Obama und seine sozialen Netzwerke. Was nun? – Ein Lesetipp

Als Hoffnungsträger wird er vielerorten bezeichnet, gar als Popstar unter den Präsidenten gesehen. Barack Obama scheint stellvertretend für ein neues Amerika zu stehen, das dieser Tage wieder hoffnungsvoll nach vorne blicken will. Sein Wahlkampf war ein Medienspektakel. Das Internet, insbesondere aber die sozialen Netzwerke spielten dabei eine Schlüsselrolle. Und so

masst.jpgAls Hoffnungsträger wird er vielerorten bezeichnet, gar als Popstar unter den Präsidenten gesehen. Barack Obama scheint stellvertretend für ein neues Amerika zu stehen, das dieser Tage wieder hoffnungsvoll nach vorne blicken will. Sein Wahlkampf war ein Medienspektakel. Das Internet, insbesondere aber die sozialen Netzwerke spielten dabei eine Schlüsselrolle.

Und so fragt sich Adam Ostrow seit heute auf mashable.com, wie der neue Präsident seine massiven Einlussmüglichkeiten, die er durch die neuen Medien gewonnen hat, in Zukunft nutzen will, um seine Strategien und seine Politik voranzubringen. Immerhin hat er Hunderttausende von Freunden auf MySpace, Facebook, Twitter oder eben auch auf seiner eigenen Seite My.BarackObama.com.

Die Zeit der Videos ist nun vorbei

Zuallerst muss sich Obama dafür entscheiden, diese Social Media-Tools, wie Ostrow sie nennt, zu einem permanenten Teil seiner politischen Strategie zu machen. Das würde ihm dann auch im Jahr 2012 im Zuge einer müglichen Wiederwahl helfen, erklärt der Autor. Eine Vollzeitstelle im Weißen Haus, die diese Seiten betreut, das wäre schon etwas, etwas was wir seiner Meinung nach wahrscheinlich bald erleben werden. Allerdings, da ist er sicher, sei die Zeit, in der die User die Reden Barack Obamas als Videos einbinden, nun vorbei. Die Nutzung dieser Tools müsse sich ändern. Und hier hat Adam Ostrow so einige Vorschläge zu machen.

Portale als Orte, um künftig ganze Projekte zu organisieren. Twitter und SMS als Müglichkeit die Menschen zu aktivieren und entsprechende Nachrichten weiterzuverbreiten, das erscheint eine lohnenswerte Sache. Oder Facebook als Netzwerk, um karitiative Veranstaltungen anzukündigen. “Die Tools und die Nutzer sind ja schon da”, stellt Ostrow ganz pragmatisch fest und diese würden über solcherlei Seiten schließlich auch etwas über Dinge in ihrer eigenen Gemeinde erfahren und so auch entsprechende Leute zusammentrommeln künnen.

Mehr Einbindung in demokratische Prozesse

Wenn es nach dem Autor geht, so künnte es in den nächsten vier Jahren aber auch im Weißen Haus und im Kongress selbst durchaus demokratischer zugehen. “Obamas soziale Netzwerke bieten eine erstaunliche Müglichkeit die Menschen mehr in ihre Regierung einzubeziehen, indem man sie bei den einzelnen Themen auf Augenhühe hält und sie dazu drängt, ihre Abgeordneten zu kontaktieren (…).” Letztlich bleibt nur abzuwarten, inwieweit Obamas Team innovativ und vor allem zukunftsweisend handelt. Ostrow jedoch ist davon überzeugt: Solche Ideen würden es ermüglichen, ein bisschen mehr in die eigene Demokratie eingebunden zu werden.

Bis dahin begnügen wir uns aber dann doch noch einmal mit einem Video. Sehen Sie nun erneut den ersten Teil seiner Siegesrede in Chicago:

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Photo Quelle/Copyright: an agent, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

Kommentare

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  1. Ich denke, dass das ein extrem wichtiger Punkt ist. Nachdem der Wahlkampf über das Netz und die modernen Medie ja ein durchschlagender Erfolg war (siehe zb das Buch von ProDialog: http://prodialog.org/content/publikationen/buecher/obama) muss das Ganze irgendwie weitergehen bzw. in weitere Konzepte umgemünzt werden – was auf keinen Fall passieren darf ist, dass die junge Netzgeneration plützlich vergessen wird und alles in alte Strukturen zurückfällt.