Fundstücke aus dem Netz V

“Dies ist ein Montagsartikel. Montag ist (wie Sie aus eigener Erfahrung wissen) ein schwieriger Tag, man hat noch das Wochenende im Rücken und muss sich erst langsam wieder in die eigene Arbeitstätigkeit einfinden. Nicht wahr? Eigentlich wären Sie heute Morgen lieber zu Hause im kuschlig-warmen Bett geblieben”, schrieb unser Autor

lobo.jpg“Dies ist ein Montagsartikel. Montag ist (wie Sie aus eigener Erfahrung wissen) ein schwieriger Tag, man hat noch das Wochenende im Rücken und muss sich erst langsam wieder in die eigene Arbeitstätigkeit einfinden. Nicht wahr? Eigentlich wären Sie heute Morgen lieber zu Hause im kuschlig-warmen Bett geblieben”, schrieb unser Autor Marius Baumann schon zu Beginn dieses Jahres. Aus der Seele hat er uns damit gesprochen…

Montag – über dem eigenen Gehirn hängt noch ein trüber Schleier. Diverse Partys oder andere ausgelassene Aktivitäten schwirren konsequent durch die Gedanken. Kaum sind wir fähig, uns wieder den “wichtigen Dingen” des Lebens zu widmen und uns dem Diktat der Regeln zu unterwerfen: Deadlines rücken immer näher, ein Termin jagt den anderen, der Chef hängt mit Mammut-Aufträgen im Nacken. Vielleicht sollten wir alles hinwerfen – nur noch auf uns selbst hören und unser eigenes Reglement aufstellen?

“Fristenbewusstsein ist wichtiger als Problemewälzen”

“Internetüberlebenskünstler” Sascha Lobo und Journalistin Kathrin Passig haben sich genau dieses Themas angenommen. In ihrem neuen Buch “Dinge geregelt kriegen” propagieren sie schlicht das beherzte Anpeilen der eigenen Regeln, wie es die Frankfurter Allgemeine Zeitung ausdrückt. “Wer will jetzt noch seine Lebensaufgabe darin sehen, zu so etwas wie einer geregelten Existenz zu kommen? Geregelte Existenzen sind unwahrscheinlich geworden, spätestens seit in diesem Krisenherbst auf die Regeln kein Verlass mehr ist”, heißt es dort. Neues Denken fordern die Autoren, “ein Herauskommen aus nicht mehr gedeckten Gewohnheiten”. Denn, so das Credo: “Fristenbewusstsein ist wichtiger als Problemewälzen”.

In ihrem YouTube-Spot zum Buch, das am 1. Oktober bei Rowohlt erschienen ist, bauen sie sich sodann eine völlig eigene Theorie. Selbst Gott, so ihre Meinung, habe es mit dem strebsamen Arbeiten nicht so genau genommen.

“Im Anfang schuf Gott erst mal… gar nichts!” Denn “dafür ist auch morgen noch Zeit.”…

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