Die Scorpions haben immer Recht

Barack “change” Obama steht wie kein anderer für das neue, andere Amerika jenseits verkrusteter Politikstrukturen. Er ist nicht nur schwarz und smart, sondern auch ein Mann für den dringend benötigten frischen Wind, ein Windmacher sozusagen. Weil er das ist, hat sich die Wandel-Anleihe unter den amrikanischen Politikern Joseph Biden als

palinc.jpgBarack “change” Obama steht wie kein anderer für das neue, andere Amerika jenseits verkrusteter Politikstrukturen. Er ist nicht nur schwarz und smart, sondern auch ein Mann für den dringend benötigten frischen Wind, ein Windmacher sozusagen. Weil er das ist, hat sich die Wandel-Anleihe unter den amrikanischen Politikern Joseph Biden als designierten Vize-Präsidenten auserkoren. Der 65-Jährige arbeitet schon mehr als die Hälfte seines Lebens als Senator in Washington. Kein zweiter dürfte als Strukturenaufbrecher besser als er geeignet sein – sind sie doch ein Teil seines Hier- und Daseins. Seit 1973 sitzt Biden für Delaware im Senat, er weiß also ganz genau, wen es jetzt in den Hintern zu treten gilt.

Eine Frau und Ex-Schönheitskönigin mit fünf Kindern…

John “Vietnam-Veteran” McCain hingegen repräsentiert das gestrige Amerika zwischen Herrschsucht, Größenwahn und hohem Benzinverbrauch. Dem entsprechend ist seine Wahl auf Sarah Palin als mögliche Vize-Präsidentin gefallen. Eine Frau und Ex-Schönheitskönigin mit fünf Kindern, deren Mann von Beruf Fischer ist und die bisher in Zusammenhängen wie “Weißes Haus” oder “große Politk” nicht vorkam – rückwärtsgewandter konnte die Entscheidung nicht ausfallen. Frau Palin kennt niemanden in Washington und niemand kennt sie: Der “wind of change” dürfte wegen mangelnder Kompetenz eher ein laues Lüftchen werden.

Quelle: politplatschquatsch.com

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  1. Der noch als relativ gemäßigt geltende McCain hat wohl bewusst eine Sarah Palin gewählt, um die ultra-rechte Klientel unter den Republikanern zur Wahlurne zu locken.

    Palin bedient diese Gruppe perfekt: sie gehört einer evangelikalen Sekte an, die sehr merkwürdige Ansichten zu wesentlichen Fragen vertritt, zum Beispiel glaubt sie an einen Plan des christlichen Gottes, der auch den Irak umfasst, direkt ausgedrückt: die Anwesenheit amerikanischer Truppen in diesem Land ist Teil des “Plans”.

    Ferner ist sie zu den Kreationisten zu rechnen, die die Evolutionstheorie zugunsten einer biblischen Schöpfungslehre ablehnen. Amerika auf dem Weg ins Mittelalter?

    Einerseits gegen Abtreibung, selbst bei Vergewaltigung und Inzest, andererseits eine Verfechterin der Todesstrafe, das ist die aparte Mischung konservativen Gedanken-”gutes”, wie sie bei Palin und vielen anderen amerikanischen Konservativen anzutreffen ist.

    Da McCain bereits 72 Jahre alt ist und an Krebs litt, besteht die übergroße Gefahr, dass diese Frau, die besser in einer geschlossenen Anstalt untergebracht wäre, einmal das mächtigste Amt der Welt innehaben könnte.

    Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, was in den Köpfen von amerikanischen Wählern vorgeht (oder auch vielleicht NICHT vorgeht), die durch ihre Stimmabgabe eine solche Gefahr herauf beschwören.