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	<title>Comments on: Ideologische und herrschaftliche Hintergr&#252;nde der &#8220;Ein-Euro-Jobs&#8221;</title>
	<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 07:19:21 +0000</pubDate>
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		<title>by: Margareth Gorges</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-320157</link>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 18:51:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-320157</guid>
					<description>Praxis und neue Entwicklungen bei 1-Euro-Jobs

Die Arbeitslosigkeit der Hartz IVBed&#252;rftigen resultiert haupts&#228;chlich aus dem Mangel an Arbeitsangeboten. Pers&#246;nliche Probleme scheinen dagegen ein deutlich geringeres Besch&#228;ftigungsproblem zu sein. 

68 Prozent der 1-Euro-Jobber haben eine abgeschlossene Ausbildung. Die Befragung unterstreicht damit und insbesondere mit der Aussage zur Art der T&#228;tigkeiten („entspricht regul&#228;rer Arbeit“) die Aussage des IAB-Kurzberichts, dass die H&#228;lfte der 1-Euro-Jobber fit ist f&#252;r den ersten Arbeitsmarkt und 1-Euro-Jobs regul&#228;re Besch&#228;ftigung „in nicht zu vernachl&#228;ssigendem Umfang“ ersetzen.

Insbesondere in Ostdeutschland und in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit werden 1-Euro-Jobs hinsichtlich der sozialen Integration eher positiv bewertet, da sie oftmals als (einzig realistische) Alternative gesehen werden, um Arbeitslosigkeit zumindest vor&#252;bergehend zu unterbrechen.

Man f&#252;gt sich in eine (vermeintliche) Notwendigkeit, ohne dass damit das eigentliche Problem einer fehlenden beruflichen Perspektive gel&#246;st w&#228;re.
Quelle: DGB arbeitsmarkt aktuell Nr. 04/2009 (zum Download) 

http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abiszdb/abisz_search?kwd=Jugendarbeitslosigkeit</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Praxis und neue Entwicklungen bei 1-Euro-Jobs</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit der Hartz IVBed&#252;rftigen resultiert haupts&#228;chlich aus dem Mangel an Arbeitsangeboten. Pers&#246;nliche Probleme scheinen dagegen ein deutlich geringeres Besch&#228;ftigungsproblem zu sein. </p>
<p>68 Prozent der 1-Euro-Jobber haben eine abgeschlossene Ausbildung. Die Befragung unterstreicht damit und insbesondere mit der Aussage zur Art der T&#228;tigkeiten („entspricht regul&#228;rer Arbeit“) die Aussage des IAB-Kurzberichts, dass die H&#228;lfte der 1-Euro-Jobber fit ist f&#252;r den ersten Arbeitsmarkt und 1-Euro-Jobs regul&#228;re Besch&#228;ftigung „in nicht zu vernachl&#228;ssigendem Umfang“ ersetzen.</p>
<p>Insbesondere in Ostdeutschland und in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit werden 1-Euro-Jobs hinsichtlich der sozialen Integration eher positiv bewertet, da sie oftmals als (einzig realistische) Alternative gesehen werden, um Arbeitslosigkeit zumindest vor&#252;bergehend zu unterbrechen.</p>
<p>Man f&#252;gt sich in eine (vermeintliche) Notwendigkeit, ohne dass damit das eigentliche Problem einer fehlenden beruflichen Perspektive gel&#246;st w&#228;re.<br />
Quelle: DGB arbeitsmarkt aktuell Nr. 04/2009 (zum Download) </p>
<p><a href='http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abiszdb/abisz_search?kwd=Jugendarbeitslosigkeit'>http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abiszdb/abisz_search?kwd=Jugendarbeitslosigkeit</a>
</p>
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	<item>
		<title>by: Margareth Gorges</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-315502</link>
		<pubDate>Fri, 29 May 2009 16:12:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-315502</guid>
					<description>Die Ein-Euro-Jobvernichter

Fast jeder zweite Ein-Euro-Jobber verdr&#228;ngt nach eigener Aussage mit seiner T&#228;tigkeit entgegen der gesetzlichen Vorschrift regul&#228;re Arbeitspl&#228;tze. Bei einer Befragung im Auftrag der Bundesagentur f&#252;r Arbeit (BA) gaben 45 Prozent an, die gleiche Arbeit zu verrichten wie festangestellte Kollegen. Jeder Vierte sagte, f&#252;r den Ein-Euro-Job sei eine abgeschlossene Ausbildung erforderlich.

Dies sind noch unver&#246;ffentlichte Ergebnisse aus der ersten repr&#228;sentativen Untersuchung, bei der die Betroffenen zu Wort kommen und nicht andere &#252;ber sie reden und urteilen. Sie liegen der FR in Form einer Auswertung durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vor. Laut DGB beruhen alle bisherigen Studien auf Angaben der Unternehmen oder allgemeinen Statistiken.
Quelle: FR 
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1776504_Umfrage-Bundesagentur-fuer-Arbeit-Die-Ein-Euro-Jobvernichter.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ein-Euro-Jobvernichter</p>
<p>Fast jeder zweite Ein-Euro-Jobber verdr&#228;ngt nach eigener Aussage mit seiner T&#228;tigkeit entgegen der gesetzlichen Vorschrift regul&#228;re Arbeitspl&#228;tze. Bei einer Befragung im Auftrag der Bundesagentur f&#252;r Arbeit (BA) gaben 45 Prozent an, die gleiche Arbeit zu verrichten wie festangestellte Kollegen. Jeder Vierte sagte, f&#252;r den Ein-Euro-Job sei eine abgeschlossene Ausbildung erforderlich.</p>
<p>Dies sind noch unver&#246;ffentlichte Ergebnisse aus der ersten repr&#228;sentativen Untersuchung, bei der die Betroffenen zu Wort kommen und nicht andere &#252;ber sie reden und urteilen. Sie liegen der FR in Form einer Auswertung durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vor. Laut DGB beruhen alle bisherigen Studien auf Angaben der Unternehmen oder allgemeinen Statistiken.<br />
Quelle: FR<br />
<a href='http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1776504_Umfrage-Bundesagentur-fuer-Arbeit-Die-Ein-Euro-Jobvernichter.html'>http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1776504_Umfrage-Bundesagentur-fuer-Arbeit-Die-Ein-Euro-Jobvernichter.html</a>
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>by: Margareth Gorges</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-275711</link>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 10:34:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-275711</guid>
					<description>&lt;b&gt;Urteil Bundessozialgericht:

