Na, ist das Herz gerade in die Hose gerutscht? Oder haben Sie sich ruhig zurückgelehnt und gedacht: “War mir auch schon vor dieser Meldung klar!” Welche Reaktion diese Überschrift auch immer bei Ihnen hervorgerufen haben mag, soweit hergeholt ist sie gar nicht.
Schon einmal konnten wir uns heute mit Hilfe einer neuen Studie der Universität Leipzig davon überzeugen, dass “gefühlte” Trends gar nicht so daneben liegen. Der Schweizer Informatiker Peter Gloor bestätigt nun auf ein Neues das, was das Bauchgefühl vieler zumindest ahnt – oder aber auch sehnlichst wünscht: “Die US-Wahl ist schon entschieden” – “Obama klar vor McCain”. Wie er sich da so sicher sein kann? Natürlich, dank seines Computers. Denn, so schreibt Daniel Gratzla auf Focus Online, “Wenn Peter Gloor wissen will, wer neuer US-Präsident wird, dann befragt er seinen Computer. Auf diesem hat der Forscher am renommierten Massachusetts Institute of Technology das von ihm mitentwickelte Programm ‘Condor’ installiert.”
Links, Foren, Blogs – die Suche nach der Antwort beginnt
Einen Taschenrechner braucht er für seine Prognosen allerdings nicht. Er befragt schlicht das Internet – in Sekundenschnelle. Das Condor-Tool durchsuche Web-Seiten, Foren und Blogs nach positiven und negativen Aussagen über Obama und McCain, wird das Verfahren im Folgenden erklärt. Eine Analyse der Relevanz führt dann zum entsprechenden Ergebnis. Links, Antworten in Foren, Kommentare, alles fließt mit ein. “Entscheidend dafür, wie einflussreich eine Äußerung ist, sei die Position des Sprechers in der vernetzten Kommunikation”, so Gratzla weiter. Denn Schlüsselpersonen würden nach Meinung des Wissenschaftlser ganze Gruppen von Leuten und nicht einfach Individuen miteinander verbinden. Besonders intelligent seien hier die Schüpfer neuer Ideen, zeigt er sich überzeugt, “schwarmkreativ” würden sie agieren.
Im Falle von SchuelerVZ hat dies schon einmal geklappt: “Über eine Millionen Schüler gaben ihre Stimme ab.” Das Ergebnis folgte dem Trend. Und auch bei Barack Obama selbst scheint bisher alles nach Plan zu verlaufen. So wirft Gloor auf die Frage ein, was Gegner John McCain noch tun müsste, um das Blatt zu wenden: “Obama müsste schon etwas sehr Falsches sagen, um noch zu verlieren.”
Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn dieses Szenario ist schließlich auch nicht zu unterschätzen:
Photo Quelle/Copyright – Montage aus: Wigwam Jones, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr (McCain) und: Llima, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr (Obama)
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