.Von Mittelschicht zur Unterschicht – kein weiter Weg
Buchvorstellung : Aufstand der Unterschicht: Was auf uns zukommt
von Inge Kloepfer (Autor)
Begriffe wie “Unterschicht” oder “Kapitalismus” sind in den offenen Diskussion der gesellschaftlichen Realität und ihrer ihrer Zukunft wieder erlaubt und nötig.
“Der Begriff Unterschicht ist ein Begriff von lebensfremden Soziolgen und hat mit Politik nichts zu tun”, sagte Franz Müntefering am 16. Oktober 2006. Was viele Politiker nicht wahrhaben wollen, das beschreibt die Wirtschaftsjournalistin Inge Kloepfer längst als Realität – in ihrem Buch “Aufstand der Unterschicht”. Hier ein Interview mit Kulturzeit (3sat).
Die Talente und die Vielfalt der Intelligenz, die in jedem Kind, Jugendlichen und Erwachsenen schlummert, wird in unserer Gesellschaft beschnitten. Mit Bildung sollte man eigentlich gefüttert werden. In Deutschland stehen vor der Bildung die Durchsetzungs- und Finanzkraft sowie Ausdauer, um einen so wichtigen verbrieften Abschluss zu bekommen (auch eine Art Vertrauenswährung für Gesellschaftssysteme. Man frage da nur mal russland-deutsche Ingenieure/innne, die in Europa keinen Anerkennung Ihrer Abschlüsse bekommen).
Durch das 3-Schichten-Schulsystem wird schon lange vom Kultusministerium die Motivation und die Neugier auf Bildung, Wissen und Lebenszusammenhänge unterdrückt. Lernen nicht für das Leben, sondern schnell Wissen anhäufen für die Wirtschaftsbranchen. Chancen im Leben werden beschnitten oder vorbestimmt. Bildung braucht Zeit für die Lernenden.
Bildung kostet Zeit und Geld für Lehrende und Lehrmittel. Und vielleicht nur 1% von den Summen zur Bankenrettung in Deutschland.
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„Krieg dem Pöbel“. Die neuen Unterschichten in der Soziologie deutscher Professoren
Die Entdeckung der „neuen Unterschicht(en)“ zu Beginn des neuen Jahrtausends ist kein soziologisches, kein wissenschaftliches Datum, sondern das Produkt einer der politischen Propaganda dienenden „öffentlichen Soziologie“, in der einige Wissenschaftler – vor allem Paul Nolte und Heinz Bude – als professorale Autoritäten, aber auch als aktiver Teil einer publizistischen Welle fungieren. Diese hat in Deutschland nicht zufällig im Jahr 2004 einen Höhepunkt erreicht: Sie begleitete und legitimierte die Einführung von „Hartz IV“: die Abkehr vom bis dahin dominierenden sozialstaatliche Ziel der Statussicherung hin zum Ziel der Existenzsicherung.
Eine Kritik des Lehrers in einer Abendhauptschule Hans Otto Rößer.
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