30 Stunden Arbeit f&#252;r Hartz-IV-Empf&#228;nger zumutbar

Der Ein-Euro-Job ist Arbeitslosen auch dann zuzumuten, wenn sie 30 Stunden in der Woche arbeiten sollen    &lt;/b&gt;    
Quelle: Welt     
http://www.welt.de/politik/article2885604/30-Stunden-Arbeit-fuer-Hartz-IV-Empfaenger-zumutbar.html       
 
&lt;b&gt;Anmerkung : 

30 Wochenstunden Arbeit - warum bekommen die Leute nicht gleich einen regul&#228;ren Job, von dem sie leben k&#246;nnen? Und wie war das noch mit dem Ingenieur-Mangel?     &lt;/b&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>Urteil Bundessozialgericht:</p>
<p>30 Stunden Arbeit f&#252;r Hartz-IV-Empf&#228;nger zumutbar</p>
<p>Der Ein-Euro-Job ist Arbeitslosen auch dann zuzumuten, wenn sie 30 Stunden in der Woche arbeiten sollen    </b><br />
Quelle: Welt<br />
<a href='http://www.welt.de/politik/article2885604/30-Stunden-Arbeit-fuer-Hartz-IV-Empfaenger-zumutbar.html'>http://www.welt.de/politik/article2885604/30-Stunden-Arbeit-fuer-Hartz-IV-Empfaenger-zumutbar.html</a>       </p>
<p><b>Anmerkung : </p>
<p>30 Wochenstunden Arbeit - warum bekommen die Leute nicht gleich einen regul&#228;ren Job, von dem sie leben k&#246;nnen? Und wie war das noch mit dem Ingenieur-Mangel?     </b>
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Arbeitosaurus</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-261702</link>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 04:28:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-261702</guid>
					<description>Der Artikel scheint interessant zu sein. Ich habe bisher die ersten beiden Abs&#228;tze gelesen. Ihn komplett zu lesen ist sehr anstrengend am Bildschirm, weil er zu lange zusammenh&#228;ngende Textbl&#246;cke enth&#228;lt. K&#246;nnte die Verfasserin ihn nicht lesbarer machen, indem sie ihn in &quot;kleinere logische H&#228;ppchen&quot; unterteilt, durch Einf&#252;gen von Abs&#228;tzen? Gru&#223;, Arbeitosaurus</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel scheint interessant zu sein. Ich habe bisher die ersten beiden Abs&#228;tze gelesen. Ihn komplett zu lesen ist sehr anstrengend am Bildschirm, weil er zu lange zusammenh&#228;ngende Textbl&#246;cke enth&#228;lt. K&#246;nnte die Verfasserin ihn nicht lesbarer machen, indem sie ihn in &#8220;kleinere logische H&#228;ppchen&#8221; unterteilt, durch Einf&#252;gen von Abs&#228;tzen? Gru&#223;, Arbeitosaurus
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Ideologische und Herrschaftliche Hintergrnde der Ein-Euro-Jobs - Erwerbslosen Forum Deutschland (das Forum)</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-261681</link>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 23:58:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-261681</guid>
					<description>[...] Die Ein-Euro-Job-&#214;konomie ist ein gigantisches Wohlfahrtsprogramm f&#252;r die Besch&#228;ftigungstr&#228;ger, privaten Arbeitsvermittler und f&#252;r die finanziell ausgebluteten Kommunen, aber vor allem f&#252;r die sozialen wie kulturellen Tr&#228;ger und Wohlfahrtskonzerne darstellt. Diese eignen sich die Arbeitsleistungen der Erwerbslosen kostenlos sowie die bundesstaatlich mitgesponserten Verwaltungspauschalen f&#252;r die Besch&#228;ftigung der Erwerbslosen gewinnbringend an.  Die Hartz-Reformen bedeuten letztlich: die herrschaftlich inspirierte Zurichtung der Erwerbslosen als sich selbst verwertende und von jeglichen eigenen Anspr&#252;chen befreite Selbstunternehmer - insbesondere f&#252;r den Niedriglohnbereich; die generelle politische Disziplinierung, Erpressung und Einsch&#252;chterung der regul&#228;r Besch&#228;ftigten, um L&#246;hne zu senken, die Arbeitszeit zu verl&#228;ngern, Schutzrechte abzuschaffen etc.; die radikale Senkung der Lebensunterhaltungskosten f&#252;r die erwerbslosen Menschen.  (Verantwortlich: Wolfgang Lieb &amp;#124; http://www.nachdenkseiten.de/)   Lesen Sie dazu einen Beitrag von Christian Girschner.   Zur politischen &#214;konomie der Ein-Euro-Jobs: ideologische und herrschaftliche Hintergr&#252;nde Von Christian Girschner Alles f&#252;r uns selbst und nichts f&#252;r andere, scheint zu allen Zeiten die elende Devise der Herrschenden gewesen zu sein. Adam Smith [1]  Die mit der Hartz IV-Reform eingef&#252;hrten Ein-Euro-Jobs wurden von der regierenden Politik und &#214;ffentlichkeit anf&#228;nglich als eine sozialp&#228;dagogische Initiative und Therapie des Staates verkauft, um den Langzeitarbeitslosen einen besonderen Hilfsdienst zu erweisen [2]. Nebenbei wurde diese &amp;#62;Reform&amp;#60; in den Medien angesichts heftiger Proteste als alternativlos dargestellt, um die Arbeitslosigkeit abzubauen [3]. So waren nach der offiziellen Staatspropaganda die Hartz-Reformen nur dazu da, einerseits das schwere Los der Arbeitslosen zu mildern, andererseits durch Ein&#252;bung bzw. Wiederbelebung der notwendigen Arbeitstugenden den &#220;bergang in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Entsprechend herzbewegend wurde auf einmal von Spitzenpolitikern das schwere Schicksal der unverschuldet arbeitslos gewordenen Menschen