Der Traum von der Bundesliga

Schweinfurter Oliver Bauer mit gutem Debüt trotz 0:5 der SGS gegen Katar  Testspiel SG Eschenbacher Eltmann – Nationalmannschaft Katar 0:5 (30:32, 25:27, 22:25, 21:25, 9:15)   €žAm Anfang war ich sehr nervüs, doch dann, als ich auf dem Feld war, ging alles ganz automatisch. Insgesamt war ich ganz zufrieden mit

Schweinfurter Oliver Bauer mit gutem Debüt trotz 0:5 der SGS gegen Katar 

Testspiel

SG Eschenbacher Eltmann – Nationalmannschaft Katar

0:5 (30:32, 25:27, 22:25, 21:25, 9:15)

 

€žAm Anfang war ich sehr nervüs, doch dann, als ich auf dem Feld war, ging alles ganz automatisch. Insgesamt war ich ganz zufrieden mit mir.” So lautetet Oliver Bauers Fazit. Der 19-jährige Schweinfurter darf sich trotz des 0:5 der Eltmanner im dritten Testspiel gegen Katar als Gewinner fühlen. Denn nachdem die SG Eschenbacher Eltmann die ersten drei Sätze denkbar knapp gegen die A-Nationalmannschaft von Katar verloren hatte, wechselte Trainer Milan Maric bis auf Christian Nowak, der den erkrankten Henri Tuomi vertrat, und Libero Phill deSalvo das komplette Team aus und Bauer kam immerhin zwei Sätze lang zu seinem ersten Einsatz im Bundesliga-Team.

Und das machte der Schüler, der von seinen Mannschaftskameraden und ganz besonders von den gut 300 Zuschauern in der Schweinfurter Georg-Wichtermann-Halle kräftig angefeuert wurde,  für eine Premiere wirklich nicht schlecht. Er steuerte sogar einige Punkte bei Schnellangriffen durch die Mitte bei. Da strahlte vor allem Eltmanns Co-Trainer Tado Lehmann, der so etwas wie Bauers Mentor ist, ihn letztes Jahr schon in der Eltmanner A-Jugend und Bezirksliga-Mannschaft betreut hatte und dies heuer weiter in der Bayernliga tut. €žErfreulich war, dass er nicht nur solide gespielt hat, sondern sogar auch bereits überraschende Dinge getan hat, wie selbst zu punkten”, freute sich Lehmann, der dem Schweinfurter auch den dauerhaften Sprung in die Bundesliga zutraut.

Was auch SGE-Coach Milan Maric so sieht: €žNatürlich muss er sich noch etwas auf die Spielweise in der Bundesliga einstellen und wird es  in diesem Jahr nicht mehr schaffen. Aber im nächsten, wenn er nicht nur ab und zu, sondern jeden Tag mit der Mannschaft trainiert.” Viel Schweiß und Arbeit also, aber Bauer will das: €žIn der Bundesliga zu spielen, das ist mein großer Traum.” Dass er dafür auch seinen geliebten Faustball beim TV Oberndorf aufgeben müsste ist ihm klar: €žBeides geht bei fünfmal Volleyballtraining in der Woche einfach nicht.”

Insgesamt war das Gastspiel in Schweinfurt aber nicht nur für den Lokalmatadoren eine runde Sache. Dank der 300 Zuschauer – eine sehr gute Zahl, dafür, dass die Partie gerade mal eine Woche vorher geplant und angekündigt worden war – herrschte in der Wichtermann-Halle, die eifrig beide Mannschaften anfeuerte, schnell wirklich gute Volleyball-Stimmung. Und das vor den Augen des Schweinfurter Sportreferenten Jürgen Mainka (der beide Teams im Namen der Stadt dann noch zum Essen einlud und kleine Gastgeschenke überreichte) und von Sportamtsleiter René Gutermann.  €žDie Stimmung hier hat uns beflügelt”, lobte selbst Katars Nationaltrainer Igor Arbutina. Die Katarer machten ihr bislang bestes Match im Rahmen ihres Trainingslagers. €žWir sind heute als echtes Team aufgetreten”, sagte der Kroate in Katars Diensten, €žaber ich hoffe, dass wir uns bis zu unseren wichtigen Turnieren im Dezember zu Hause noch weiter verbessern künnen. Insgesamt ist hier alles perfekt für uns.” Zudem haben die Wüstensühne durchaus den einen oder anderen Spieler in ihrem Kader, der auch einem Bundesliga-Klub gut zu Gesicht stünde, wie zum Beispiel den baumlange Mittelblocker Ibrahim Ibarhim Mohamed.

