Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps

Der Countdown läuft. In nicht mal mehr 48 Stunden heißt es wieder “O’zapft is!“. Zum 175. Mal startet am kommenden Samstag um 12.00 Uhr das wohl beliebteste und bekannteste Volksfest der Welt auf der Münchner Theresienwiese. Bis zum 5. Oktober tummeln sich dort erneut mehr als sechs Millionen Menschen aus

wiesn.jpgDer Countdown läuft. In nicht mal mehr 48 Stunden heißt es wieder “O’zapft is!“. Zum 175. Mal startet am kommenden Samstag um 12.00 Uhr das wohl beliebteste und bekannteste Volksfest der Welt auf der Münchner Theresienwiese. Bis zum 5. Oktober tummeln sich dort erneut mehr als sechs Millionen Menschen aus aller Herren Länder, um bei einer ordentlichen Maß und vielleicht einem knusprigen “Hähnderl” die bayerische Landeshauptstadt in Ausnahmezustand zu versetzen. Doch nicht nur München ist an diesem Wochenende für viele Zeitgenossen der Nabel der Welt. Auch andernorts wird ausgelassen gefeiert, so dass Langeweile in diesen Tagen wohl ein Fremdwort bleiben wird…Seit 1810 wissen die Münchner, wann sie Richtung Festwiese zu pilgern haben. Die Kollegen von Fudder betreiben ihr Handwerk zwar noch nicht ganz so lange. Aber auch sie kennen sich bestens aus. Und so pflegen auch wir die Tradition und starten wie gewohnt mit: Wo rockt’s? Alle Partys und Konzerte fürs Wochenende.

Kirchzarten:

Wer in den letzten Tagen einen kleinen Blick in unser Special “Festival Sommer 2008″ riskiert hat, der wird feststellen: Die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Die Temperaturen werden zunehmend ungemütlicher, aber vor allem die Freiluftveranstaltungen rarer. Ein “regionales Schmankerl” gibt es aber noch, weiß wiederum fudder.de zu berichten. Auf dem “Rock am Bach”-Festival in Kirchzarten wird es am kommenden Samstag noch einmal richtig laut. Vorwiegend Rock- und Punkbands laden nämlich ab 17.00 Uhr zum “Abspacken unter freiem Himmel”. Und wer weiß, vielleicht ist das in diesem Jahr auch schon die letzte Gelegenheit…

Mühlacker:

Ähnlich laut, wenn aber aus völlig anderen Gründen geht es am kommenden Wochenende beim Flugsportclub Mühlacker und Umgebung auf dem Hangensteiner Hof zu. Das Flugplatzfest steht an und aus diesem Anlass wird so einiges geboten: “Rundflüge mit der Antonow AN2 sowie mit dem Helikopter, mit eigenen Maschinen und Flugzeugen aus befreundeten Vereinen. Motorkunstflug- und Segelkunstflug-Vorführungen, Flugvorführungen mit Oldtimern. Fallschirmspringen, Vorführungen von Modellflugzeugen und –helikoptern und Starts von Heißluftballonen”, so ein grober Überblick über das Fest für Luftfahrtfans und alle, die es werden wollen.

München:

Während es auf der Theresienwiese am Samstagabend vielleicht schon die ein oder anderen Ausfallerscheinungen geben wird, zeigt man sich im Stragula in der Bergmannstraße von der kreativen Seite. Ab 20.00 Uhr steht der “Poetry Slam für Newcomer, die Münchner Szene und alle Slambegeisterten” an. Das sei der ideale Ort, um die ersten Schritte auf die Bühne zu wagen, sich für die neue Saison in Form zu bringen oder aber sich einfach in entspannter Atmosphäre einen Poetry Slam anszusehen, wird hier in der Ankündigung argumentiert. Wir sagen einfach: Mutige vor!

Würzburg:

Aus der “Weißwurschtmetropole” ab ins Frankenland: “Das 20. Würzburger Stadtfest, am 19. und 20. September 2008, wird auch heuer wieder ein Besuchermagnet werden”, meint blog.eisingen.de. Und da könnten sie Recht haben. Denn wie in jedem Jahr, so ist auch heuer die Polizeiinspektion Würzburg-Ost mit dabei. Nein, kontrolliert wird nicht. Vielmehr gibt es von 10.00 bis 16.00 Uhr einen “Tag der öffenen Tür” samt einem Kettcar-Parcours, Mal- und Bastelwettbewerb für Kids. Für alle großen Besucher steht ein Fahrsimulator oder ein Astro-Trainer bereit, in dem jeder einmal Pilot spielen darf. Auch die Diensthunde sind wieder mit dabei und natürlich dürfen besonders Neugierige auch einen Blick in die hiesigen Zellen, Streifenwagen, Motorräder und Radarwägen werfen. Wem das noch nicht reicht, der lässt am besten gleich einen Fingerabdruck anfertigen – natürlich nur, um diesen im Anschluss brav mit nach Hause zu nehmen.

