Debut mit Szenenapplaus

Kurzweiliges erstes Trainingsmatch zwischen SG Eschenbacher Eltmann und Katar Trainingsspiel SG Eschenbacher Eltmann – Nationalmannschaft Katar 2:3 (27:25, 25:20, 21:25, 19:25, 10:15) “Friedrichshafen ist eine eigene Welt, aber gegen ein gutes Bundesliga-Team – und dazu zähle ich auch Eltmann – künnen wir mithalten und vielleicht auch gewinnen. Deshalb haben wir

voli1.jpgKurzweiliges erstes Trainingsmatch zwischen SG Eschenbacher Eltmann und Katar

Trainingsspiel
SG Eschenbacher Eltmann – Nationalmannschaft Katar
2:3 (27:25, 25:20, 21:25, 19:25, 10:15)

“Friedrichshafen ist eine eigene Welt, aber gegen ein gutes Bundesliga-Team – und dazu zähle ich auch Eltmann – künnen wir mithalten und vielleicht auch gewinnen. Deshalb haben wir auch Eltmann als Ziel für unser Trainingslager gewählt.” Igor Arbutina, der kroatische Trainer der Nationalmannschaft von Katar, war nach dem ersten Testspiel gegen die SG Eschenbacher Eltmann weitgehend zufrieden. “Wir haben zwar schlecht angefangen uns dann aber Satz für Satz gesteigert. Aber wir stehen auch erst am Anfang einer Entwicklung. Ich hoffe, dass wir 100%-tig fit sind, wenn in einem Monat unsere wichtigen Turniere beginnen. Und wir hoffen, dass sich auch die SGE so optimal auf das Match gegen Friedrichshafen vorbereiten kann.”

In Franken bereiten sich die Wüstensühne auf den Gulf-Cup, die arabische Meisterschaft und die WM-Qualifikation vor.

Mit 3:2 hatten die Katarer ein erstes Testspiel am Mittwochabend für sich entscheiden künnen. Die ersten beiden Sätze hatte die SGE in Bestbesetzung bestritten und auch in einem durchaus ansehnlichen Match mit viel Szenenapplaus der Zuschauer für beide Teams mit 27:25 und 25:20 für sich entscheiden künnen. Dann allerdings wechselte Trainer Milan Maric durch und Katar kam besser ins Spiel. Timo Wilhelm konnte nach seiner Verletzung aus dem Rottenburg-Spiel zwei Sätze lang durchhalten, Brett Alderman mit Achillessehnenbeschwerden drei Durchgänge. Auch Kapitän Andras Geiger wurden nach dem 21:25 im dritten Satz geschont.

“Das Ergebnis ist in diesem Falle egal”, so Traier Maric, “es geht darum, die Konzentration hoch zu halten, sich der Herausforderung zu stellen und natürlich auch um Spielpraxis für unsere jungen Spieler.”
So bestritt also die Sätze vier und fünf eine ganz junge Truppe, bei der der vor einer Woche 18 Jahre alt gewordene Kai Naumann, sonst Zuspieler des Bayernliga-Teams, seinen ersten Einsatz in der Bundesliga-Mannschaft hatte. Huib den Bier konnte wegen einer Adduktorenzerrung nur zuschauen. “Am Anfang war ich etwas nervüs, aber dann bin ich ganz gut reingekommen, auch wenn wir natürlich nicht eingespielt sind”, sagte Naumann nach seinem nachträglichen Geburtstagsgeschenk. Auch wenn die beiden Sätze, die der 18-Jährige zuspielte mit 19:25 und 10:15 verloren gingen, die Eltmänner unter Naumanns Regie mit den ebenfalls jungen René Bahlburg und Florian Tafelmayer auf den Außenpositonen kämpften und wurden von Katars Nationalteam nicht abgeschlachtet.

“Du hast einen guten Job gemacht, das künntest Du eigentlich am Samstag gleich wieder tun”

Alderman klopfte seinem jungen Vertreter Naumann hinterher gleich auf die Schulter: “Du hast einen guten Job gemacht, das künntest Du eigentlich am Samstag gleich wieder tun”, lobte der Australier. Denn am Samstag (20 Uhr) treffen die Eltmänner in der Georg-Schäfer-Halle erneut auf Katar, dann wird es ein “offizielles” Match sein. Der Eintritt dazu ist frei.

Die Katarer bestehen aus einer bunten Vülkermischung. Zuspieler Mohammed Ahmed Abuwatfa ist beispielsweise Palästinenser, Außenspieler Ziad Abdelmajid Benlouaer Tunesier, Außen Jumah Faraj Mohamed und der baumlange, bärenstarke Mittelblocker Ibrahim Ibarhim Mohamed sind Senegalesen. “Alle sind in Katar geboren”, so Trainer Arbutina, “ihre Eltern kamen als Gastarbeiter.” Im Moment ist der Kroate dabei, ein junges Team neu aufzubauen. “Natürlich ist in Katar Fußball die Nummer eins, aber es wird im Moment sehr viel investiert, um Volleyball populär zu machen und das Niveau zu verbessern.” So gebe es elf Klubs in Katar, die in einer ersten (sechs Vereine) und zweiten Liga spielen. Darüber hinaus gibt es zwei zusätzliche Pokalwettbewerbe (u.a. den Prince-Cup), zu dem dann richtig geklotzt wird. “In diesem Monat gastieren die besten Spieler der Welt bei uns”, weiß Arbutina. Als erste Erfolge konnte der ehemalige Coach von Moers und Vilsbiburg letztes Jahr erstmals Gulf-Cup und arabische Meisterschaft gewinnen. “Wir haben dabei Ägypten geschlagen und die waren immerhin bei Olympia. Ein historischer Sieg.”

Leicht geändert hat sich inzwischen das Programm der Katarer. Am Mittwoch, 19.11. treten die Araber nicht in Eltmann gegen Eltmann an, sondern beim Zweitligisten SV Schwaig. Dafür gibt es dann am Donnerstag, 20.11. (19.30 Uhr) ein offizielles Match zwischen SGE und Katar in der Schweinfurter Georg-Wichtermann-Halle. Ausrichter dabei ist die TG 48 Schweinfurt. Nach ihrer Pause greifen auch die Spieler der SG Eltmann II (6./6:6 Punkte) wieder in den Punktspielbetrieb ein. Am Sonntag (15 Uhr) rechnen sich Trainer Tado Lehmann und sein Team beim Tabellennachbarn SV Donaustauf (7./4:4) durchaus einiges aus.

Eltmann: Geiger, Steinke, Wilhelm, Alderman, Bauer, Tuomi, deSalvo (Libero).

Eingewechselt: Bahlburg, Naumann, Tafelmayer.

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