“Das Web 2.0 ist eine Chance“, betonte Christian Korff, Mitglied der Geschäftsführung CISCO Deutschland vor gut einem Monat im Livestream auf dnadigital.de. Besonders stolz war der Diplomingenieur der Elektrotechnik auf die Einrichtung eines internen “YouTubes”, auf dem jeder Mitarbeiter sein eigenes Profil habe und frei Inhalte einstellen und verbreiten könnte. Web 2.0 bedeutete für ihn auch, nicht hierarchisch Inhalte vorzugeben, sondern dass jeder welche dazu gebe, erklärte er begeistert. Eine neue Studie des britischen Think-Tanks “Demos” scheint seine positive Einstellung nun zu bestätigen.
Wie auf zdnet.de seit heute Mittag zu lesen ist, sollten laut neuesten Erkenntnissen, Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung von Social Networks nahelegen, anstatt sie zu verbieten. “Denn Facebook, MySpace und ähnliche Online-Treffpunkte sind der Studie zufolge ein nützliches Instrument, um die Kommunikation innerhalb einer Firma zu fördern. Versuche, die Angestellten bei ihren Networking-Aktivitäten zu kontrollieren oder diese ganz zu untersagen, könnten den Unternehmen langfristig sogar schaden”, entnimmt Autorin Britta Widmann dem Papier, welches weiterhin feststellt, dass die Nutzung solcher Technologien, um etwa in Kontakt mit Ex-Mitarbeitern oder potentiellen Kunden zu treten, durchaus produktivitätssteigernd sein könne.
Mehr Freiheit, mehr Flexibilität, mehr Austausch…
… wirkt sich das nicht kontraproduktiv auf die Leistung der Angestellten aus? Studienautor Peter Bradwell sieht das anders. Seiner Meinung nach erzeuge ein solches Vorgehen sogar “dauerhafte Stabilität”. Doch ohne klare Regeln ginge es auch hier nicht, schreibt die Autorin. “Setze ein Unternehmen Networking ein, so müsse dies aber auch zielgerichtet und nach klaren Regeln verlaufen (…). Es sei durchaus notwendig, den Mitarbeitern Grenzen aufzuzeigen, die sich rein privat und ununterbrochen während der Arbeitszeit mit ihren Netzwerken beschäftigten. Im richtigen Maß jedoch sollten Organisationen und Firmen ihren Mitarbeitern physischen und virtuellen Raum geben, um sich zu entwickeln und ihre Ideen zu sondieren.”
Die gesamte Studie findet sich hier.
Photo Quelle/Copyright: Gerd Altmann, via pixelio.de
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