und tüftelte sich vor zwei Jahren trotz mangelhafter Leistungen ins Finale.

    Was mich auch nervt ist das Gerede von den B-Mannschaften, die ihre Gegner demütigen.
    Holland, Portugal und die Tschechen (wenn ich mich nicht irre bei der EM 2002 gegen Deutschland) sind bzw. waren jeweils als Gruppenerste qualifiziert. Sie machten das einzig Logische und Richtige und schonten ihre besten Spieler.