zitiert, die das der Politik bislang unbekannt gebliebene unstillbare Bed&#252;rfnis h&#228;tten, einer T&#228;tigkeit nachzukommen, damit sie sich wieder als wertvolle und geachtete Mitglieder der Gemeinschaft f&#252;hlen d&#252;rften [4]. Die Ein-Euro-Jobs sollten dieses Anliegen befriedigen und so k&#252;ndigte im Herbst 2004 der damalige Wirtschaftsminister im Verbund mit den Wohlfahrtskonzernen an, 600000 Ein-Euro-Stellen einzurichten. Schlie&#223;lich, so der &#252;berraschen barmherzige Tenor in den Medien, litten Langzeitarbeitslose &#252;berdurchschnittlich an Minderwertigkeitsproblemen, Depressionen, Angstzust&#228;nden u.a.m. [5] Gleichzeitig schwang schon in diesen offiziellen Rechtfertigungsbem&#252;hungen die Auffassung mit, nun k&#246;nnten die Langzeitarbeitslosen sich endlich auch von ihrem Image der Faulheit befreien[6], indem sie zeigen, wie arbeitswillig sie doch sind, sofern sie jede T&#228;tigkeit ausf&#252;hren, die weder sozialversicherungspflichtig ist, noch angemessen bezahlt wird. Deshalb sind diese &amp;#62;Jobs&amp;#60; keine, die Arbeitslose ablehnen d&#252;rfen, ohne daf&#252;r finanziell hart sanktioniert zu werden [7]. Mit Hilfe der Ein-Euro-Jobs k&#246;nnten die Arbeitslosen also f&#252;r eine Verbesserung ihres schlechten Rufes sorgen und etwas f&#252;r die &amp;#62;Gemeinschaft&amp;#60; tun, also beweisen, dass sie nicht absichtlich in der viel geschm&#228;hten &amp;#62;sozialen H&#228;ngematte&amp;#60; verbleiben, anstatt zu arbeiten. Bald darauf sollte dieser zwangssozialp&#228;dagogische Zug in der &#246;ffentlichen Debatte wieder verschwinden: Nachdem sich Anfang 2005 herausstellte, dass trotz der unisono als alternativlos dargestellten Arbeitsmarkt-Reform die Arbeitslosigkeit sich weder halbierte noch sank, sondern weiter anstieg. Entsprechend wurde in der Politik und den Medien eine neue und beispielslose Hetze &#252;ber den vermeintlichen Missbrauch von sozialen Leistungen entfacht. Letztere gipfelte in der Aussage des Wirtschaftministeriums, dass ein gro&#223;er Prozentsatz (bis zu 20%) der Arbeitslosengeld-II-Empf&#228;nger als sozialschmarotzende Parasiten zu bezeichnen w&#228;ren [8]. Freilich geh&#246;rt der Missbrauchsvorwurf schon seit langem zum gut eingespielten PR-Kampagneninstrument der etablierten Politik und Medienkonzerne [9], um dem Wahlvolk einen entsprechenden S&#252;ndenbock zu pr&#228;sentieren. Entsprechend wiederholte sich auch in der 2005 losgetretenen Hetz-Kampagne gegen Arbeitslose die immerw&#228;hrende &amp;#62;Diagnose&amp;#60; der Politik und Medien[10]: Der Arbeitslose als Leistungsbezieher ist selbst der Verursacher der unerwartet gestiegenen Arbeitslosigkeit, denn dieser gilt per se als potenzieller Betr&#252;ger[11] und unterl&#228;uft deshalb einfach die politisch verordnete Therapie, da die sozialstaatlichen Leistungen zu freigiebig und zu hoch w&#228;ren; anstatt zu arbeiten, genie&#223;t dieser das &amp;#62;gro&#223;z&#252;gige&amp;#60; Arbeitslosengeld II nach Hartz IV [12]. Die verfehlte Wirtschafts- und Sozialpolitik einer Regierung oder gar die kapitalistische Wirtschaftsordnung entschwinden so als Verursacher der Misere aus dem politischen Wahrnehmungsverm&#246;gen und Schussfeld und erleichtern somit das Regieren und Herrschen. Zwar wurde inzwischen auch von den eigentlichen wissenschaftlichen Urhebern bzw. Wegbereitern dieser Reformen belegt, dass die Hartz-Reformen von I bis III ihre Wirkungslosigkeit erfolgreich unter Beweis gestellt haben [13], was jedoch keinen der Beteiligten der Missbrauchsdebatte bis heute st&#246;rte, geschweige denn das Eingest&#228;ndnis der Initiatoren dieser &amp;#62;Reformen&amp;#60; hervorrief, arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitisch vollst&#228;ndig inkompetent zu sein [14]. Insoweit gab es auch keine reum&#252;tigen R&#252;ckzugsgefechte angesichts des gr&#246;&#223;ten sozialpolitischen Flops (H. Gei&#223;ler) in der Geschichte der Bundesrepublik, geschweige denn R&#252;cktritte von politischen &#196;mtern oder von beratenden Wissenschaftlern. Die so oft von der neoliberalen Machtelite geforderte Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und permanente Bildungsbereitschaft wendet diese also nicht auf sich selbst an: In den h&#246;heren bzw. besseren Kreisen der Gesellschaft gelten die von ihnen selbst stets angepriesenen ehernen Markterfordernisse nur f&#252;r Arme, Arbeitslose und Besch&#228;ftigte, nicht aber f&#252;r sich selbst [15]. Denn neoliberale Wissenschaftler, Politikakteure, Unternehmensberater und Journalisten sind nicht nur davon &#252;berzeugt, dass sie kluge K&#246;pfe sind und aus diesem Grund ihren missionarisch aufgebl&#228;hten politischen F&#252;hrungsanspruch auch gegen den Willen der Bev&#246;lkerung im Sinne einer h&#246;heren Vorsehung durchsetzen m&#252;ssen, sondern sie wissen deswegen vor allem eines, dass nicht ihre entwickelte und propagierte Therapie versagt hat, sondern nur die verordnete Dosis noch zu gering angesetzt war, um Erfolge zu erzielen. Soweit muss die neoliberale Dosis weiter erh&#246;ht werden[16], indem insbesondere die sozialen Leistungen weiter abgesenkt, b&#252;rgerliche Grundrechte noch st&#228;rker beschnitten bzw. abgeschafft und die Sanktionen gegen vermeintlich Arbeitsunwillige versch&#228;rft werden [17].    