Die Orgs aus dem All sind gelandet.
In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag landeten vor dem Kasseler Staatstheater Außerirdische. Die Fremden werden heimlich von der Polizei observiert. Eine Nachfrage bei Bürgermeister erbrachte nichts: Dieser ist auf einer Bratwurstgrillparty und nicht zu sprechen. Der Kulturkünstler Karl Friedrich Günther sprach mit Ihnen. Hier der Dialog:
“Fremde, können Sie mich verstehen?”
“Aber natürlich. Wir haben einen Farbtranslator, der uns Deine Töne in Farben übersetzt und umgekehrt.”
“Darf ich Sie fragen, wo Sie herkommen?”
“Natürlich. Wir kommen aus dem All.”
“Wo kommen Sie denn da genau her?”
“Wir sind das All selbst, wir sind die Kulturbeauftragten des All.”
“Gibt es denn im All auch Kultur?!”
“Ha, ha, ja wohl klar, sonst gäbe es ja auf der kümmerlichen Erde auch keine!”
“Wieso sind Sie denn ausgerechnet in Kassel gelandet? Sie haben sich doch die ganzen Jahrhunderte nirgendwo sehen lassen.”
“Na, Freund, was ist für uns schon eine Jahrhundert oder Jahrtausend. In Kassel sind wir gelandet, weil Kassel bei uns in Ungnade gefallen ist, wegen der Armseligkeit der Stadtverwaltung im Umgang mit den Künstlern.”
“Was wird dass denn nun für die Stadt bedeuten?”
“Die Stadt wird es nächsten Sonntag nicht mehr geben.”
“Sie sind also gekommen, um die Stadt zu zerstören?”
“Nein, ab nächsten Sonntag wir es die Stadt Kassel nur noch als Schrebergartenkolonie geben!”
“Was wird denn aus den ganzen Menschen der Stadt?”
“Na, die werden in den Schrebergärten wohnen. Es wird die größte Schrebergartenkolonie Europas werden.”
“Aber was wird denn mit der Documenta, dem größten Kulturevent der Stadt dann werden?”
“Wir haben beschlossen, dass die Documenta in Zukunft von den Eingeborenen des Amazonas ausgeführt wird, damit die Kunst wieder zurückfindet, zu den Wurzeln der menschlichen Emotionen und nicht nur reines Handelsobjekt wird.”
“Da wird sich die Stadt Kassel aber wehren wollen.”
“Ha, ha!”
“Was bedeuten eigentlich Ihre Körper?”
“Wir sind die Organe des Alls, die Zehn Aggregatzustände, die alles werden und vergehen lassen. Wir sind die Zehnerreihe des Kosmos.”
“Darf ich ein Foto von Ihnen machen, um zu dokumentieren, dass Sie gelandet sind?”
“Gern doch, es wird Dir ja ohnehin niemand glauben.”
“Wie lange werden Sie denn bleiben?”
“Wieso bleiben, wir sind doch immer da, nur sehen könnt ihr uns nicht.”
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