Es war nicht alles schlecht

Rolf Henrich, ein längst vergessener Dichter, widmete seinem Heimatland DDR einst den schönen Band “Der vormundschaftliche Staat“, Wolf Biermann, wie Henrich ein unruhevoller Geist, nannte die “Entmündigung das Schlimmste” an der Arbeiter- und Bauernrepublik. Jedoch, es war nicht alles schlecht, damals, als Henrich und Biermann noch im Widerstand waren. Denn

erichk.jpgRolf Henrich, ein längst vergessener Dichter, widmete seinem Heimatland DDR einst den schönen Band “Der vormundschaftliche Staat“, Wolf Biermann, wie Henrich ein unruhevoller Geist, nannte die “Entmündigung das Schlimmste” an der Arbeiter- und Bauernrepublik.

Jedoch, es war nicht alles schlecht, damals, als Henrich und Biermann noch im Widerstand waren.

Denn ein grober Vergleich der Honecker-Diktatur (im Bild: der große Vorsitzende Erich Honecker) mit der Merkel-Republik zeigt, das Marxens “Reich der Freiheit” im Alltag der Arbeiter- und Bauernrepublik schon verblüffend weitgehend verwirklicht war – und 18 Jahre Freiheit eigentlich gereicht haben, die Volksmassen in einem Maß zu entmündigen und zu bevormunden, wie es selbst Henrich und Biermann nur noch stillschweigend zu ertragen vermögen.

1) Rauchen: In der DDR überall möglich und erwünscht, Sitzungsräume, Züge und Fabrikhallen qualmten vor revolutionärem Rauch. Heute verboten in öffentlichen Gebäuden, Kneipen, Kinos, Büros.

2) Alkohol: In der DDR Lebensmittel, nicht wegzudenken selbst vom Arbeitsplatz, der ein Kampfplatz für den Frieden war. Keine Party ohne Koma, selbst Kaffeelikör und “Timms Saurer” wurden von Jung und Alt bis zur letzten Neige getrunken, auf öffentlichen Plätzen ebenso wie in geschlossen Veranstaltungen. Heute verboten in Büros, Innenstädten, für Jugendliche.

3) Killerspiele: In der DDR als Kartenspiel “Leben & Tod” Kulturprogramm aller Ferienlager. Heute verboten: In Kinderzimmern, auf Computern, für Minderjährige.

4) Spielzeugpistolen: In der DDR Geburtstagsgeschenk für jeden Möchtergern-Cowboy, der das vierte Lebensjahr erreicht hatte. Heute verboten: Wenn “täuschend echt”, also pistolenförmig, in Flugzeugen und Stadien.

5) Taschenmesser: In der DDR Teil der Grundausstattung jedes Mannes. Wurde zum Reparieren des “Trabant” gebraucht, aber auch beim Bündeln von Altpapier. Heute verboten: Wenn Klinge länger als sieben Zentimeter, wenn Butterfly-Modell, in Flugzeugen und auf offener Straße.

6) Glühbirne: In der DDR Grundlage der Wohnungsbeleuchtung mit dem nützlichen Nebeneffekt, dass nicht zur Beleuchtung genutzte Energie die ofenbeheizte Wohnnugn warmhalten half. Heute verboten: Wegen Klimarettung und Rettung von Arbeitsplätzen bei Energiesparleuchtenherstellern.

7) Handy im Auto: In der DDR grundsätzlich erlaubt, da nicht geregelt.
8) Fahrverbote: In der DDR durfte jeder ohne Feinstaubplakette nach Berlin, selbst für Trabis gab es keine Fahrverbote.

9) Sperrung von Internetseiten: In der DDR nicht üblich. Selbst der immer mißtrauischen Stasi-Führung unter Erich Mielke war Zensur im Internet eine unvorstellbare Vorstellung.

Quelle: politplatschquatsch.com

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  1. Bloß verlassen durfte man dieses freie Leben halt nicht ;-)

    Wie es Phil Ochs mal besungen hat:

    “Under lock and key making damn sure they’re free!”