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Web & Technik + Internetkultur

Die Internetwirtschaft und die Finanzkrise - Stimmen aus dem Netz (II)

Mittwoch, den 15. Oktober 2008 um 13:44 Uhr von Felix Kubach
T. Knüwer (c)
R. Mischel

Thomas Knüwer, “Handelsblatt”-Reporter und Weblog-Autor: ” Verglichen mit der Panik anderer Branchen bleibt die Web-Szene relativ gelassen”

In einem Artikel für das deutsche “Handelsblatt” stellt Thomas Knüwer fest: “Bei kaum einer Branche außerhalb der Bankenwelt spielt die Frage von Investitionen eine so große Rolle wie bei Internet-Start-ups. Sie hangeln sich von Finanzierungsrunde zu Finanzierungsrunde, bis das Tagesgeschäft genügend Liquidität erzeugt. Und dann steht der Exit an: Die Geldgeber wollen Rendite sehen, entweder per Börsengang oder mit einem Verkauf. Es ist also nur logisch, wenn gerade diese Branche an der Finanzkrise leidet.”

Und dennoch, so schreibt Knüwer, bliebe die Web-Szene relativ ruhig und gelassen, verglichen jedenfalls mit der Panik anderer Branchen. Und er nennt Gründe.

“Eher ein allgemeines Abflachen der Euphorie” (…als ein Resultat der Finanzkrise)

Zum einen sei der Kostenaufwand für das Tagesgeschäft eines Web-Dienstes eher gering, weshalb “sich Firmen im Krisenfall mit einem geringen Aufwand von zwei, drei Leuten in Teilzeit weiterfahren” ließen. Zum zweiten liege noch immer “reichlich Kapital in den Kassen der Firmen”. Zum dritten schließlich gebe es ja neben den Start-ups, die bei Venture-Capital-Fonds Geld besorgen, solche, die überhaupt kein Investment benötigen und dennoch reich würden (Beispiel hier: die Foto-Datenbank Smugmug) und zum vierten wären da “jene Gründer, die unter Engelsflügeln sicher segeln”, sogenannte Business Angels, die sich heute stärker und länger engagierten und - im Gegensatz zu Venture-Capitel-Fonds - nicht unter dem Zwang stünden, eine gute Rendite erwirtschaften zu müssen.

Ein Beispiel für einen gelassenen deutschen Startuper sei Tokster, ein Unternehmen, das auf jeder Internet-Seite das Chatten der Nutzer ermöglicht - Mitgründer Felix Fidelsberger: “Nachdem es in den Jahren 2006 und 2007 für die deutsche Start-up-Szene steil bergauf ging, hat sich die Stimmung 2008 wieder etwas abgekühlt. Das hängt aus meiner Sicht aber nicht mit der Finanzkrise zusammen, sonder eher mit einem allgemeinen Abflachen der Euphorie.”

Hier den ganzen (+ sehr informativen) Artikel von Thomas Knüwer lesen (insg. 3 Seiten): “Silicon Valley: Wohl dem, der einen Engel hat

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Teil 1: Rolf Wickmann

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