Die Meldung, die derzeit über die Newsticker der Redaktionen läuft, klingt irgendwie nach Science Fiction. Eigentlich wirkt sie viel zu abstrus, um wahr zu sein. Scheinbar ist aber doch etwas dran. Denn vielfach ist da zu lesen: Ein “Superlaser” soll unsere Energieprobleme bald in Luft auflüsen.
Ungläubig hangelt sich der Leser nun an der Überschrift vorbei. Hollywood lässt jedoch nicht grüßen. Auch wenn eine der erwähnten Personen in früheren Lebensphasen ganz offensichtlich stark mit der Filmfabrik verbandelt war. Was aber nun ist die Nachricht des Tages, die die Welt retten oder zumindest reformieren künnte? “Der als ‘Terminator’ bekanntgewordene kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger setzt für die Zukunft der Energieversorgung auf einen Superlaser“, jetzt haben wir es. Bei der Besichtigung der weltgrüßten Laseranlage im Lawrence Livermore Kernwaffenlabor am gestrigen Montag, wo die so genannte National Ignition Facility (NIF) derzeit gebaut wird, soll er diese Eingebung gehabt haben. Der ehemalige Schauspieler gab jedenfalls schon einmal bekannt, dass die Technologie das Potential habe, die Zukunft unserer Energieversorgung zu revolutionieren.
Tausende von Megawatt Co2-freier Energie
“Die 3,5 Milliarden US-Dollar (2,75 Mrd.EURo) teure Laseranlage soll 192 einzelne Laser bündeln und auf einen kleinen Punkt lenken. Dabei wird müglicherweise Fusionsenergie frei, die Kraft, die auch in der Sonne und den Sternen zum Tragen kommt”, erklärt der Standard, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Der “Gouvernator” ist ganz aus dem Häuschen. Nicht nur, dass eine solche Entwicklung ausgerechnet in Kalifornien stattfindet, sondern auch deshalb, weil diese neue Unternehmung im Erfolgsfall tausende von Megawatt Co2-freier Energie produzieren künne – und das ohne die Nachteile von herkümmlichen Atomkraftwerken.
Gedulden muss er sich allerdings noch ein bisschen. Denn so schnell mahlen wissenschaftliche Mühlen nicht. Die Forscher, so weiter im Text, würden noch bis zum nächsten Jahr brauchen, bis der Laser funktioniere. Erste einschlägige Experimente zur Fusionsenergie seien erst in zwei Jahren müglich. Allerdings, “Mit dem Laser soll auch die Explosion von Atombomben simuliert werden”, was die Sache schon wieder weniger schün macht.
“Feuer frei!” ab März 2009
Wie dem auch sei: “Die Presse” jedenfalls urteilt derweil schon einmal sichtlich süffisant: “Die Begeisterung des Gouverneurs kommt nicht unerwartet. Mit Strahlenwaffen hat der ehemalige ‘Terminator’-Darsteller ja schon einschlägige Erfahrung.” Und wer weiß, vielleicht heißt es wirklich bald “Feuer frei”, in Kalifornien. Denn NIF ist nun zu 99 Prozent fertig und im März 2009 soll es bereits los gehen.
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Klar das die Waffenindustrie versucht über das Thema alternative Energieerzeugung weitere Milliarden abzugreifen. Amerika benütigt diese Waffen, um in der Welt weiterhin eine nennenswerte Rolle zu spielen und um andere Länder mit fürchterlicher Gewalt und hemmungsloser Folter einzuschüchtern.