Ich war schon seit einiger Zeit fasziniert von einer neue Technologie, genannt E Ink. Es handelt sich hierbei um einen Bildschirm, der selbst nicht leuchtet, sondern erst bei Licht bis hin zum grellen Sonnenschein, sauber anzeigt.
Das Ziel von E-Ink ist es, eine gedruckte Seite, sei es Zeitung oder Buch, zu imitieren. Denn alle Computerbildschirme, ob PC oder Gameboy, ob Röhre oder LCD, leuchten und belasten die Augen nach einiger Zeit.
Es gibt theoretisch eine Auswahl von drei Maschinen, den eBook Reader von Sony, den Kindle von Amazon und den iLiad von iRex, und es war eigentlich nur das Design des Sony, das mich überzeugte. Wenn ich schon kein Buch mehr in der Hand halte, sondern immer nur die gleiche Maschine, sollte sie auch schön sein. Zudem sind die beiden anderen sowieso nur schwer in Europa zu erhalten, denn sie sind bis dato nur im US-Markt verfügbar.
Weniger ist manchmal mehr, und vielleicht günstiger.
Erfahrungsberichte im Internet schwören zwar eher für das Kindle von Amazon, aber es kann für mich einfach zuviel: es kann online gehen, mit 3G wireless und allem “Pi Pa Po”, und selbstständig morgens die Zeitung downloaden, die es so noch gar nicht gibt. Wobei ich doch eigentlich nur ein dickes Buch lesen will, im Zug oder im Bett. Weniger ist manchmal mehr, und vielleicht günstiger.
Vor wenigen Tagen kam er dann, der eBook Reader von Sony, mit einer CD und 100 gratis elektronischen Büchern. Ob ich die jetzt alle lesen will ist eine andere Frage, aber toll zum Testen sind sie, wie ja auch so manche Bücher im Regal einfach besser aussehen als kein Buch im Regal.
Ich war begeistert, der Screen sieht eindeutig und zweideutig sehr scharf aus, und schnell erkennt man einen großen Vorteil: der Bildinhalt sieht aus jedem Blickwinkel gleich aus, man kann auch im Bett leicht weiterlesen, und muss nicht krampfhaft den Schirm immer im gleichen Winkel halten. Der interne Speicherplatz reicht für hunderte von Büchern, und mit Speicherkarten kann man dies bis in die tausende von Büchern erweitern. Keine Ahnung wofür das dann gut sein soll, aber man kann es.
Ist dies das Ende vom Buch?
Nein, im Gegenteil, ich glaube es ist ein neuer Anfang, denn die eBook Reader erlauben es endlich Buchinhalte in einem neuen und portablen Medium darzustellen, weg vom Papier und Druckertinte, Schluss mit dem Waldsterben, hin zum elektronischen Papier. Und hier stehen wir erst am Anfang des Möglichen, der eInk Bildschirm ist sehr dünn, biegsam und leicht, und kann in allen Größen und Formen hergestellt werden. Zudem hat er einen sehr geringen Stromverbrauch, da nur zum Ändern des Bildinhalts (Seitenwechsel) Strom fließen muss. Und hier erlaubt zum Beispiel der Sony Reader mit einer Batterieladung bis zu 6.800 Seitenwechsel, und das sollte einen Urlaub lang reichen. Wenn man ihn jedoch auch als MP3-Player nutzt, ist natürlich viel schneller Schluss mit Buch lesen und der Reader muss aufgeladen werden.
Hier noch ein Bild von eBook Reader im vergleich zu einem “traditionellen” 500 Seiten Buch. Der große Vorteil für mich und andere Ü50er: man kann die Schriftgröße verändern. Ich gebe zu, ich habe schon öfters ein Buch nicht gekauft, weil mir die Schriftgröße zu klein war, mit oder ohne Lesebrille.
Es gibt viel Zubehör für den Sony, auf eines warte ich gespannt: die wasserdichte und sandkornabweisende Hülle, damit ich auch in der Badewanne oder am Strand sorglos Freude am ebook Reader haben und den letzten Bestseller verschlingen kann ohne gleich 250 Euro im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand zu setzen.
Das Angebot an Büchern ist noch begrenzt, aber ich sehe hier in England die großen Buchhandlungen aktiv auf diesen Zug aufspringen, wohl auch um an Amazon nicht noch mehr Umsatz abzutreten. Einen deutschen eBook Shop gibt es noch nicht, und wann es ein vergleichbares Angebot auch in Deutschland geben werde, das wurde noch nicht verraten. Ich schätze aber nach der Frankfurter Buchmesse, die Mitte Oktober stattfindet, wissen wir mehr.
Natürlich gibt es auch in Deutschland eBooks shops z.B. http://www.beam-ebooks.de
Die PDFs dioe dort angeboten weren, kann man auch auf dem sony reader lesen.