R.E.M. in Bildband! Intim!

Music is more than entertainment! Manchmal. Bei R.E.M. ist es jedenfalls so. Glücklicherweise. Seit 14 Studioalben und unzähligen Songs, die sich in die Gemeinschaftshirnrinde der westlichen Welt gefräst haben, sind die Abiturienten des Alternative-Rock on the Road. Und davon berichtet der Bildband “R.E.M. – HELLO” mit Fotografien von David Belisle

remco.jpgMusic is more than entertainment! Manchmal. Bei R.E.M. ist es jedenfalls so. Glücklicherweise. Seit 14 Studioalben und unzähligen Songs, die sich in die Gemeinschaftshirnrinde der westlichen Welt gefräst haben, sind die Abiturienten des Alternative-Rock on the Road. Und davon berichtet der Bildband “R.E.M. – HELLO” mit Fotografien von David Belisle aus dem Schwarzkopf&Schwarzkopf-Verlag. Michael Stipe – unumschränkter Frontier der Kapelle, Sprachrohr und Vordenker einer ganzen Subkultur schrieb sogar das Vorwort zum Buch.

Und die Fotos sind wirklich nah, Stipe schwitzend, Stipe groggy, Stipe mit seinen Mannen – auf der Bühne und privat. Die ganze Band opulent und dynamisch abgelichtet, bleibend, ein Gefühl hinterlassend. Rock an Roll. Schweiß und Adrenalin.

R.E.M. steuerten handgeschriebene Kommentare zu

Belisle selber ist ein guter Freund der Band. Er folgte sechs Jahre auf Schritt und Tritt und bis ins Geheimste, er knipste und machte vergessen, dass da noch jemand ist, der dokumentiert – und genauso wirken die Bilder auch, wie zu Besuch bei guten Freunden, wie hochgezogene Gardinen, wie ein Blick auf den Frühstücksteller des Nachbarn, mit dem man ansonsten nichts zu tun hat, weil er ein größeres Auto fährt und seine Frau einfach bombastisch aussieht. Aber ein klein wenig Spannertum ist ja nicht schlimm. Und R.E.M. steuerten handgeschriebene Kommentare zu – die witzig bis beklemmend in die innere Welt der Band blicken lassen. Besonders atmosphärisch sind die Momente, die ganz nah sind, ganz eng am Objekt der Begierde. Da zieht manchmal so wohltuende Stille ein, da werden die Helden so klein, so menschlich….

Und lassen ihre Freunde antreten – zur Unterstützung John Kerrys oder The Boss Springsteen oder am Meer das Meer. Und Weltenretter Stipe lächelt sogar hin und wieder, der magere Selbstkasteier nicht nur in Denker- und Leidenspose – auch quietschvergnügt mit Supermodell oder Cateringfrau Rosie. Dazu auch wirklich ein Blick aufs Essen der Jungs – chinesisch und Thai und Käse und Weintrauben – bei den Onkelz gabs nur Pommes und Sekt – oder mit Natural Born Killer Woody oder in Meditation.

R.E.M. sagen “Hello” und beeindruckende Bilder entstehen dazu.

Intim ist wohl das richtige Wort für dieses Buch und mein Cousin Jörg, der schon seit mehr als 20 Jahren diese Kapelle vergöttert sagt immer wieder dazu: “Volly, es geht nicht nur um Loosing My Religion – das hier ist Kunst und wird bestimmt bleiben. Und wenn nicht, wars wenigstens ein richtig gut gemachter, Herzen und Hirne erreichender, Versuch.”

Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag
R.E.M. – HELLO
Fotografien von David Belisle
Mit einer Einleitung von Michael Stipe
192 Seiten, 230 farbige und s/w-Abbildungen

www.schwarzkopf-schwarzkopf.de

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