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	<title>Kommentare zu: Wir werden länger arbeiten</title>
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	<description>Das deutsche Bürgerjournalismus-Portal</description>
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		<title>Von: Rolf Ehlers</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/06/21/wir-werden-laenger-arbeiten/#comment-10519</link>
		<dc:creator>Rolf Ehlers</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 09:32:17 +0000</pubDate>
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		<description>Der Beitrag räumt jeden Zweifel aus, dass die zwei Jahre Arbeit mehr für die meisten Menschen leicht zu bewältigen sind. Der Beitrag beschäftigt sich aber zu sehr mit der Retrospektive. Gewerkschaften und christliche Soziallehre sollten 
endlich lernen, nach vorn zu denken.

Es ist unübersehbar, dass die Nachfrage nach menschlicher Arbeit gewaltig schwindet. Im Zeichen der Globalisierung, der schrankenlosen Freiheit des großen Kapitals und der weltweiten Niederlassungsfreiheit nimmt der Preis, der für menschliche Arbeit gezahlt wird, unaufhaltsam immer mehr ab. Obwohl Arbeit immer billiger wird, wird sie künftig aber noch weit weniger gefragt sein, weil Computer und Roboter einfach immer preiswerter arbeiten. Lange Zeit hat man gemeint, der Sektor Dienstleistungen könne den Schwund der alten manuellen Arbeit kompensieren. Aber auf diesem Sektor werden im Interesse der Rentabilität ebenso viele Arbeitsplätze vernichtet. Sehen Sie doch nur die Personalpolitik der Banken und der Post! 

Menschliche Arbeit wird in absehbarer Zeit einfach nicht mehr das passende Kriterium für die Verteilung der wirtschaftlichen Güter sein. Ich sehe keine Alternative zum bedingungslosen steuerfinanzeirten Grundeinkommen. Darauf kann problemlos persönliches Engagement aufsatteln. Die Menschen werden so ohne wirtschaftliche Not zu selbstgewählter Beschäftigung in jedem Lebensalter anregt. 
Zwei Jahre Lebensarbeit mehr sind dann gar kein Thema mehr. Dann hört auch endlich die Zwangsverrentung auf und das Wissen und die Erfahrung der Älteren
werden nicht mehr sinnlos geopfert. 

Bei diesem Modell hat aber insbesondere die Jugend eine phantastische Perspektive. Endlich hört es dann auf, dass die jungen Leute relativ arm sind, während der Aufbringung der Kinder wirtschaftlich in Not geraten und erst im Alter Geld haben, um sich &quot;etwas zu gönnen.&quot; Bis dahin leidet  jedoch die übergroße Mehrheit der Alten längst an den Volkskrankheiten, gegen die bei blinder Fortsetzung des überkommenen &quot;Gesundheitssystems,&quot; das in Wahrheit eine Bewirtschaftung der Krankheiten ist, scheinbar kein Kraut gewachsen ist. So wie wir heute unsere Welt organisiert haben, leiden Jung und Alt. Das muss überhaupt nicht sein, setzt aber ein wenig Mut und Tatkraft bei den Zuständigen voraus - und nicht nur die täglichen leeren Sprüche in den gleichgeschalteten Medien.

Es ist höchste Zeit, nicht weiter stur an den vormals geeigneten Modellen wie Erwerbsarbeit, Rente und Wohlfahrt zu kleben. Unsere Regierungen müssen die unumgänglichen Änderungen vorausschauend planen, wenn sie sich nicht mit dem sonst absehbaren  Zusammenbruch der alten Systeme den Zorn der Volksmassen 
zuziehen wollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag räumt jeden Zweifel aus, dass die zwei Jahre Arbeit mehr für die meisten Menschen leicht zu bewältigen sind. Der Beitrag beschäftigt sich aber zu sehr mit der Retrospektive. Gewerkschaften und christliche Soziallehre sollten<br />
endlich lernen, nach vorn zu denken.</p>
<p>Es ist unübersehbar, dass die Nachfrage nach menschlicher Arbeit gewaltig schwindet. Im Zeichen der Globalisierung, der schrankenlosen Freiheit des großen Kapitals und der weltweiten Niederlassungsfreiheit nimmt der Preis, der für menschliche Arbeit gezahlt wird, unaufhaltsam immer mehr ab. Obwohl Arbeit immer billiger wird, wird sie künftig aber noch weit weniger gefragt sein, weil Computer und Roboter einfach immer preiswerter arbeiten. Lange Zeit hat man gemeint, der Sektor Dienstleistungen könne den Schwund der alten manuellen Arbeit kompensieren. Aber auf diesem Sektor werden im Interesse der Rentabilität ebenso viele Arbeitsplätze vernichtet. Sehen Sie doch nur die Personalpolitik der Banken und der Post! </p>
<p>Menschliche Arbeit wird in absehbarer Zeit einfach nicht mehr das passende Kriterium für die Verteilung der wirtschaftlichen Güter sein. Ich sehe keine Alternative zum bedingungslosen steuerfinanzeirten Grundeinkommen. Darauf kann problemlos persönliches Engagement aufsatteln. Die Menschen werden so ohne wirtschaftliche Not zu selbstgewählter Beschäftigung in jedem Lebensalter anregt.<br />
Zwei Jahre Lebensarbeit mehr sind dann gar kein Thema mehr. Dann hört auch endlich die Zwangsverrentung auf und das Wissen und die Erfahrung der Älteren<br />
werden nicht mehr sinnlos geopfert. </p>
<p>Bei diesem Modell hat aber insbesondere die Jugend eine phantastische Perspektive. Endlich hört es dann auf, dass die jungen Leute relativ arm sind, während der Aufbringung der Kinder wirtschaftlich in Not geraten und erst im Alter Geld haben, um sich &#8220;etwas zu gönnen.&#8221; Bis dahin leidet  jedoch die übergroße Mehrheit der Alten längst an den Volkskrankheiten, gegen die bei blinder Fortsetzung des überkommenen &#8220;Gesundheitssystems,&#8221; das in Wahrheit eine Bewirtschaftung der Krankheiten ist, scheinbar kein Kraut gewachsen ist. So wie wir heute unsere Welt organisiert haben, leiden Jung und Alt. Das muss überhaupt nicht sein, setzt aber ein wenig Mut und Tatkraft bei den Zuständigen voraus &#8211; und nicht nur die täglichen leeren Sprüche in den gleichgeschalteten Medien.</p>
<p>Es ist höchste Zeit, nicht weiter stur an den vormals geeigneten Modellen wie Erwerbsarbeit, Rente und Wohlfahrt zu kleben. Unsere Regierungen müssen die unumgänglichen Änderungen vorausschauend planen, wenn sie sich nicht mit dem sonst absehbaren  Zusammenbruch der alten Systeme den Zorn der Volksmassen<br />
zuziehen wollen.</p>
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