Bloß kein “Dürrenberg-Komplex”

Zur ersten Bewährungsprobe kehrt Eltmanns Libero Phill deSalvo zurück Bundesliga Männer Samstag, 19.30 Uhr VC Bad Dürrenberg-Spergau – SG Eschenbacher Eltmann In der vergangenen Saison war der damalige Aufsteiger VC Bad Dürrenberg-Spergau (8./2:4 Punkte) der absolute Angstgegner der SG Eschenbacher Eltmann (2./6:0). Beide Partien verloren die Unterfranken glatt mit 0:3.

voly1.jpgZur ersten Bewährungsprobe kehrt Eltmanns Libero Phill deSalvo zurück

Bundesliga Männer

Samstag, 19.30 Uhr

VC Bad Dürrenberg-Spergau – SG Eschenbacher Eltmann

In der vergangenen Saison war der damalige Aufsteiger VC Bad Dürrenberg-Spergau (8./2:4 Punkte) der absolute Angstgegner der SG Eschenbacher Eltmann (2./6:0). Beide Partien verloren die Unterfranken glatt mit 0:3. “Da haben wir die schlechtesten Spiele der letzten Saison gemacht”, erinnert sich Eltmanns Außen/Annahmespieler Timo Wilhelm. Es gilt also, was gut zu machen beim Auswärtsmatch am Samstag in Sachsen-Anhalt. Für die Wallburgstädter ist das die erste echte Bewährungsprobe der Saison.

Der Ausgang scheint völlig offen zu sein.

Bad Dürrenberg schiebt auf seiner Homepage die Favoritenrolle dem ungeschlagenen Tabellenzweiten zu. Eltmanns Trainer Milan Maric dagegen sagt: “Bad Dürrenberg ist eine unbequeme Mannschaft und der klare Favorit. Sie sind der Gastgeber und um es einfach auszudrücken: Sie können Volleyball spielen.” Den derzeit zweiten Tabellenplatz der SGE will der Serbe ohnehin nicht überbewertet haben: “Wir haben bislang nur gegen gleichwertige Konkurrenten gewonnen”

Allerdings glaubt Maric nicht, dass seine Eltmänner mit einem “Dürrenberg-Komplex” anreisen werden. “Wir haben im Vergleich zur letzten Saison vier neue Stammspieler, da sollte die psychologische Komponente entfallen.” Die einzigen, die übrig geblieben sind, sind Timo Wilhelm und Andras Geiger und die erhalten rechtzeitig zur schweren “Kaperfahrt” zu den Dürrenberger “Piraten” im Spergauer Sportzentrum Entlastung: Libero Phill deSalvo ist wieder fit. “Ich gehe hundertprozentig davon aus, dass er spielen kann”, so Maric.

voly2.jpg“Auch wenn René Bahlburg gegen Königs Wusterhausen seine Sache sehr gut gemacht hat, für uns als Außenspieler ist das schon eine Entlastung”, glaubt Wilhelm. “Wenn man einen gelernten Libero auf dem Feld hat, dann hält uns das den Rücken frei. Wir können uns mehr auf unsere eigentliche Aufgaben konzentrieren.” Was im Falle Geiger eher “Angriff” und im Falle Wilhelm eher “Annahme” bedeutet. “Im Fußball würde ich den defensiven Mittelfeldpart spielen und Andras den offensiven”, so der 22-jährige. “Es ist taktisch so vorgesehen, dass ich nur wenige Bälle bekomme, die muss ich aber dann tot machen.” Nach wackeligem Beginn in Leipzig steigerte sich Wilhelm zuletzt sozusagen von Satz zu Satz.

Die Stärke der Mannschaft von Trainer Michael Merten, ist wohl ihre Ausgeglichenheit.

Bad Dürrenberg besitzt eine starke Bank, die der VC-Coach auch reichlich nutzt. Eine echte Starting Six hat sich bislang noch nicht heraus kristallisiert, zudem wechselt Merten bei den Partien gerne munter taktisch durch. Beim 3:0 Derby-Sieg in Leipzig war das zuletzt mit entscheidend. Zudem ist der VC BDS bestens eingespielt, einem Abgang steht mit dem serbischen Diagonalangreifer Bojan Gluvajic ein Neuzugang gegenüber. Der Serbe (19 Punkte gegen Leipzig) verdrängte zuletzt sogar das litauische Volleyball-Denkmal Haroldas Cyvas. Der 36-jährige hatte im letzten Jahr Eltmann fast alleine abgeschossen. Das Saisonziel der “Piraten” ist trotz allem bescheiden: Klassenerhalt.

Um diesmal in Bad Dürrenberg-Spergau nicht wieder baden zu gehen, empfiehlt SGE-Coach Maric seinen Mannen eine ganz einfache Marschroute: “Wir müssen einfach besser spielen, als letztes Jahr.” Auch Außen Wilhelm meint: “Wer da jetzt die Favoritenrolle inne hat, das will ich nicht beurteilen. Wenn wir aber konzentriert an die Aufgabe heran gehen, dann haben wir auch eine Chance.”

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