Readers Edition    Ist zwar lang, aber lesenswert. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Die Ein-Euro-Job-&#214;konomie ist ein gigantisches Wohlfahrtsprogramm f&#252;r die Besch&#228;ftigungstr&#228;ger, privaten Arbeitsvermittler und f&#252;r die finanziell ausgebluteten Kommunen, aber vor allem f&#252;r die sozialen wie kulturellen Tr&#228;ger und Wohlfahrtskonzerne darstellt. Diese eignen sich die Arbeitsleistungen der Erwerbslosen kostenlos sowie die bundesstaatlich mitgesponserten Verwaltungspauschalen f&#252;r die Besch&#228;ftigung der Erwerbslosen gewinnbringend an.  Die Hartz-Reformen bedeuten letztlich: die herrschaftlich inspirierte Zurichtung der Erwerbslosen als sich selbst verwertende und von jeglichen eigenen Anspr&#252;chen befreite Selbstunternehmer - insbesondere f&#252;r den Niedriglohnbereich; die generelle politische Disziplinierung, Erpressung und Einsch&#252;chterung der regul&#228;r Besch&#228;ftigten, um L&#246;hne zu senken, die Arbeitszeit zu verl&#228;ngern, Schutzrechte abzuschaffen etc.; die radikale Senkung der Lebensunterhaltungskosten f&#252;r die erwerbslosen Menschen.  (Verantwortlich: Wolfgang Lieb | <a href='http://www.nachdenkseiten.de/'>http://www.nachdenkseiten.de/</a>)   Lesen Sie dazu einen Beitrag von Christian Girschner.   Zur politischen &#214;konomie der Ein-Euro-Jobs: ideologische und herrschaftliche Hintergr&#252;nde Von Christian Girschner Alles f&#252;r uns selbst und nichts f&#252;r andere, scheint zu allen Zeiten die elende Devise der Herrschenden gewesen zu sein. Adam Smith [1]  Die mit der Hartz IV-Reform eingef&#252;hrten Ein-Euro-Jobs wurden von der regierenden Politik und &#214;ffentlichkeit anf&#228;nglich als eine sozialp&#228;dagogische Initiative und Therapie des Staates verkauft, um den Langzeitarbeitslosen einen besonderen Hilfsdienst zu erweisen [2]. Nebenbei wurde diese &gt;Reform&lt; in den Medien angesichts heftiger Proteste als alternativlos dargestellt, um die Arbeitslosigkeit abzubauen [3]. So waren nach der offiziellen Staatspropaganda die Hartz-Reformen nur dazu da, einerseits das schwere Los der Arbeitslosen zu mildern, andererseits durch Ein&#252;bung bzw. Wiederbelebung der notwendigen Arbeitstugenden den &#220;bergang in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Entsprechend herzbewegend wurde auf einmal von Spitzenpolitikern das schwere Schicksal der unverschuldet arbeitslos gewordenen Menschen zitiert, die das der Politik bislang unbekannt gebliebene unstillbare Bed&#252;rfnis h&#228;tten, einer T&#228;tigkeit nachzukommen, damit sie sich wieder als wertvolle und geachtete Mitglieder der Gemeinschaft f&#252;hlen d&#252;rften [4]. Die Ein-Euro-Jobs sollten dieses Anliegen befriedigen und so k&#252;ndigte im Herbst 2004 der damalige Wirtschaftsminister im Verbund mit den Wohlfahrtskonzernen an, 600000 Ein-Euro-Stellen einzurichten. Schlie&#223;lich, so der &#252;berraschen barmherzige Tenor in den Medien, litten Langzeitarbeitslose &#252;berdurchschnittlich an Minderwertigkeitsproblemen, Depressionen, Angstzust&#228;nden u.a.m. [5] Gleichzeitig schwang schon in diesen offiziellen Rechtfertigungsbem&#252;hungen die Auffassung mit, nun k&#246;nnten die Langzeitarbeitslosen sich endlich auch von ihrem Image der Faulheit befreien[6], indem sie zeigen, wie arbeitswillig sie doch sind, sofern sie jede T&#228;tigkeit ausf&#252;hren, die weder sozialversicherungspflichtig ist, noch angemessen bezahlt wird. Deshalb sind diese &gt;Jobs&lt; keine, die Arbeitslose ablehnen d&#252;rfen, ohne daf&#252;r finanziell hart sanktioniert zu werden [7]. Mit Hilfe der Ein-Euro-Jobs k&#246;nnten die Arbeitslosen also f&#252;r eine Verbesserung ihres schlechten Rufes sorgen und etwas f&#252;r die &gt;Gemeinschaft&lt; tun, also beweisen, dass sie nicht absichtlich in der viel geschm&#228;hten &gt;sozialen H&#228;ngematte&lt; verbleiben, anstatt zu arbeiten. Bald darauf sollte dieser zwangssozialp&#228;dagogische Zug in der &#246;ffentlichen Debatte wieder verschwinden: Nachdem sich Anfang 2005 herausstellte, dass trotz der unisono als alternativlos dargestellten Arbeitsmarkt-Reform die Arbeitslosigkeit sich weder halbierte noch sank, sondern weiter anstieg. Entsprechend wurde in der Politik und den Medien eine neue und beispielslose Hetze &#252;ber den vermeintlichen Missbrauch von sozialen Leistungen entfacht. Letztere gipfelte in der Aussage des Wirtschaftministeriums, dass ein gro&#223;er Prozentsatz (bis zu 20%) der Arbeitslosengeld-II-Empf&#228;nger als sozialschmarotzende Parasiten zu bezeichnen w&#228;ren [8]. Freilich geh&#246;rt der Missbrauchsvorwurf schon seit langem zum gut eingespielten PR-Kampagneninstrument der etablierten Politik und Medienkonzerne [9], um dem Wahlvolk einen entsprechenden S&#252;ndenbock zu pr&#228;sentieren. Entsprechend wiederholte sich auch in der 2005 losgetretenen