Wird sie es nun oder wird sie es nicht? – Eine Glosse

In den USA ist ein Schwarzer zum Präsidenten gewählt worden – in Deutschland ein gebürtiger Türke zum Parteichef der Grünen. Barack Obama und Cem Özdemir haben gezeigt, dass es geht. Zuvor war eine weitere Bürde der politischen “No-Go’s” gefallen: Frauen in den mächtigsten Ämtern der Welt. Angela Merkel hatte vor

hillc.jpgIn den USA ist ein Schwarzer zum Präsidenten gewählt worden – in Deutschland ein gebürtiger Türke zum Parteichef der Grünen. Barack Obama und Cem Özdemir haben gezeigt, dass es geht. Zuvor war eine weitere Bürde der politischen “No-Go’s” gefallen: Frauen in den mächtigsten Ämtern der Welt.

Angela Merkel hatte vor drei Jahren den Gipfel der deutschen Politik erklommen; die linke Politikerin Ségolène Royal war auf dem Weg dorthin in Frankreich, scheiterte jedoch an einem zu passiv geführten Wahlkampf und an nicht zu realisierenden sozialistischen Standpunkten. Auch Hillary Clinton hatte Großes vor, musste jedoch bei den US-amerikanischen Vorwahlen auf der Zielgeraden aufgeben. Die Gründe: Ihre anfängliche Unterstützung des Irak-Krieges und zu konservative Positionen für eine demokratische Präsidentschaftskandidatin – beides wurde ihr zum Verhängnis.

Nun ist sie zurück im Rampenlicht – die Präsidentin in Spee.

Lange hatte sie dafür gekämpft und ihre Niederlage nicht einsehen wollen. Gibt sie sich nun mit der Rolle der US-Außenministerin zufrieden? Nun ja, Hillary Clinton war ja schon einmal US-Präsidentin gewesen – in Spee natürlich. Denn schenkt man Insidern der Regierung ihres Mannes Glauben, so hatte Clinton in den Räumen des Weißen Hauses mehr zu sagen als Stabschef und Berater des Präsidenten zusammen.

Ja, Hillary Clinton hat es wieder einmal geschafft, sie ist im Gespräch. Meldungen um den Wahrheitsgehalt der Offerte für einen der wichtigsten Regierungsposten der Obama-Administration bestimmen die Tagespresse – und sie? Hält die Weltüffentlichkeit hin, um letztendlich abzulehnen. Damit würde sie zeigen: Hey – mein ehemaliger politischer Gegner kommt zu mir und bietet mir einen Posten in seiner Regierung an. Zeugt das nun von großer Wertschätzung seinerseits oder will er mir damit beweisen, dass er nun das Zepter in der Hand hält und mich mit einem unter ihm angesiedelten Amt demütigen?

Clinton würde das zweite Argument wählen und mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch liegen. Und da wäre sie nun die vertane Müglichkeit mal selbst etwas in die Hand zu nehmen und endgültig aus dem Schatten ihres Mannes zu treten. Doch wie das im Leben nun mal so ist – ein zweite Chance wird es vielleicht nie geben. Oder in acht Jahren?

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