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Blogs in der Finanzkrise - oder die Chance zur Gegenöffentlichkeit

Dienstag, den 28. Oktober 2008 um 12:42 Uhr von Felix Kubach

Julius Endert bedauert die fehlende Auseinandersetzung deutscher Blogger mit der Finanzkrise. Bis auf ein paar Blogger vom “Handelsblatt” sei tote Hose und nichts von Gegenöffentlichkeit zu spüren. Dabei könnte die Krise doch eigentlich “ein perfektes Spielfeld für Blogs” sein - ein Lesetipp.

Vielleicht liegt es an der generellen Passivität deutscher Internetnutzer. Denn wie das “UPLOAD Magazin für digitales Publizieren” aktuell berichtet, sind diese nach einer Studie von Forrester hierzulande besonders inaktiv. Nur elf Prozent der Deutschen sind demnach sogenannte Creator, also jene “die bloggen oder ihre eigenen Videos und ihre eigene Musik hochladen.”  Und nicht einmal diese elf Prozent genießen bekanntlich im Mainstream-Medienbereich, bis auf wenige Ausnahmen, ein sehr hohes Ansehen.

“Die rülpsen irgendetwas auf ihrem Blog…” 

Dass der an der Uni Leipzig lehrende Journalistikwissenschaftler Michael Haller etwa nicht viel vom Großteil der Blogs hierzulande hält, davon durfte sich der geneigte Leser erst kürzlich bereits im Interview auf dieser Seite überzeugen (mehr… Teil1). Seiner Aussage “Die rülpsen irgendetwas auf ihrem Blog und wundern sich, dass nur weitergerülpst wird. Und wenn der zehnte gerülpst hat, guckt man nicht mehr drauf.” gibt es wohl wenig hinzuzufügen.

Und Endert setzt genau an dieser Stelle an. Sich auf eine aktuelle Untersuchung Hallers berufend, fordert er dazu auf, die “Chance” der Finanzkrise zu nutzen und dessen These: “Soweit ich es sehe, ist unter tonangebenden Bloggern unstrittig, dass die gesamte Newsarbeit auch für die Blogwelt von den journalistischen Mainstreammedien geleistet wird.” […] “Unter diesem Blickwinkel steht die These von der bloggigen Gegenöffentlichkeit auf einem sehr wolkigen Podest…” (message 4/2008; S. 17) zu widerlegen.

Doch ist das überhaupt Aufgabe der Blogger? fragt sich etwa Kommentator mark793 (unter dem Text), bzw. in seinen Worten: “Gegenöffentlichkeit kann doch nicht heißen, dass man die gleichen Themen reitet wie die anderen auch - nur anders, oder?” Und benni meint: “Also ich finde über die Finanzkrise bloggen macht Spaß. Das ist so schön bizarr. Aber den Anspruch besser als die Medien zu sein hab ich auch nicht, höchstens den Anspruch einen anderen Blickwinkel einzunehmen.” Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!

Den ganzen Text gibt es auf navigarenecesseest.wordpress.com

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Hinweis gefunden auf turi-2.blog.de

Links:

“Wir haben einen Verfall der Öffentlichkeit” (Interview Prof. Haller Teil 1)

“Die absolut unregulierte Kommunikationswelt ist ein Kindertraum” (Teil 2)

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4 Reaktionen zu “Blogs in der Finanzkrise - oder die Chance zur Gegenöffentlichkeit”

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  1. Margareth Gorges

    am 28. Oktober 2008 um 14:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    Dann kennt Herr Julius Endert die NachDenkSeiten nicht, denn Aufbau Gegenöffentlichkeit und natürlich auch das Thema Finanzkrise kann er dort nachlesen so wie es ZIGTAUSENDE Leser/innen der NachDenkSeiten täglich tun.

    http://www.nachdenkseiten.de/

  2. Jan van Winried

    am 28. Oktober 2008 um 14:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    … und die Artikel von Herrn Erber, mit vielen guten Kommentaren, kennt der Mann auch noch nicht …

  3. Margareth Gorges

    am 28. Oktober 2008 um 15:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ jan van Winfried

    sieht so aus, sonst hätte er sich den Artikel sparen können !

  4. Felix Kubach

    am 29. Oktober 2008 um 15:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    … nicht zu vergessen auch alle anderen Autoren, die auf dieser Plattform immer wieder ihr Bestes leisten. Danke im Namen der Redaktion!

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