Nomen est Omen? - Für seinen Namen kann in der Regel niemand etwas. Nun ja, Hans Werner, der Professor aus München, der das Münchner ifo-Institut leitet, hat nun den Familiennamen Sinn abbekommen. Sinn sah der Professor dieses Namens bislang jahrelang vor allem darin, neoliberale Konzepte aus seinem Münchner Institut heraus und in diversen Talkshow’s zum Besten zu geben. Hartz-IV und prekäre Jobs schienen ihm offenbar funktionierende Instrumente zu sein, um unser Land und in erster Linie: unsere Wirtschaft voranzubringen. In der Tat ging es dann damit auch mit den Großen in der Wirtschaft voran. Mit vielen anderen in der Gesellschaft aber bergab. Das, so schien der Professor aus München zu finden, müsse halt für’s große und ganze in Kauf genommen werden. Die dank jenes Konzeptes aber die gesellschaftliche Leiter abrutschten – sprich: die Prekarisierten – da unten sollte sich, dem Sinn gemäß nicht so verpimpelt geben und nicht nur zu Jammern aufhören, sondern Hinnehmen und für wenig Bares Zupacken, auf das es mit Deutschland vorangehe… Nun, wo sich der Abgrund täglich immer ein Stück weiter auftut, den die Experten für solch neoliberales Denken und Tun aufgebaggert hat – und vielleicht bald auch diejenigen darin zu versinken drohen, die bisher ausschließlich davon profitierten; bekommt der Professor aus München plötzlich ganz seltsame Anwandlungen.
Dem “Tagesspiegel” sagte Hans Werner Sinn, in jeder Krise werde nach Sündenböcken gesucht. In der Weltwirtschaftskrise 1929 habe es in Deutschland die Juden getroffen, “heute sind es die Manager.”
Wie bitte? Dies dürfte sich auch der Zentralrat der Juden ob dieser Sinn entleerten Äußerungen des Professors aus München gefragt haben. Der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, wunderte sich dann auch:
“Mir wäre es neu, das Manager geschlagen, ermordet oder ins Konzentrationslager gesperrt würden.”
Überdies forderte Kramer Professor (Un)Sinn auf, seine Äußerung zurückzunehmen und erwartet nun eine rasche Entschuldigung des Münchner “Wirtschaftsexperten”.
In der Tat: es wäre das Mindeste. Professor Hans Werner Sinn ist beileibe kein Mensch aus der Abteilung Unbedarft. Sinn dürfte ganz genau gewusst haben, was er da gesagt hat. Und wenn nicht, dann kann der Mann eigentlich nur für einen dunklen Moment von Sinnen gewesen sein. Oder drückte mal wieder der Fön ganz böse auf München und damit auch auf Sinns Hirn hernieder? Vielleicht aber ist der Mann jetzt auch nur selbst darüber erschrocken, in welch Desaster uns der RaubtierKapitalismus stramm neoliberaler Machart inzwischen sichtbar geführt hat, welchem der Experte der Wirtschaft in den diversen Volksverdummungs-Talksshow-Runden (z. B. der von “Sabine Christiansen) der letzten Jahre und anderso so fleißig das Wort geredet hat?
Nun hat sich der Professor der Wirtschaft jedenfalls unsäglich um Kopf und Bart geredet. Mal sehen, wie er sich da nun wieder herauswindet? So etwas kann und darf nicht toleriert werden. Der Professor hat nicht nur groben Un-Sinn geredet, er hat Unrat der übelsten Sorte von sich gegeben. Der gehort als Sondermüll entsorgt. Wenn Hans Werner Sinn schon unbedingt hat etwas sagen müssen, dann hätte es dies sein können: An der Krise sind nicht nur allein die Gierigen unter den Manangern schuld. Sondern auch die, welche ihnen ihr Tun erst (per Gesetz sogar) ermöglichten. Und die sitzen auch und zwar noch immer in den Regierungen dieser Welt, sowie in etlichen Redaktionsstuben diverser Print- und elektronischer Medien. Und, hätte Hans Werner Sinn sinn-voll sagen können: Ich, mea culpa, war auch einer von ihnen.
Seinen Namen sollte man allerdings nun wirklich niemanden – auch dem Professor aus München nicht – vorhalten. Das macht auch keiner. Für den kann er nun wirklich nichts….
Eieiei,
Zitat Wiki Artikel zur Sozialen-Marktwirschft:
Mal abgesehen davon:
Er vergleicht nichts mit dem Holocaust. 29 war das noch relativ weit weg. Es ist nicht von der Hand zuweisen, dass man damals versucht hat (vor allem in Deutschland, aber auch anderswo) die Weltwirtschaftskrise dem “internationalen Finanzjudentum” in die Schuhe zu schieben. Auch heute ist der Schuldige auf breiter Basis ausgemacht. Die gierigen Manager!!!
Nochmal: Sinn vergleicht nicht mit der Zeit nach 33 oder gar 41 sondern mit der Situation von 29 !!! Dabei hat er hervorgehoben, dass die wahren Ursachen im System liegen und er hat eben gesagt, das heute wie damals systematische strukturelle Fehler vorlagen, die die Krise ausgelöst haben. Nur geht an die Fehler keiner ran, wenn man den Schuldigen bereits ausgemacht hat!