Hetz-Kampagne gegen Arbeitslose die immerw&#228;hrende &gt;Diagnose&lt; der Politik und Medien[10]: Der Arbeitslose als Leistungsbezieher ist selbst der Verursacher der unerwartet gestiegenen Arbeitslosigkeit, denn dieser gilt per se als potenzieller Betr&#252;ger[11] und unterl&#228;uft deshalb einfach die politisch verordnete Therapie, da die sozialstaatlichen Leistungen zu freigiebig und zu hoch w&#228;ren; anstatt zu arbeiten, genie&#223;t dieser das &gt;gro&#223;z&#252;gige&lt; Arbeitslosengeld II nach Hartz IV [12]. Die verfehlte Wirtschafts- und Sozialpolitik einer Regierung oder gar die kapitalistische Wirtschaftsordnung entschwinden so als Verursacher der Misere aus dem politischen Wahrnehmungsverm&#246;gen und Schussfeld und erleichtern somit das Regieren und Herrschen. Zwar wurde inzwischen auch von den eigentlichen wissenschaftlichen Urhebern bzw. Wegbereitern dieser Reformen belegt, dass die Hartz-Reformen von I bis III ihre Wirkungslosigkeit erfolgreich unter Beweis gestellt haben [13], was jedoch keinen der Beteiligten der Missbrauchsdebatte bis heute st&#246;rte, geschweige denn das Eingest&#228;ndnis der Initiatoren dieser &gt;Reformen&lt; hervorrief, arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitisch vollst&#228;ndig inkompetent zu sein [14]. Insoweit gab es auch keine reum&#252;tigen R&#252;ckzugsgefechte angesichts des gr&#246;&#223;ten sozialpolitischen Flops (H. Gei&#223;ler) in der Geschichte der Bundesrepublik, geschweige denn R&#252;cktritte von politischen &#196;mtern oder von beratenden Wissenschaftlern. Die so oft von der neoliberalen Machtelite geforderte Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und permanente Bildungsbereitschaft wendet diese also nicht auf sich selbst an: In den h&#246;heren bzw. besseren Kreisen der Gesellschaft gelten die von ihnen selbst stets angepriesenen ehernen Markterfordernisse nur f&#252;r Arme, Arbeitslose und Besch&#228;ftigte, nicht aber f&#252;r sich selbst [15]. Denn neoliberale Wissenschaftler, Politikakteure, Unternehmensberater und Journalisten sind nicht nur davon &#252;berzeugt, dass sie kluge K&#246;pfe sind und aus diesem Grund ihren missionarisch aufgebl&#228;hten politischen F&#252;hrungsanspruch auch gegen den Willen der Bev&#246;lkerung im Sinne einer h&#246;heren Vorsehung durchsetzen m&#252;ssen, sondern sie wissen deswegen vor allem eines, dass nicht ihre entwickelte und propagierte Therapie versagt hat, sondern nur die verordnete Dosis noch zu gering angesetzt war, um Erfolge zu erzielen. Soweit muss die neoliberale Dosis weiter erh&#246;ht werden[16], indem insbesondere die sozialen Leistungen weiter abgesenkt, b&#252;rgerliche Grundrechte noch st&#228;rker beschnitten bzw. abgeschafft und die Sanktionen gegen vermeintlich Arbeitsunwillige versch&#228;rft werden [17].    Readers Edition    Ist zwar lang, aber lesenswert. [&#8230;]
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>by: Kundgebung und Mahnwache des Aktionsbündnisses - Mein Name ist Mensch &#171; DirkGrund - über Suboptimales</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-242808</link>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 17:45:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-242808</guid>
					<description>[...] Nennen wir sie also beim Namen … die „Bertelsmann-Stiftung“, die „gemeine und zu nichts nutze“, die zusammen mit ( und im Auftrag ) der Familie Mohn nicht nur den Medienkonzern, sondern auch die ausgelagerten „Dienstleistungs-unternehmen“ des Konzerns kontrolliert … die INSM ( Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ) … diverse „Wirtschaftsforschungsinstitute“, deren eingekaufte K&#246;pfe in zahllosen „neoliberalen Denkfabriken“ involviert sind … inl&#228;ndische und internationale Beraterfirmen, die ihren Teil zur restlosen „Privatisierung“ von Staat und Gesellschaft beitragen … usw. usf. ( von den unsichtbar bleibenden „Strippenziehern“ fangen wir gar nicht erst an ! ) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Nennen wir sie also beim Namen … die „Bertelsmann-Stiftung“, die „gemeine und zu nichts nutze“, die zusammen mit ( und im Auftrag ) der Familie Mohn nicht nur den Medienkonzern, sondern auch die ausgelagerten „Dienstleistungs-unternehmen“ des Konzerns kontrolliert … die INSM ( Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ) … diverse „Wirtschaftsforschungsinstitute“, deren eingekaufte K&#246;pfe in zahllosen „neoliberalen Denkfabriken“ involviert sind … inl&#228;ndische und internationale Beraterfirmen, die ihren Teil zur restlosen „Privatisierung“ von Staat und Gesellschaft beitragen … usw. usf. ( von den unsichtbar bleibenden „Strippenziehern“ fangen wir gar nicht erst an ! ) [&#8230;]
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Margareth Gorges</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231845</link>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 10:57:00 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231845</guid>
					<description>Sehr geehrter Herr Germain,
es ist kein frommer Wunsch -  NUR ------ &amp;#62; 
 
