“Über 6 Millionen Geschäftsleute und Berufstätige nutzen das globale Business-Netzwerk XING in 16 Sprachen für Geschäft, Beruf und Karriere.” Maßgeschneiderte Networking-Funktionen und Services dienen zur Vernetzung und professionellen Kontaktpflege. XING, ehemals OpenBC, ist für viele Menschen weltweit mittlerweile zu einem entscheidenden Faktor in ihrer Arbeitswelt geworden, den sie nicht mehr missen wollen. Die Wahrscheinlichkeit neue Leute zu treffen, die dann auch noch weiterhelfen, wird mit nahezu 100 Prozent beziffert. Im Gespräch mit Alexander Görlach vom Manager-Magazin, spricht XING-Chef Lars Hinrichs nun ganz offen über sein Leben im Netz und die Notwendigkeit, überhaupt online zu sein.
Der engagierte Unternehmer ist sich sicher: “Das Internet verändert alles. Mittlerweile haben auch die Letzten begriffen, dass ihr klassisches Geschäft in spätestens zehn Jahren nicht mehr da sein wird.” Gerade junge Menschen würden die konventionellen Medien nicht mehr nutzen. Was vor allem im Verlagswesen bedeute, dass Investitionen in die Online-Sparte ein Muss sind, um das eigene Überleben zu sichern. Doch nicht nur Unternehmen müssten zu neuen Ufern aufbrechen. Jeder Einzelne von uns ist in dieser zunehmend globalen Welt gefragt. Die Arbeitswelt verändert sich. 50 Jahre in der gleichen Firma – heute nur noch schwer vorstellbar. Umso wichtiger ist es da Netzwerke zu schaffen, sich selbst zu vermarkten. “Früher haftete Vitamin B etwas Negatives an. ‘Der hat das ja nur mit Vitamin B geschafft’, also etwas nicht durch ehrliche Arbeit erreicht. Aber heutzutage hat, glaube ich, jeder verstanden, dass Kontakte nichts Schlechtes sind, sondern mich de facto weiterbringen”, bringt er die neue Marktsituation auf den Punkt.
“Derjenige, der nicht online ist, hat verloren und zwar für den Rest seines Lebens.”
Man werde künftig zwei Identitäten haben, prophezeit er schon jetzt. Eine private, wie zum Beispiel auf Facebook und eben eine geschäftliche. Ein Leben im völligen Offline-Modus kann sich zumindest Lars Hinrichs gar nicht mehr vorstellen: “Ich glaube, nicht online zu sein, wird ein Luxus. Wir leben mehr und mehr in dieser ‘always on’ Gesellschaft. Wir werden mehr und mehr vernetzt. (…) Derjenige, der nicht online ist, hat verloren und zwar für den Rest seines Lebens.” Die Grenzen zwischen Freizeit und Beruf zerfließen. Überhaupt habe sich die Definition von Arbeit durch das Internet sehr verändert. Wenn es also nach Hinrichs geht, dann steht uns gar eine digitale Revolution steht ins Haus. Doch auch er gibt zu, ab und an einfach abzutauchen. Denn Zeit für ein gutes Buch bleibt wohl auch in Zukunft…
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- DNAdigital.de – “wer kann was von wem lernen?”
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Leider führt das zu einem unumgänglichen Online-Exhibitionismus. Entweder man präsentiert umfangreiche Details über sich und sein Leben, oder man ist draussen.