Wie lange währt ehrlich im Fußball?

Natürlich: Ehrlichkeit ist nicht gleich Offenheit. Wenn Jogi Löw sich in seinem vor fremden Blicken sicher geglaubten Kabüffchen ein Glas Wein gönnt und sich eine Stress-Fluppe anzündet, dann ist das für den grundschuligen Fußballfan bereits ein Anzeichen dafür, dass nicht alles so ist, wie es scheint. “Keine Macht den Drogen”:

jhsfhgsf.jpgNatürlich: Ehrlichkeit ist nicht gleich Offenheit. Wenn Jogi Löw sich in seinem vor fremden Blicken sicher geglaubten Kabüffchen ein Glas Wein gönnt und sich eine Stress-Fluppe anzündet, dann ist das für den grundschuligen Fußballfan bereits ein Anzeichen dafür, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

“Keine Macht den Drogen”: Die Jugendlichen mussten lange nachdenken, um diesen Satz überhaupt zu verstehen. “Möge die Macht mit Dir sein”: Das ist sprachlich und grammatikalisch schon einleuchtender. Da fragt sich der eine oder andere Junior-Kicker natürlich, ob Alkohol keine Droge darstellt. Wie oft ein Kind seinen eigenen Vater im Rausch erleben musste, braucht hier in Zahlen gar nicht angegeben zu werden. Und doch ist es die Nationalmannschaft, die Werbung für gelbstes Eifelwaser macht. Alle grinsen. Alle sind glücklich. So verkehrt kann das ja nicht sein. Das kann ein Mayer-Vorfelder (MV) nur bestätigen.
Und wer morgens kein Nutella auf der Stulle hat, wird Probleme mit den Stollen kriegen. Es gibt ja aktuelle Berechnungen von Verbaucherzentralen, wie lange ein Kind trainieren müsste, um ein Glas Nuss-Nougat-Crême wieder abzutrainieren. So viel sei verraten: Ganz schön lange.

Wenn Erwachsene mit dem Rauchen anfangen

Jogi Löw vesrucht zu beschwichtigen, indem er sagt, dass er erst vor kurzem mit dem Rauchen angefangen habe. Er sei Genussraucher. Und außerdem sei es seine private Angelegenheit. Sehr schön. Öffentlich Wasser predigen, um heimlich Wein zu trinken, und wenn man erwischt wird, war es halt Privatsache. Muss man ja alles nicht so ernst nehmen.

Homosexualität in Männerberufen

Es gibt Bauarbeiter, die schwul sind und sich geoutet haben. Es gibt Politiker, die dazu stehen. Und das ist auch gut so. Aber für den Fußball scheinen sich nur Heteros zu interessieren. Oder ist diese Schlussfolgerung jetzt zu naiv? DFB-Zwanziger kämpft schon länger dafür, dass Fußballer sich outen dürfen sollen mögen. Aber was passiert mit dem Ersten, der die Hand hebt? Werden sich die Vereine um ihn reißen? Wahrscheinlich nicht. Die Mitspieler werden getrennte Umkleidekabinen fordern. So schlicht ist das. Eine Karriere wäre am Ende. Selbst Schwulenorganisationen raten jedem Fußballer davon ab, sich in der aktuellen Lage zu seiner Homosexualität zu bekennen. Die Folge wäre sonst ein einziges Spießrutenlaufen, so die Experten. Dabei ist die sexuelle Orientierung nun wirklich Privatsache.

Was lernen wir aus alledem?

Etwas weniger Schizophrenie und weniger Heuchelei wären angebracht. Wer Drogen bekämpfen will, sie aber gleichzeitig offen bewirbt, verliert an Glaubwürdigkeit. Wer mit Sport und Fußball Kindern und Jugendlichen zu mehr Körperbewusstsein und Fitness verhelfen will, aber im selben Atemzug sich die Kalorienbomben in den Rachen schiebt, ist in der Tat einfach nur käuflich. In solchen Momenten wie diesen lobt man sich einen grundehrlichen Philipp Lahm, der seinen gegentorigen Fehler im Halbfinale gegen die Türkei mit folgenden Worten kommentiert: “Wenn man in so einer Situation den Ball verliert, dann muss man den Gegner einfach foulen.”

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