Erdmantel, Grüner Fuchsschwanz, Guter Heinrich, Kardy oder Knollenziest – Hand aufs Herz, würden Sie diese klingenden Namen mit Essbarem in Verbindung bringen? Ja? Dann wird Ihnen das letztes Jahr im Thorbecke Verlag erschienene, liebevoll gemachte Buch “Mangold und Pastinacke” außer zahlreichen schönen alten Pflanzentafeln vielleicht nicht mehr soviel Neues verraten.
Wenn Ihre Antwort “Nein” lautet, dann sei Ihnen dieses Buch ans Herz gelegt, denn es setzt sich für die Erhaltung der Sortenvielfalt und damit für fast vergessenes Gemüse ein. Bestürzend die Schätzung der Ernährungs- und Landschaftsorganisation der UNO, FAO: In den letzten 100 Jahren sind 75 Prozent der Kulturpflanzen unwiederbringlich verloren gegangen.
Die grünen Schätze der Vergangenheit
Den beiden Journalisten Elke Achtner-Theiss und Sabine Kumm gelingt es mit ihrer kurzweiligen Beschreibung von über 40 Gemüsesorten, das Interesse für die grünen Schätze der Vergangenheit neu zu wecken. Den Sortenporträts vorangestellt haben sie eine kurze Kulturgeschichte des Gemüses, die sich wie eine Emanzipationsgeschichte liest, nach der die heutige Gemüsevielfalt besondere Beachtung verdient.
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