An zwei sehr erfolgreichen und lesenswerten Büchern lässt sich festmachen, dass alte Erkenntnisse sich endgültig bestätigen und neue Dinge in Gang gekommen sind, die für die künftige Behandlung vieler gesundheitlicher Probleme unerlässlich sind.
Das erste Buch ist der auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste gestandene Titel “Die Krankheitserfinder. Wie wir zu Patienten gemacht werden.“, Fischer 2005 und 2008, des unerschrockenen Biologen, Biochemikers und Journalisten Jörg Blech, seit 1994 Medizin- und Wissenschaftsredakteur, zunächst beim “Stern”, dann bei der ZEIT und seit 1999 im Dienst des “Spiegel”. Auf 250 Seiten weist er akribisch nach, wie die Pharmaindustrie mit Hilfe lieferbereiter Experten immer mehr neue Krankheiten in die Arztpraxen und die Listen der Krankenkassen bringt, die dann die für die Linderung der Symptome angebotenen Medikamente bezahlen müssen. Zu diesen Krankheiten zählt Blech die immer häufiger diagnostizierten Leiden wie Depressionen, Aufmerksamkeitsdefizit (ADS), Hyperaktivität (ADHS), prämenstruelles Syndrom (PMS), aber auch den Bluthochdruck.
Aufmüpfige Kinder werden krank geredet.
Ganz in diesem Sinne äußert sich auch der bekannte australische Mediziner Dr. Bob Jacobs im Nexus-Magazin Ausgabe 4/2008 über die ausufernde Brandmarkung australischer Kinder als zwangsgestört, die dann unter Psychopharmaka wie Ritalin und Deaxmphetamin (Wirkstoff Methyphenidat) gesetzt werden. Ein wenig zu kurz kommt bei Blech, dass es auch bei den “erfundenen” Krankheiten um schwere nachteilige Wirkungen geht, die ernst zu nehmen sind. Die Lösung liegt aber nicht darin, Krankheiten für die gerade gefundenen Wirkstoffe zurecht zu biegen. Gerade darum sind ja die Irrwege, in die die Industrie das gesamte Gesundheitswesen schickt, so bedauerlich.
Der Sieg über den Autismus allein durch die richtige Ernährung
Das zweite Buch, das wichtigste Buch der letzten Jahre, stammt von einer russisch-britischen Autorin, Dr. Natasha Campbell-McBride, das leider noch nicht ins Deutsche übersetzt ist: “Gut and Psychology Syndrome. Natural treatment for Autism, Syslexia, Depression, Dyspraxia, A.D.D., A.D.H.D., Schizophrenia“, Halstan, 1. Aufl. 2005/8. (!) Aufl. 2008.
Campbell-McBride gründete 1998 mit ihrem Mann Peter in Cambridge eine Klinik für autistische Kinder und heilt seither mit naturbelassener Nahrung alle in ihrem Buchtitel genannten Krankheiten, aber auch Zwangsstörungen aller Art mit großem Erfolg (lt. Blech “erfundene” Krankheiten). Sie ist heute weltweit die führende Expertin auf diesem Gebiet. Dass sie überhaupt solche Krankheiten heilt, ist eine Sensation.
Skorbut (Vitamin C), Beri-Beri (Vitamin B1), Pellagra (Vitamin B3) und die Perniziöse Anämie (Vitamin B12) sind keine Krankheiten im üblichen Verständnis, sondern nur Schäden infolge des Mangels der genannten Vitamine. Würde man die Zusammenhänge zwischen diesen Problemen und der schlichten Verfügung über die richtigen Nahrungsmittel nicht kennen, gäbe es gewiss reihenweise patentierte Arzneimittel, die bei den schweren Symptomen Verbesserungen brächten, wenn sie schon nicht wirklich helfen könnten.
Interessant ist folgende Zahl: während in England mehr als 200 Jahre lang nach Heilmitteln gegen die Krankheit Skorbut gesucht wurde, starben allein eine Million englische Seeleute daran. Interessant ist auch, dass dann wenn ein Hersteller oder Verkäufer von frischem Obst und Gemüse solche Zusammenhänge jetzt erst entdeckte, er in der Öffentlichkeit nicht darüber reden dürfte, bevor nicht die vordersten Vertreter der Wissenschaft sein Wissen abgesegnet hätten. Und das bei Lebensmitteln die keine Nebenwirkungen kennen und solche unechten Krankheiten einfach abstellen!
40.000 gelistete Krankheiten sind einfach zuviel!
Für Therapeuten wie Dr. Campbell-McBride gilt dieser gesetzliche Maulkorb nicht. Wenn sie, was anzunehmen ist, bald dahinter kommt, was es in der natürlichen Nahrung ist, das “ihren” autistischen Kindern zu einem ganz normalen Leben verhilft, gibt es niemanden, der ihr verbieten kann, das öffentlich zu erklären. Nach meiner Einschätzung wird es der zerebrale Botenstoff und Neurohormon Serotonin sein.
Die Pharmaindustrie und die mit ihr verbündete Wissenschaft haben inzwischen an die 40.000 angeblich voneinander differrenzierbare menschliche Krankheiten aufgelistet. Wenn gesichert ist, dass viele von ihnen keine eigentlichen Krankheiten sind, sondern individuell unterschiedliche Folgen derselben Fehlernährung, kann man das übel beseitigen und sie endlich von der Liste streichen.
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Vollste Zustimmung!!!
Eine weitere Inflationäre Krankheit: Das Burn-Out-Syndrom!
Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies rein ein Konstrukt der Pharmaindustrie ist. Sicherlich zu einem großen Teil. Hinzu kommt aber auch, dass wir heute die Zeit und das Geld haben uns um solche Themen zu sorgen.
Gruß
Rainhelt