Frühlicher Friedensglaube

Der Islam ist gar nicht so büse und bluttrünstig, der Koran muss als Buch des Friedens gelesen werden und Dschihad heißt eigentlich nur “Anstrengung”. Oder so. Alles andere sind bloß üble Nachreden von Leuten, die es nicht besser wissen wollen, obwohl sie es besser wissen künnten: Heute etwa müssten sie

Der Islam ist gar nicht so büse und bluttrünstig, der Koran muss als Buch des Friedens gelesen werden und Dschihad heißt eigentlich nur “Anstrengung”. Oder so. Alles andere sind bloß üble Nachreden von Leuten, die es nicht besser wissen wollen, obwohl sie es besser wissen künnten: Heute etwa müssten sie nur nach Indonesien schauen, wo sich die große, frühliche und friedliche Glaubensgemeinde von den beliebten Terror-Brüdern Amrozi (46) und Ali Ghufron alias Mukhlas (48) sowie Imam Samudra (38) verabschiedete.

Die drei “netten” Nachbarsjungen hatten vor sechs Jahren bei Bombenanschlägen auf der Ferieninsel Bali mehr als zweihundert überwiegend ausländische Touristen umgebracht, wofür sie jetzt endlich mit “kleiner Verspätung” zu den Jungfrauen ins Paradies verfrachtet wurden.

Wütende Rachedrohungen

Das kommt komischerweise nicht sehr gut an bei den friedlichen Moslems, die den Koran als Buch des Friedens gelesen haben und den Dschihad vüllig korrekt als “Anstrengung auf dem Weg Gottes” verstehen. Unter wütenden Rachedrohungen forderten hunderte Muslime bei den Begräbnissen Vergeltung für den Tod der armen Attentäter. Die Särge von Amrozi und Mukhlas seien, berichtet dpa staunend, “mit großen Plakaten ‘Willkommen zu Hause, Märtyrer’” empfangen worden. “Gott ist groß!” hätten die Trauergäste gerufen, die von westlichen Reportern ausnahmsweise mal nicht mehr Respekt für ihren friedlichen und frühlichen und so oft so schrecklich missverstandenen Glauben forderten. Sondern die anwesenden Ungläubigen wissen ließen, dass das muslimische Blut der Männer nicht folgenlos vergossen worden sei. Der Tod der drei “sympathischen” Terroristen werde gerächt werden.

Dafür ist auch die frischgebackene Witwe des Anschlagplaners Samudra, die am offenen Grab einen Brief verlas, den jeder, der schon einmal einen geliebten und geachteten Massenmürder aus dem engsten Familienkreis an die gnadenlose und ungerechte Anti-Terrorjustiz verloren hat, unterschreiben wird: “Wir hoffen, Allah gibt ihnen das Beste und fügt denjenigen, die diese unfaire Behandlung der Attentäter zu verantworten haben, das Schlimmste zu.

Quelle: politplatschquatsch.com

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