Die SGE dagegen konnte diesmal nicht ihre volle Leistung abrufen. €žWir arbeiten natürlich auf das Spiel am kommenden Mittwoch gegen Friedrichshafen hin und den Spielern stecken viele harte Trainingseinheiten in den Knochen”, entschuldigte das Lehmann. €žNun erst beginnt die Regenerationsphase, aber wir werden gegen den VfB topfit sein.” Trotzdem gab es hart umkämpfte Sätze mit zahlreichen langen und spektakulären Ballwechseln. Dass die Katarer vor allem die ersten beiden Durchgänge mit 32:30 und 27:25 gewinnen konnten, begründete SGE-Coach Maric damit, €ždass wir zu viele einfache Angriffsfehler gemacht haben. Und natürlich, weil Katar einfach eine gute Mannschaft hat.”

Diese in Aktion zu sehen fand auch Jochen Roth spannend, der zusammen mit seiner TG 48-Volleyballabteilung das Spiel perfekt organisiert hatte. €žEs ist immer schün mal eine Mannschaft zu sehen, die einen anderen, vielleicht ‘exotischeren’ Spielansatz hat, wie Katar.” Zudem sei er positiv überrascht gewesen, €žwir viele Zuschauer zu diesem Spiel gekommen sind. Ich glaube es hat allen Spaß gemacht.”

Im Hinblick auf das Spitzenspiel gegen Friedrichshafen in der Bamberger JAKO-Arena sah Maric noch einen anderen positiven Aspekt in dem Gastspiel in Schweinfurt. €žEs war wichtig für die Mannschaft in einer anderen Halle zu spielen, die wir nicht kennen, denn genau diese Situation haben wir ja auch gegen Bamberg.” Die Partie sollte auf jeden Fall vor vollem Haus stattfinden: Am Donnerstag waren bereits 2668 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Tickets gibt es aber nach wir vor unter www.ticketonline.com,bei allen Geschäftsstellen des €žFränkischen Tags”, am Kartenkiosk an der Arena sowie über die Homepage der SG Eschenbacher Eltmann www.sg-eltmann.de. Und selbstverständlich an der Abendkasse.

Ob am Mittwoch allerdings der Zuschauerrekord der Saison geknackt wird, muss sich erst zeigen, denn unter der Woche zog der SCC Berlin gegen evivo Düren in die Max-Schmeling-Halle um und siegte vor 4950 Fans mit 3:1. Vor dem Ausflug in die Jako-Arena trifft die SGE am Samstag (19.30 Uhr) in Eltmann noch ein viertes Mal auf Katar. Der Eintritt ist frei. Bereits um 15 Uhr trifft die SGE II (8./6:8 Punkte) ebenfalls zu Hause auf den überraschend starken Aufsteiger ASV Neumarkt (7./6:4). €žSie haben schon mehr Spiele gewonnen, als sie wohl selbst geglaubt haben”, warnt Coach Lehmann seine Jungs. €žDas wird kein Selbstläufer.” Immerhin ist der Kader nach überstandener Grippewelle wieder vollzählig. Unterdessen wurde noch bekannte, dass Eltmanns Nationalspieler und Mittelblocker Lukas Bauer als einziger Akteur der SGE für den €žAll Star Day” der DVL am 3. Januar 2009 in Düsseldorf nominiert wurde.

Eltmann: Geiger, Nowak, Alderman, Steinke, Wilhelm, L. Bauer, deSalvo (Libero). Eingewechselt: Bahlburg, Staab, Tafelmayer, den Boer, O. Bauer.

Schiedsrichter: Bühm (Würzburg), Werner (Eltmann). Zuschauer: 300 (in Schweinfurt).

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*