Berlin:

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Dem Trubel in der Domstadt steht auch das Kaiserdamm-Fest in der Hauptstadt in Nichts nach. “Am Sonntag, 21. September 2008 soll um 13.00 Uhr auf dem Kaiserdamm (an der Kaiserdamm-Brücke) der Startschuss zum zweiten Seifenkistenrennen um den Kaiser-Pokal fallen”, wird hier prophetisch angekündigt. Doch schon am Samstag gibt es eine große Oldtimer-Show, Kinderstände, eine Hüpfburg und selbstredend gutes Essen. Doch noch einmal zurück zu besagtem Rennen: “Das Seifenkistenrennen ist wohl nicht nur die umweltfreundlichste, sondern auch die sympathischste Form des Automobilsports”, heißt es dazu auf blog.klausenerplatz-kiez.de, “und welcher Junge hätte nicht einmal davon geträumt, in einer solchen Kiste zu sitzen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen.” Tja, dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. Außer: Ab in die Kisten und los geht’s!

Bremen:

Auf Trubel folgt bekanntlich Erholung – auf Lärm die Stille. In der Hansestadt Bremen kann Letzterer in aller Ruhe nachgegangen werden. Denn am 20. September öffnen dort 53 Kirchen zur “Nacht der Kirchen” zum ersten Mal ihre Türen. “Von 18 Uhr bis Mitternacht können Gäste die Gotteshäuser besichtigen und werden dabei atmosphärisch, kulinarisch, kulturell und musikalisch begleitet”, ist in der entsprechenden Information zu lesen. Ansprechend und abwechslungsreich soll es dabei zugehen. Und so gibt es in diesen Stunden nicht nur Lesungen bei Kerzenschein, gregorianische Musik oder Gosple, sondern auch Film, Kabarett und Popkonzerte. Stop, wie war das doch gleich mit der Ruhe?!

Niddatal:

mens sana in corpore sano” – in einen gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist: Unter diesem Motto wird am kommenden Samstag ab 14.00 Uhr obige Ruhe sicherlich auch nicht gesucht. Vielmehr “bietet die Kreisarchäologie auch in diesem Jahr wieder eine archäologische Radtour an”. Mit dem Drahtesel soll es dabei nun schon zum sechsten Mal zu historischen Plätzen vor der eigenen Haustür gehen. Gestartet wird am Bürgerhaus in Ilbenstadt. In einem 16 Kilometer langen Parcours geht es über Bönstadt, die Sternbacher Kirche und Assenheim zurück zum Ausgangspunkt. Geplant sind fünf Stopps, an denen Interessantes über die Jungsteinzeit bis hin zum Mittelalter berichtet wird.

Kühlungsborn:

Und da sag noch mal einer, die Wies’n wäre nur in München wirklich zuhaus… Auch Kühlungsborn kann hier mithalten. Immerhin feiert man dort zur gleichen Zeit wie das bayerische Original bereits zum zehnten Mal das legendäre Fest im hiesigen Ostsee-Brauhaus. “Alle Bier-, Bayern- und Feierfans” sollen natürlich auch hier stilecht mit viel Schunkelei und entsprechendem Gesang auf ihre Kosten kommen. Oberbürgermeister Rainer Karl wird simultan zu Herrn Ude den Anstich erledigen und dann heißt es auch in Kühlungsborn: O´zapft is´s…

Usedom:

Ob es sich auf dem 15. Usedomer Musikfestival vom 20. September bis zum 11. Oktober ebenso ordentlich schunkeln lässt? Man weiß es nicht. Aber was schon jetzt sicher ist, ist dass die Veranstaltung diesmal ganz unter dem Zeichen Dänemarks stehen wird. “Insgesamt stehen 36 Veranstaltungen in Usedomer Museen, Kirchen, Schlössern und Hotels auf dem Festivalprogramm – von Klassik über Jazz bis hin zu Ausstellungen und Vorträgen reicht die Palette”, die unter dem Motto “mehr als ein Märchen” in den hohen Norden locken will. Zur Eröffnung haben sich unter anderem übrigens Prinz Henrik, Gemahl der dänischen Königin Margarete II., und Bundespräsident Horst Köhler angekündigt.

Pforzheim:

Ob sich am 25. September in Pforzheim ebenfalls edles Geblüt einlaufen wird? Gute Frage! Was aber auf jeden Fall eintreten wird ist eine Show der etwas anderen Art. Denn Ihr müsst wissen: “Pur, Avril Lavigne, Status Quo, Blues Brothers, Itchy Poopzkid, The Cure, AC/DC, Guns n’ Roses, Incubus, Matchbox 20, Whitesnake und Maroon 5 bei einem Festival im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld.” Das ist undenkbar. Realistischer ist es da schon aus der Not eine Tugend zu machen und lieber gleich zum Shortplay Festival zu laden. Wo die teilnehmenden Bands genau drei Songs obig genannter Herrschaften zum Besten geben können. Aber bitte “möglichst authentisch oder möglichst abartig oder überhaupt irgendwie”. Wer den tapferen Musikussen seinen Respekt zollen will, der kann das, wie gesagt, am 25. September ab 20.00 Uhr im Kulturhaus Osterfeld.

Mit diesem Ausblick auf den Donnerstag nächster Woche schließen wir diesen kleinen Überblick nun schon wieder. Allen Wies’n-Gängern ob in München oder Kühlungsborn wünschen wir viel Spaß und ordentlich Durchhaltevermögen – aber natürlich auch dem Rest der Republik. Denn: O’zapft is…!!!

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Photo Quelle/Copyright: jürgen heimerl, via pixelio.de, Schockwellenreiter, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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