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Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps

Freitag, den 5. September 2008 um 21:44 Uhr von nicole oppelt
Auf zur Kirmes heißt es an diesem Wochenende in Bad Bodendorf.

Etwas spät, aber immerhin doch noch, kommen sie um die Ecke gesaust: die ausgesuchten Veranstaltungs-Tipps unserer hochgeschätzten Placeblogger. Bei aller Freude nun endlich lesen zu können, was das Party-Wochenende in diesen Tagen so zu bieten hat, wird jedoch eine Sache schmerzlich bewusst: die Freiluftsaison neigt sich unwiederruflich dem Ende entgegen. Hinweise auf Freiluftveranstaltungen an lauen Sommerabenden sind mehr als rar gesät. Open-Air weicht nun wieder Indoor, was die Qualität der feilgebotenen Empfehlungen allerdings in keinster Weise schmälern soll…

Also mitten hinein ins Getümmel – traditionell eingeläutet durch die Kollegen von fudder, die ja bekanntlich wissen: Wo rockt’s? Alle Partys und Konzerte fürs Wochenende.

Freiburg:

“Am kommenden Wochenende wird man man aus dem Konzerthaus energisches Getrommel hören: ‘Yamato - The Drummers of Japan’ sind zu Gast und führen ihre traditionelle Trommelkunst auf den Taikos vor, auf die choreografisch mit Witz und Tanz eingeschlagen wird”, lautet da sogleich ein weiterer Ratschlag aus Freiburg. Am kommenden Samstag um 20.00 Uhr sowie am Sonntag um 19.00 Uhr kann unter dem Titel “Shin-On – Der Herzschlag” den Kompositionen des Gründers Masa Ogawa gelauscht werden. Was darunter zu verstehen ist? Nun, die Damen und Herren von fudder bezeichnen es jedenfalls als mediativ fernöstliche Melodik mit eindringlichen Klangbildern, gewürzt mit einer Prise Pop. Ergo, ein ruhiger Kuschelabend im Konzerthaus sieht anders aus…

Bahlingen:

Alles andere als langweilig geht es sicherlich auch im Alten Spritzenhaus in Bahlingen zu. Noch bis 21. September sind dort nämlich Arbeiten des Offenburger Street-Art-Artisten Stefan Strumbel ausgestellt. “Strumbels Hauptmotiv ist Heimat”, wird uns hierzu ebenfalls auf fudder.de erklärt. In seinen Arbeiten verwurste er ungeniert alle möglichen Schwarzwälder Traditionen und Motive; weder Kuckucksuhren, Bollenhüte noch Hirschgeweihe seien dabei vor den Interpretationen des ehemaligen Sprayers sicher. Von der Hauswand also ab in die Galerie, keine schlechte Alternative…

München:

Leisere Töne schlägt dagegen die bayerische Landeshauptstadt an: “Eine Gitarre mit einem grossen, weichen Hall, ein vom Besen bestimmtes Schlagzeug und ein akustischer Bass”, so die nähere Spezifikation der Band Glorytellers, die sich darüber hinaus auch noch durch traurige, wahre und auch einfache Geschichten aus den US-amerikanischen Suburbs, auszeichnen, die sie in Text und Musik eindringlich, aber sicherlich nicht aufdringlich erzählen wollen. Los geht’s am kommenden Sonntag um 20.00 Uhr im Orangehouse. “Geoff Farina ist einer der grossen Musiker seiner Generation, unpaetentioes und trotzdem elegant, abstrakt und musikalisch brilliant ohne aufgesetzt zu wirken”, lautet die eindringliche Empfehlung zu dieser Veranstaltung, die damit etwaige Einwände sofort auszuschließen vermag.

Bleiben wir gleich im Zentrum der “Weißwurst-Republik”, schwenken jedoch um genau einen Tag zurück. Denn “Sehen Sie die Gesichter hinter den Geschichten der Süddeutschen Zeitung!”, erscheint dann doch eine recht spannende Aufforderung zu sein. Am kommenden Samstag um 19.00 Uhr steigt also die “Nacht der Autoren” im Literaturhaus am Salvatorplatz 1. Versprochen werden “spannende Erzählungen aus der Welt der SZ-Auslandskorrespondenten und (…) scharfsinnige Analysen der menschlichen Moral bei den Gewissensfragen”. Dabei darf durchaus auch geschmunzelt werden, wenn es etwa heißt “Na servus! Wie ich lernte, die Bayern zu lieben”, dargeboten von Sebastian Glubrecht, der über kuriose Abenteuer eines Zugereisten berichtet oder wenn Rainer Erlinger gemeinsam mit Tobias Haberl Streitfälle der Alltagsmoral erörtert. Alternativ dazu steigt die “Nacht der Autoren” ab 19.30 Uhr ebenfalls in der Muffathalle. Dort präsentiert sich die SZ live mit Multimedia-Lesungen, schweißtreibenden Sportberichten und einem Wissens-Quiz im Café. “In der Halle nähern sich Medizin und Wahnsinn an und man erfährt, was Frauen von Welt und echte Kerle ausmacht, bevor jetzt.de 100 lebenswichtige Hauptsätze erklärt und der Abend in einer Party mit Hans Nieswandt endet”, heißt es dazu weiter. Da fällt die Entscheidung nicht gerade leichter.

