“Sommer, Sonne, Musik satt!“, was für das Mega-Event Southside 08 gelten kann, dem steht auch das 13. Umsonst & Draußen im unterfränkischen Kurstädtchen Bad Kissingen in nichts nach. Zwei Tage lang tummelten sich dort ganz Jung bis ziemlich Alt, um gemeinsam gepflegter Musikkultur unterschiedlichster Facon von insgesamt 37 Bands verteilt auf erstmals drei Bühnen zu lauschen. Nach einem Tag der Regeneration ist es nun an der Zeit, gemeinsam mit Tobias Schneider, Vorstand des Vereins zur Förderung von Jugendveranstaltungen e.V. Bad Kissingen, Bilanz zu ziehen.
Lieber Tobias, nun ist es geschafft. Das 13. Umsonst und Draußen ist mit viel Sonne und guter Musik zu Ende gegangen. Freudestrahlender O-Ton des Publikums: “Das war um Längen besser als das U&D in Würzburg!”. Ist das der gerechte Lohn für die immensen Anstrengungen der letzten Wochen und Monate?
Für mich ist der schönste Lohn über das Gelände zu gehen und sehr viele fröhliche feiernde Gesichter zu sehen. Unser Konzept scheint aufgegangen zu sein. So geht man gerne in die Planung für nächstes Jahr.
Wie hast Du als umtriebiger Organisator die letzten beiden Festivaltage erlebt? Wie viele Stunden hast Du nun eigentlich ohne Schlaf verbracht und wie hast Du das überhaupt durchgestanden?
Es waren lange Tage, die mit sehr viel Arbeit gefüllt waren. Schlaf? Was ist das? Hatte ich erst Sonntagnacht wieder. Auf die Frage, wie ich das durchstehe, kann ich nicht viel sagen. Ich weiß es selbst nicht…
Wie lautet demnach Deine ganz persönliche Quintessenz der vergangenen Tage?
Wenig Essen, kein Schlaf, viele nette Leute…
Auch Oberbürgermeister Kay Blankenburg besuchte am Samstag das bunte Treiben. Wie kam bei ihm als Schirmherrn der Veranstaltung das Gesehene an? Wird er, Deiner Meinung nach, die Unterstützung auch im kommenden Jahr aufrechterhalten?
Dem Oberbürgermeister hat es gut gefallen und ich denke, dass er auch in Zukunft hinter dem Festival steht. Die Unterstützung wird er sicher aufrechterhalten.
Abgesehen von allen Emotionen: Lass uns doch mal über die harten Zahlen reden. Wie viele Menschen tummelten sich denn während des U&Ds auf dem neuen Gelände oberhalb des Jugendzentrums? Und vor allem, wie viele Liter Bier haben die Musikbegeisterten eigentlich die Saale hinunterrauschen lassen?
Insgesamt 6000 Menschen rockten die Kurstadt und haben auch so einiges getrunken. Genaue Zahlen kann ich dir momentan noch aber nicht sagen.
Apropos “Bier”: Wie war es in diesem Jahr um die friedliche Stimmung bestellt. Gab es Ausfälle einzelner Besucher oder war es in diesem Sommer gar eine wahrhafte “Vorbildsveranstaltung”?
Im Großen und Ganzen war es sehr friedlich. Ein paar Ausfälle gibt es immer mal. Genial fand ich die “Führerscheinerhaltenden Maßnahmen” der Polizei am Samstagmorgen als die Beamten schlafende Festivalbesucher in ihren Autos weckte, um freiwillige Alkoholtests durchzuführen. Anschließend wurde ihnen vorgerechnet, wann sie wieder fahren dürfen.
Bemerkenswerte Gästezahl, bemerkenswerte Bands – die 13. Ausgabe der Veranstaltung schien ein voller Erfolg. Wie steht es da mit dem Wechsel der Location. Rückbetrachtet – eine gute Entscheidung?
Es war das Beste was uns passieren konnte!
Bei allem Lob und aller Euphorie, die in diesen Stunden noch anhält, Du hast doch sicherlich schon jetzt die ersten Ideen und Verbesserungsvorschläge für das Event im nächsten Jahr. Lieber Tobias, gebe uns doch bitte einen kleinen Vorgeschmack!
Welches nächste Jahr? Spaß bei Seite, wir werden auch nächsten Mal wieder regionale Bands bevorzugen. Außerdem werden wir auch die Hip Hop Bühne beibehalten und evtl. ausbauen. Viel mehr erzähle ich jetzt nicht, lasst Euch einfach überraschen und freut Euch erstmal auf die Winterkonzerte von Oktober bis April im Jugendzentrum.
Ich danke Dir für Deine Einschätzungen und wünsche Dir nun eine gute Nacht!
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