Im Englischen gibt es die Wendung &quot;persons of no consequences&quot;. Damit sind Leute gemeint, auf die es nicht ankommt. Genauer gesagt: Leute, auf die es als Einzelne nicht ankommt. In der Mehrzahl sind sie so wichtig (als Konsumenten, als Publikum, als W&#228;hler) wie in der Einzahl unwichtig, weil es jedem Einzelnen von ihnen an Geld, Macht und Wissen fehlt. Sie geh&#246;ren zur Unterschicht. 

Leute, auf die es nicht ankommt ...........

Und die soziale Auslese die bei uns schon im Kindergarten beginnt, setzt dieses fort.   Der Abbau des Artikel  20 GG durch  die Lobby der Wirtschaft  mit den ausf&#252;hrenden Regierungsparteien, zeigt sich in dramatischer Weise an dem Demokratieverlust in unser Gesellschaft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Germain,<br />
es ist kein frommer Wunsch -  NUR &#8212;&#8212; &gt; </p>
<p>Im Englischen gibt es die Wendung &#8220;persons of no consequences&#8221;. Damit sind Leute gemeint, auf die es nicht ankommt. Genauer gesagt: Leute, auf die es als Einzelne nicht ankommt. In der Mehrzahl sind sie so wichtig (als Konsumenten, als Publikum, als W&#228;hler) wie in der Einzahl unwichtig, weil es jedem Einzelnen von ihnen an Geld, Macht und Wissen fehlt. Sie geh&#246;ren zur Unterschicht. </p>
<p>Leute, auf die es nicht ankommt &#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<p>Und die soziale Auslese die bei uns schon im Kindergarten beginnt, setzt dieses fort.   Der Abbau des Artikel  20 GG durch  die Lobby der Wirtschaft  mit den ausf&#252;hrenden Regierungsparteien, zeigt sich in dramatischer Weise an dem Demokratieverlust in unser Gesellschaft.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Julien Germain</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231584</link>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 23:41:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231584</guid>
					<description>Verehrte Frau Gorges!

Ein Artikel hervorragender Inhalte, wie ich finde, die nicht nur zum Nachdenken, sondern vor allem zum Handeln anregen sollten. Ich hoffe sehr, dass aufgrund dieser Gegebenheiten niemand mehr seine Arbeitskraft f&#252;r unmoralisch-kapitalistische Strukturen zur Verf&#252;gung stellen wird. Nat&#252;rlich aber wei&#223; ich auch, dass dies wohl zun&#228;chst ein frommer Wunsch bleiben wird...

Mit kollegialem Gru&#223; 
Julien Germain</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verehrte Frau Gorges!</p>
<p>Ein Artikel hervorragender Inhalte, wie ich finde, die nicht nur zum Nachdenken, sondern vor allem zum Handeln anregen sollten. Ich hoffe sehr, dass aufgrund dieser Gegebenheiten niemand mehr seine Arbeitskraft f&#252;r unmoralisch-kapitalistische Strukturen zur Verf&#252;gung stellen wird. Nat&#252;rlich aber wei&#223; ich auch, dass dies wohl zun&#228;chst ein frommer Wunsch bleiben wird&#8230;</p>
<p>Mit kollegialem Gru&#223;<br />
Julien Germain
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Margareth Gorges</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231245</link>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:02:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231245</guid>
					<description>&lt;b&gt;   Herzliche Dank f&#252;r diesen herausragenden Kommentar Herr Brach &lt;/b&gt;   

Ich m&#246;chte auch diesen Beitrag noch dazustellen, mit einem Kommentar aus den NachDenkSeiten dazu:
         
 &lt;b&gt;   Der schwarze Winkel&lt;/b&gt;   
Vor siebzig Jahren initiierte das Nazi-Regime die Aktion »Arbeitsscheu Reich«. Der 21. April 1938 leitete den H&#246;hepunkt der Verfolgung von »Asozialen« ein
Quelle: Junge Welt 
http://www.jungewelt.de/2008/04-21/049.php?print=1 

&lt;b&gt;   Anmerkung Orlando Pascheit:         &lt;/b&gt;   

Aus gegebenem Anlass habe ich dazu schon einmal geschrieben und m&#246;cht dies noch einmal wiederholen:
Wir w&#228;hnen uns immer so weit entfernt von jenen Zeiten und propagieren bei jeder Gelegenheit die Unwiederholbarkeit der NS-Schandtaten. Aber Geschichte wiederholt sich nicht in seiner &#228;u&#223;eren Form. Aber wie beginnt heutzutage Ausgrenzung? Heute haben wir die Aktion “F&#246;rdern und Fordern”, da schwingt dann schon mit, dass derjenige, der sich nicht fordern l&#228;sst, auch keine F&#246;rderung verdient. Gewiss wird heute nicht vom “Gemeinschaftsfremden” gesprochen, auch nicht von “Volksgemeinschaft”, aber ist der Titel der uns&#228;glichen Brosch&#252;re des damaligen Wirtschaftsministers Clement “Vorrang f&#252;r die Anst&#228;ndigen - Gegen Missbrauch, „Abzocke“ und Selbstbedienung im Sozialstaat” so weit entfernt von solcher Gesinnung?