“Berlin dreht durch!” Die Haupstadt wird via Kamera unter die Lupe genommen.

Berlin:

Eine Veranstaltung im traditionellen Sinne ist folgender Vergnügungstipp ganz sicher nicht. Trotzdem verdient ein derart spannendes Projekt auch in unserer kleinen Rundschau selbstverständlich seinen Platz. Also aufgemerkt, denn: “Die Stadt dreht durch“! “In 24 Stunden wird Berlin an allen Ecken und Enden gefilmt”, heißt es im entsprechenden Hinweis der kiezreporter. Das Vorhaben des Teams startet am heutigen Freitag und wird in den nächsten Stunden Berliner dabei begleiten, ihre Stadt zu filmen und zu knipsen. Entstehen soll dabei ein ganzer Film, der in den nächsten Monaten aus den gesammelten Werken zusammengestellt wird. In diesem Sinne: Wer dabei sein möchte, fängt am besten gleich an zu drehen und lädt das Videos hier rauf.

Und noch mehr Highlights in der Haupstadt: die Pyronale 2008 steht in den Startlöchern. “Am kommenden Wochenende werden wieder sechs verschiedene Teams versuchen, die Zuschauer mit ihren Kompositionen am Berliner Abendhimmel zu verzaubern.” Und da sind sie doch wieder, die eingangs vermissten Sommerabende…

Bassen:

Nicht ganz so lichterloh, sondern eher traditionell geht es seit gestern und noch bis zum Sonntag auf dem Erntefest in Bassen zu. Zum schönsten und größten Fest seiner Art in der Umgebung von Bremen soll es sich laut szenenight.de gemausert haben. Kein Wunder, dass angesichts dieses Rufes auch in diesem Jahr der Vorjahresrekord von 62 Themenwagen beim Erntefest-Umzug gehalten werden soll. Am Samstag geht es nach diesem zweistündigen Spektakel sogleich mit einer Open-End-Party mit der Band Squeeze weiter. Wer im Anschluss seine Kräfte noch einmal mobilisieren kann, der findet sich am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr zum Gottesdienst ein oder aber startet ab 11.00 Uhr mit einem Frühschoppen mit “Dans op de Deel”. “Der Spuk hat dann um 16:30 Uhr mit dem offiziellen Zapfenstreich und dem Einholen der Erntefestfahne ein Ende. Erstmal, denn im nächsten Jahr geht es weiter…”

Edermünde-Holzhausen:

Bei uns geht es jedoch sofort weiter und zwar mit einer ordentlichen Dosis guter Musik. “Sechs Newcomer und einen Top-Act haben die Veranstalter des Eintages-Mini-Festivals Rock am Hahn auch in diesem Jahr am Start.” Da gibt es augenscheinlich gut was auf die Mütze, denn die Ohrbooten geben sich die Ehre, um den mehr als 500 erwarteten Zuschauern gnadenlos einzuheizen. Unterstützt werden sie dabei von Turbodiesel aus Wabern, Channel#4 aus Alsfeld, Barfuß aus Korbach und die Lick Quarters aus Halle. Ebenso dabei sind Kaiserkind und Trepidant Mind. Für schlappe acht Euro nicht die schlechteste Möglichkeit seinen Samstagabend zu gestalten.

Kühlungsborn:

Dem steht auch Kühlungsborn in nichts nach: Der Kabarettist Hans Scheibner wird sich ebenfalls am Samstagabend um 20.00 Uhr die Ehre in der hiesigen Kunsthalle geben. Im Gepäck hat er sein Programm “Direkt wie ausm Leben”. Da bleibt kein Auge trocken, verspricht Autor Thomas seinen Lesern. Wir sind gespannt…

Wallenhorst:

Jetzt schlägts 13!“, schlägt es uns ähnlich provokant aus Wallenhorst entgegen. Dort beginnt nämlich am kommenden Sonntag das 13. Bergfest am Piesberg. “Mit dabei ist auch in diesem Jahr wieder die Gemeinde Wallenhorst, die sich von 11 bis 18 Uhr gemeinsam mit anderen Vereinen und Gruppen bei der Aussichtsplattform Steinbruch präsentieren wird.” Daneben gibt es ein buntes Programm auf den verschiedenen Aussichtsplattformen. Von Chören, über Bands und Solisten ist alles dabei, was das Herz begehrt. Aber auch Aktive kommen auf ihre Kosten: Da gilt es ein historisches Würfel auszuprobieren oder sich an einem Gewinnspiel zu versuchen. Übrigens, pünktlich zum Fest wird auch das Arboretum, eine Sammlung von zum Teil exotischen Gehölzen, rund um den Mammutbaum fertig sein. Also, nichts wie hin.

