Das Böse lauert immer und überall, wusste seinerzeit schon das Wiener Gesangskommando EAV – die investigativ ermittelnde “Tagesschau” hat jetzt herausgefunden, dass der Newsdienst “Google News” nicht nur die amtlichen Staatsnachrichten aus Hamburg und die antiimperialistischen Texte der Jungen Welt ins Internet überträgt, sondern darüber hinaus auch Meldungen aus dem Bereich “braune Propaganda”.
Die Rechtsextremisten, allesamt in kniehohen Unterwanderstiefeln, setzten dabei vor allem auf bürgernahe Themen: “Hohe Energiepreise, Nachteile für den Mittelstand durch die EU, das Rauchverbot in Eckkneipen“ – also etwa das Themenspektrum, das die Tagesschau aus Regierungssicht jeden Tag abhandelt, unterlegt mit kritischen Bildern von Sigmar Gabriel, Walter Steinmeier, Angela Merkel und jeweils wechselnden schweren Limousinen, die irgendwo vor- oder gerade wieder fortfahren.
Das geht natürlich so nicht…
Findet auch der Medienwissenschaftler Alexander Görke, der dem Fachausschuss des Bundestages inzwischen erklärt hat, warum. Google News wähle Nachrichten nicht redaktionell aus, sondern klaube sie “auf der Basis von Suchalgorithmen – gleichsam parasitär – zusammen.” Damit wildere der Dienst der Suchmaschine auf dem “Terrain des Journalismus, ohne an dessen Kompetenz heranzureichen”.
Görke, Fachmann bis ins Rückenmark, ärgert sich ziemlich darüber, dass Google News sehr viel mehr Besucher hat als etwa Tagesschau.de. Wehalb er den Parlamentariern einfach mal ins Unreine vorsprach: “Den Nutzen, den eine politisch interessierte Öffentlichkeit von einem derartigen Angebot haben kann, sehe ich nicht.”
Quelle: politplatschquatsch.com
Werter Herr Finn,
so wie eine Marktwirtschaft des sozialen Rahmens bedarf, um ihre volle Wirksamkeit zum Nutzen der Bürger entfalten zu können, so bedarf auch eine Nachrichtenvermittlung der sozialen Dimension, um den Empfänger positiv anzusprechen, statt ihn zu irritieren oder schlimmstenfalls zu deprimieren.
Kann es denn schöneres geben, als vom Staat gefordert und gefördert zu werden?
Eckard