Die Finanzmärkte durchleben die gravierendste Krise seit 1929. Doch Bahnchef Mehdorn will weiter an die Börse und öffentliches Eigentum zu einem Spottpreis verscherbeln. Fordern Sie von Finanzminister Steinbrück den Stopp der Privatisierung!
Liebe Lesereinnen und Leser,
wir durchleben derzeit die gravierendste Finanzmarktkrise seit 1929. Weltweit werden Börsengänge abgesagt, weil die Kurse sich im freien Fall befinden. Doch Bahnchef Hartmut Mehdorn hält stur an seinen Plänen fest. Er will den Transportbereich der Deutschen Bahn bis zum 27. Oktober teilprivatisieren – scheinbar um jeden Preis.
Acht Milliarden Euro sollte der Börsengang einbringen. Analysten gehen davon aus, dass derzeit nicht einmal vier Milliarden zu realisieren sind. Hartmut Mehdorn will öffentliches Eigentum verscherbeln, um die Privatisierung der Bahn auf Biegen und Brechen durchzusetzen! Er weiß: Setzt er die Privatisierung jetzt nicht durch, droht das ganze unausgegorene Vorhaben zu kippen!
Jetzt müssen Finanzminister Steinbrück und Verkehrsminister Tiefensee den Bahnchef zurückpfeifen. Steinbrück lässt ein Aussetzen des Börsengangs nach uns vorliegenden, internen Informationen offenbar prüfen. Jetzt haben wir die Chance, die Privatisierung doch noch zu stoppen!
Fordern Sie den Stopp des Börsengangs!
Ein Aussetzen der Bahnprivatisierung birgt die Chance, das gesamte Privatisierungsmodell erneut zu überdenken. Die für Dezember angekündigten, massiven Preiserhöhungen sind die neueste Warnung: Gewinnen Kapitalinvestoren Einfluss auf die Deutsche Bahn, so werden Entscheidungen lediglich nach der Rendite gefällt. Es drohen stillgelegte Strecken, ausgedünnte Fahrpläne, ein schlechterer Service und höhere Fahrpreise.
Bis Mai haben wir mit vielen Aktionen intensiv gegen die Privatisierungspläne gestritten – bisher vergebens. Jetzt haben wir plötzlich wieder Chancen, das Vorhaben doch noch zu kippen.
Mehr zu unseren weiteren Kampagnen finden Sie im Nachrichtenteil.
Mit herzlichen Grüßen,
Christoph Bautz
Mehrdorn und Steinbrück sind Egomanen, Selbstdarsteller.
Mehdorn will ein wichtiger Globalplayer wie Schrempp sein. Dass Schrempp damit gescheitert ist, verdrängt er.
Mehrdorn schafft es nicht, in Deutschland den Gütertransport von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Das ist die eigentliche Aufgabe der Bahn. Im Gegenteil, die Logistiktöchter der Bahn verlagern Schienenverkehr auf die Strasse.
Statt dessen investiert Mehrdorn lieber im Ausland und in den Umbau von Bahnhöfen in palastartige Gewerbeimmoblilien.
Mehdorn ist von der Idee besessen, einen Dax-Konzern zu leiten. Dass die Bahn durch den Börsengang jetzt während der Finanzkrise Milliarden weniger einnimmt, interessiert Mehdorn nicht.
Steinbrück interessiert das ebensowenig. Für ihn zählt nur, dass der Bund jetzt möglichst schnell Geld in die Kassen bekommt. Er ist Minister jetzt, aber nicht mehr, wenn die Finanzkrise vorbei ist.
Da über beiden keine wirklichen Kontrollinstrumente vorhanden sind, können sie tatsächlich machen machen was sie wollen.
Mehdorn und Steinbrück sind beide nicht geeignet für die Aufgaben, mit denen sie leider betreut wurden.
Das ist der beste Schutz, um alle Proteste abwehren zu können. Wie heist es in der Spielbank? Nichts geht mehr.