Duisburg:

Weniger Gewusel, sondern eher sanfte Klängen dringen dagegen aus Duisburg zu uns. Anlässlich des 1125. Geburtstages werden nämlich die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung des niederländischen Gastdirigenten Antony Hermus am 7. September um 20.00 Uhr ein Konzert am Burgplatz vor dem Rathaus geben. “Auf dem Programm stehen die ‘Champagnerpolka’ und der ‘Kaiserwalzer’ von Johann Strauß sowie die Ouvertüre aus den ‘Meistersingern’ von Richard Wagner. Als Solist tritt der 31jährige Sergej Nakariakov, der aufgrund seiner atemberaubenden Technik wahlweise als ‘Paganini’ oder ‘Caruso’ der Trompete gefeiert wird, auf. Der zweite Solist, Geert Chartrou, mehrfacher Weltmeister im Kunstpfeifen kommt ohne Instrument aus und wird das ‘Concerto c-Moll’ von Antonio Vivaldi und die Arie der ‘Königin der Nacht’ aus Mozarts ‘Zauberflöte’ pfeifen.”

Bonn:

Turbulenter geht es da schon in der Bonner Rheinaue zu. Dort präsentieren sich am kommenden Samstag ab 13.00 Uhr “mehr oder weniger exotische Länder”. “Rund 100 Teilnehmer unter anderem aus Sri Lanka, Gabun, Kenia, Kirgisien, den Phillippinen, Polen und Usbekistan bieten Programm und Kulinarisches auf der Großen Blumenwiese an.” Neben landestypischen Speisen wie Curries oder Pisco sour gibt es dort auch entsprechendes Kunsthandwerk wie zum Beispiel Stoffe aus Afrika oder Handpuppen aus Peru zu sehen. Informationspakete der einzelnen Nationen ergänzen das vielfältige Angebot, das auch die Kleinen Besucher bedacht hat. Es gibt einen Kletterfelsen sowie zahlreiche Spiel-, Mal- und Bastelangebote – alles untermalt von einem durchgehenden Bühnenprogramm von Samba bis Bauchtanz.

Bad Bodendorf:

Schon eine ganze Weile haben wir nichts mehr aus einer unserer Lieblingsgemeinden gehört. Nun aber melden sie sich fulminant zurück: Kirmes 2008: “Die Junggesellen wagen viel”, lautet das einschlägige Motto, das von diesem Freitag bis zum kommenden Dienstag durch die Gemeinde tönt. Ausgerichtet wird der Spaß nun schon zum dritten Mal vom Junggesellenverein st. Josef von 1820, der dabei die traditionellen Bestandteile einer Kirmes mit neueren Elementen verbinde, lobt auch Ortsvorsteher Markus Schlagwein das Vorhaben. Mit dabei sind heuer DJ Rene Zerwas, eine Oldie-Fete mit Musik der 70er, 80er und 90er Jahre sowie die Tanzgruppe “Blue Berrys”. Und Achtung: “Olympisches Bauchrutschen” steht ebenfalls auf dem Programm des Junggesellenvereins. Was wir uns darunter vorzustellen haben, erfahren wir sicherlich in einer ausführlichen Nachberichterstattung, oder?

Mit der Kamera liegen sie auf der Lauer - ihre besten Schüsse
sind nun in Wien zu sehen.

Wien:

Von gar seltsamen olympischen Disziplinen wenden wir uns nun ab, um uns ganz der World Press 08 Ausstellung zu widmen. Noch bis zum 28. September sind dort imWestLicht die 200 besten Pressebilder des Jahres 2007, “die im Rahmen des weltweit größten und renommiertesten Wettbewerbs für Bildjournalismus ausgezeichnet wurden”, zu sehen. Die Wanderausstellung gastiert in diesem Jahr an über 100 Orten weltweit und erreicht sorund zwei Millionen Besucher. Autnet.at ist sich sicher: “Sie ist nicht nur eine beeindruckende Leistungsschau des internationalen Fotojournalismus, sondern auch ein einzigartiger Rückblick auf Weltereignisse und Zeitgeschehen des letzten Jahres.”

Nun sind wir auch schon wieder raus aus dieser Nummer. Nicht ohne jedoch unseren traditionellen Hinweis anzubringen:

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Sollten Sie Interesse am Austausch mit anderen Placebloggern haben, steht hierfür eine Gruppe bei XING zur Verfügung.

Photo Quelle/Copyright: RainerSturm, via pixelio.de, vivito, via pixelio.de, Bernd Sterzl, via pixelio.de

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