So werden dann aus Opfern einer verfehlten Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik arbeitsscheue Asoziale gemacht. Wobei schon rein rechnerisch bei 3,5 Mio. Arbeitlosen und 1,5 Mio. offenen Stellen (sehr optimistische Zahlen) etliche beim F&#246;rdern und Fordern rausfallen. Diese &#252;briggebliebenen 2 Mio. k&#246;nnten laut Welt&#246;konomen der Bildzeitung durch eine weitere Absenkung der Sozialhilfe und durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors in Lohn und Brot kommen. Man muss also nur Druck auf diese Abzocker machen. Die obsz&#246;ne Agitation der Bildzeitung unter Mitwirkung bekannter Wissenschaftler gegen Hartz-IV-Empf&#228;nger als arbeitsscheue Schmarotzer kommt der Selektion des Menschen in seinem Wert oder Unwert f&#252;r den “Volksk&#246;rper” sehr nahe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>   Herzliche Dank f&#252;r diesen herausragenden Kommentar Herr Brach </b>   </p>
<p>Ich m&#246;chte auch diesen Beitrag noch dazustellen, mit einem Kommentar aus den NachDenkSeiten dazu:</p>
<p> <b>   Der schwarze Winkel</b><br />
Vor siebzig Jahren initiierte das Nazi-Regime die Aktion »Arbeitsscheu Reich«. Der 21. April 1938 leitete den H&#246;hepunkt der Verfolgung von »Asozialen« ein<br />
Quelle: Junge Welt<br />
<a href='http://www.jungewelt.de/2008/04-21/049.php?print=1'>http://www.jungewelt.de/2008/04-21/049.php?print=1</a> </p>
<p><b>   Anmerkung Orlando Pascheit:         </b>   </p>
<p>Aus gegebenem Anlass habe ich dazu schon einmal geschrieben und m&#246;cht dies noch einmal wiederholen:<br />
Wir w&#228;hnen uns immer so weit entfernt von jenen Zeiten und propagieren bei jeder Gelegenheit die Unwiederholbarkeit der NS-Schandtaten. Aber Geschichte wiederholt sich nicht in seiner &#228;u&#223;eren Form. Aber wie beginnt heutzutage Ausgrenzung? Heute haben wir die Aktion “F&#246;rdern und Fordern”, da schwingt dann schon mit, dass derjenige, der sich nicht fordern l&#228;sst, auch keine F&#246;rderung verdient. Gewiss wird heute nicht vom “Gemeinschaftsfremden” gesprochen, auch nicht von “Volksgemeinschaft”, aber ist der Titel der uns&#228;glichen Brosch&#252;re des damaligen Wirtschaftsministers Clement “Vorrang f&#252;r die Anst&#228;ndigen - Gegen Missbrauch, „Abzocke“ und Selbstbedienung im Sozialstaat” so weit entfernt von solcher Gesinnung?</p>
<p>So werden dann aus Opfern einer verfehlten Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik arbeitsscheue Asoziale gemacht. Wobei schon rein rechnerisch bei 3,5 Mio. Arbeitlosen und 1,5 Mio. offenen Stellen (sehr optimistische Zahlen) etliche beim F&#246;rdern und Fordern rausfallen. Diese &#252;briggebliebenen 2 Mio. k&#246;nnten laut Welt&#246;konomen der Bildzeitung durch eine weitere Absenkung der Sozialhilfe und durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors in Lohn und Brot kommen. Man muss also nur Druck auf diese Abzocker machen. Die obsz&#246;ne Agitation der Bildzeitung unter Mitwirkung bekannter Wissenschaftler gegen Hartz-IV-Empf&#228;nger als arbeitsscheue Schmarotzer kommt der Selektion des Menschen in seinem Wert oder Unwert f&#252;r den “Volksk&#246;rper” sehr nahe.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: Dietmar Brach</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231187</link>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 10:03:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2008/07/05/ideologische-und-herrschaftliche-hintergruende-der-ein-euro-jobs/#comment-231187</guid>
					<description>Sehr anspruchsvoller Beitrag. Im Prinzip haben wir in Deutschland wieder eine Mauer. Zwar keine aus Stahl und Beton, aber fast ebenso un&#252;berwindbar. Sie nennt sich Hartz IV und trennt einen Teil unseres Volkes von unserer Gesellschaft und unserem Rechtsstaat ab. Diese neue Mauer  wird mit den gleichen Argumenten begr&#252;ndet, wie die alte. Sie sei notwendig um den sozialen Charakter des Landes aufrecht zu erhalten und diene dem Wohl der B&#252;rger.
Hinter der neuen Mauer sind, wie damals in der DDR, Marktgesetze ebenso aufgehoben wie B&#252;rgerrechte.  Die Menschen hinter der neuen Mauer werden von Beh&#246;rden und deren Spitzeln ebenso ausspioniert, wie dies den Menschen in der DDR widerfahren ist. In der neuen DDR gelten die gleichen sinnlosen  Durchhalteparolen wie in der alten.  „Sozial ist was Arbeit schafft“  heute, „Wir arbeiten f&#252;r den Frieden“ damals.  
Wer sich gegen dieses System der Unterdr&#252;ckung damals wehrte, wurde in den Knast gesteckt. Wer es heute tut, bekommt die Grundlage zum Leben, das Existenzminimum entzogen. In der DDR musste &#252;ber den Knast zumindest noch ein Richter entscheiden, im Hartz- Land ist dies bei dem Entzug der Existenzgrundlage nicht mehr notwendig.
In dem neuen Hartz -Staat gilt nicht mehr das Gesetz der Bundesrepublik Deutschland.  Unterhaltsanspr&#252;che werden nicht entsprechend des Unterhaltsgesetzes berechnet, zusammenlebende  Menschen werden durch eine Zwangsheirat durch die Argen zu einer ehe&#228;hnlichen Gemeinschaft. Das Recht auf Bildung und freie Berufswahl gibt es in diesem Staat nicht. Die B&#252;rger des Hartz-Staates haben nicht das Recht an einer Universit&#228;t zu studieren. 
