In den Weiten des World Wide Webs den Partner fürs Leben zu finden, das ist heute dank unzähliger Plattformen durchaus möglich. Man trifft sich im Chat, telefoniert und manchmal stehen sich zwei Menschen dann auch wirklich gegenüber. Die Zusammenführung von “Suchenden” ist auch das Ziel von “menteoo“. Die im September 2008 an den Start gegangene Internetplattform dient jedoch nicht als Vermittlungsbörse für einsame Herzen, sondern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ratgeber und Ratsuchende zusammenzuführen.
“Ratgeber kann jeder sein, der einen kleinen Wissens- oder Erfahrungsvorsprung vor einem anderen hat. Beispiel: 3. Semester für 1. Semester usw. Wir nennen die Ratgeber ‘Mentoren’, aber man könnte sie wohl auch Berater, Paten, Career-Angels, Beichtväter, Tutoren oder Coaches nennen. Was sie auszeichnet und abhebt ist ihr kostenloser Ratschlag”, beschreibt einer der Initiatoren, Niclas Graf von Bernstorff, 27 Jahre jung, das Prinzip dieses Projekts. Hier könnten persönliche Erfahrungen weitergegeben, zum Beispiel als Ratgeber für die Karriereplanung, gleichzeitig aber auch als Fragender bei anderen Anliegen, etwa in Sachen Existenzgründung an Mitglieder der Community herangetreten werden.
Aufschlüsselung des kollektiven Wissens
“Die Weisheit der Vielen”, die James Surowiecki in seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 2004 beschrieben hat, soll hier nun auf effiziente Weise zur Anwendung kommen. Denn schließlich kann nicht jeder alles wissen, aber ein anderer weiß bestimmt etwas, wovon man selbst keine Ahnung hat. “Die kostenlose Plattform nimmt dabei lediglich eine Vermittlerrolle ein und unterstützt bei Anbahnung, Koordination und Kommunikation des Wissens-Tandems”, erklärt der Mitgründer die dahinter stehende Philosophie, die nicht nur auf der klassischen Mentoring-Formel “Alt-hilft-Jung”, sondern vielmehr auf dem Prinzip “Erfahren-hilft-Unerfahren” beruht.
Schon kurz nach der Anmeldung kann es dann losgehen. Im eigenen Profil können bereits Stichworte zu Fragen notiert oder potentielle Themenbereiche angegeben werden, in denen der User selbst zuhause ist. Danach einfach die brennende Frage in die Runde oder aber an einen Mentor aus der entsprechenden Vorschlagsliste stellen, die durch einen Abgleich der Profildaten generiert wird. Darüber hinaus ist es aber auch möglich per Suchfunktion selbst den geeigneten Ansprechpartner auszumachen.
“Wer suchet, der wird auch finden”, so also der vermeintliche Leitgedanke dieser neuen Unternehmung. Denn so Bernstroff weiter, “Das Wissen in unserer Gesellschaft ist auf viele kluge Köpfe verteilt und genau dies wird auf der Plattform zum Nutzen des Einzelnen”. Das kollektive Wissen würde auf diese Weise aufgeschlüsselt und individuell ausgetauscht werden. Jeder sei herzlich Willkommen und erhalte so die Möglichkeit auch private wie berufliche Kontakte zu knüpfen.
“In den USA gehört Mentoring seit Jahrzehnten zur erfolgreichen Nachwuchsförderung und Personaltentwicklung”, beschreibt Professor Dr. Burkhardt Funk, Leuphana Universtität Lüneburg, das Gebaren andernorts. Mentoring könne auf diesem Weg nun erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden – mit Chancen für Unternehmen und Absolventen.
Der passende Ratschlag für jede Lebenslage
Gemeinsam haben sich die Lüneburger Till Luschert (33) und Niclas von Bernstorff also eines altbekannten Problems angenommen: Wo und wie erhalte ich genau die Informationen, die ich in meinem ganz speziellen Fall brauche. Nicht immer einfach, wenn sich lediglich blind durchs Netz gegoogelt wird. “Mentoring 2.0″ lautet ihre Antwort darauf, die den passenden Ratschlag für jede Lebenslage mit nur einem Mausklick an unseren heimischen Rechner holen soll.
“Menteoo” wurde in Kooperation mit zwei Universitäten und unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Sybille Peters über ein Jahr lang entwickelt. Betreiber der Plattform ist die LB Media GmbH, die von Luschert und Bernstorff eigens dafür gegründet worden ist.
Wieso veroeffentlicht die RE-Redaktion (!) hier solche Unternehmens-PR???