Da man sich im Hartz-Land entschlossen hat auf eine Mauer aus Stahl und Beton zu verzichten  hat man dort eine st&#228;ndige Anwesenheitspflicht eingef&#252;hrt. Wer sich ohne Genehmigung der Beh&#246;rden von seinem Wohnort entfernt, macht sich strafbar. Essensentzug und Obdachlosigkeit sind die Folgen. 
Damit die Zust&#228;nde im Hartz-Land nicht allzu publik werden, versucht man eine m&#246;glichst geringe Fluktuation in diesem Staat zu erzielen. Das einzige m&#246;gliche offizielle Ausreisevisum, n&#228;mlich eine normal bezahlte Arbeitsstelle wird den Bewohnern dieses Staates  verweigert. Die wenigen vorhandenen Arbeitsstellen werden lieber genutzt um die Einreise in den Hartz-Staat zu verhindern.  Im Hartz Staat selbst hat man einen eigenen sog. Zweiten Arbeitsmarkt geschaffen der mit 1 Euro Jobs oder unbezahlter Arbeit  eine Ausreise der Hartz-B&#252;rger in den Rechtsstaat BRD unm&#246;glich machen soll. Die Bundesrepublik und Ihre Wirtschaft profitiert enorm von diesem Hartz-Staat. Da jedem B&#252;rger der BRD die Ausweisung in den Hartz-Staat droht, wenn er nicht bereit ist, trotz st&#228;ndig steigender Arbeitszeit bei einem minimalen Lohn zus&#228;tzlich unbezahlte &#220;berstunden zu leisten. S&#228;mtlicher Wegfall  von in jahrelanger M&#252;he erk&#228;mpften Arbeitsrechten hat er ebenso zu akzeptieren, wie Befristungen von Arbeitsvertr&#228;gen.  
Es wird Zeit, dass die B&#252;rger des Hartz-Staates auf die Stra&#223;e gehen wie einst die B&#252;rger der DDR. Die hatten damals Unterst&#252;tzung bei den Kirchen gefunden, Hartz-B&#252;rger k&#246;nnen nicht darauf hoffen, da die Kirchen ihre Ausgaben  durch die im Hartz-Staat &#252;bliche Zwangsarbeit drastisch reduzieren konnten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr anspruchsvoller Beitrag. Im Prinzip haben wir in Deutschland wieder eine Mauer. Zwar keine aus Stahl und Beton, aber fast ebenso un&#252;berwindbar. Sie nennt sich Hartz IV und trennt einen Teil unseres Volkes von unserer Gesellschaft und unserem Rechtsstaat ab. Diese neue Mauer  wird mit den gleichen Argumenten begr&#252;ndet, wie die alte. Sie sei notwendig um den sozialen Charakter des Landes aufrecht zu erhalten und diene dem Wohl der B&#252;rger.<br />
Hinter der neuen Mauer sind, wie damals in der DDR, Marktgesetze ebenso aufgehoben wie B&#252;rgerrechte.  Die Menschen hinter der neuen Mauer werden von Beh&#246;rden und deren Spitzeln ebenso ausspioniert, wie dies den Menschen in der DDR widerfahren ist. In der neuen DDR gelten die gleichen sinnlosen  Durchhalteparolen wie in der alten.  „Sozial ist was Arbeit schafft“  heute, „Wir arbeiten f&#252;r den Frieden“ damals.<br />
Wer sich gegen dieses System der Unterdr&#252;ckung damals wehrte, wurde in den Knast gesteckt. Wer es heute tut, bekommt die Grundlage zum Leben, das Existenzminimum entzogen. In der DDR musste &#252;ber den Knast zumindest noch ein Richter entscheiden, im Hartz- Land ist dies bei dem Entzug der Existenzgrundlage nicht mehr notwendig.<br />
In dem neuen Hartz -Staat gilt nicht mehr das Gesetz der Bundesrepublik Deutschland.  Unterhaltsanspr&#252;che werden nicht entsprechend des Unterhaltsgesetzes berechnet, zusammenlebende  Menschen werden durch eine Zwangsheirat durch die Argen zu einer ehe&#228;hnlichen Gemeinschaft. Das Recht auf Bildung und freie Berufswahl gibt es in diesem Staat nicht. Die B&#252;rger des Hartz-Staates haben nicht das Recht an einer Universit&#228;t zu studieren.<br />
Da man sich im Hartz-Land entschlossen hat auf eine Mauer aus Stahl und Beton zu verzichten  hat man dort eine st&#228;ndige Anwesenheitspflicht eingef&#252;hrt. Wer sich ohne Genehmigung der Beh&#246;rden von seinem Wohnort entfernt, macht sich strafbar. Essensentzug und Obdachlosigkeit sind die Folgen.<br />
Damit die Zust&#228;nde im Hartz-Land nicht allzu publik werden, versucht man eine m&#246;glichst geringe Fluktuation in diesem Staat zu erzielen. Das einzige m&#246;gliche offizielle Ausreisevisum, n&#228;mlich eine normal bezahlte Arbeitsstelle wird den Bewohnern dieses Staates  verweigert. Die wenigen vorhandenen Arbeitsstellen werden lieber genutzt um die Einreise in den Hartz-Staat zu verhindern.  Im Hartz Staat selbst hat man einen eigenen sog. Zweiten Arbeitsmarkt geschaffen der mit 1 Euro Jobs oder unbezahlter Arbeit  eine Ausreise der Hartz-B&#252;rger in den Rechtsstaat BRD unm&#246;glich machen soll. Die Bundesrepublik und Ihre Wirtschaft profitiert enorm von diesem Hartz-Staat. Da jedem B&#252;rger der BRD die Ausweisung in den Hartz-Staat droht, wenn er nicht bereit ist, trotz st&#228;ndig steigender Arbeitszeit bei einem minimalen Lohn zus&#228;tzlich unbezahlte &#220;berstunden zu leisten. S&#228;mtlicher Wegfall  von in jahrelanger M&#252;he erk&#228;mpften Arbeitsrechten hat er ebenso zu akzeptieren, wie Befristungen von Arbeitsvertr&#228;gen.<br />
Es wird Zeit, dass die B&#252;rger des Hartz-Staates auf die Stra&#223;e gehen wie einst die B&#252;rger der DDR. Die hatten damals Unterst&#252;tzung bei den Kirchen gefunden, Hartz-B&#252;rger k&#246;nnen nicht darauf hoffen, da die Kirchen ihre Ausgaben  durch die im Hartz-Staat &#252;bliche Zwangsarbeit drastisch reduzieren konnten.
</p>
]]></content:encoded>
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