Unsichere Zeiten – Was retten?

Studio Bauhaus produziert Wissenschaftssendung Was ist das Unbekannte? Welche gesellschaftlichen Umstände machen die heutigen Zeiten zu unsicheren Zeiten? Was kann man noch retten? Diese Fragen beschäftigten aktuell nicht nur Wissenschaftler, sondern auch die kreativen Küpfe der Bauhaus-Universität Weimar. Im Projekt “Studio Bauhaus” fanden sich dieses Semester Studenten der Fakultät Medien

zundel.jpgStudio Bauhaus produziert Wissenschaftssendung

Was ist das Unbekannte? Welche gesellschaftlichen Umstände machen die heutigen Zeiten zu unsicheren Zeiten? Was kann man noch retten? Diese Fragen beschäftigten aktuell nicht nur Wissenschaftler, sondern auch die kreativen Küpfe der Bauhaus-Universität Weimar. Im Projekt “Studio Bauhaus” fanden sich dieses Semester Studenten der Fakultät Medien zusammen, um innerhalb kürzester Zeit die Wissenschaftssendung “Unsichere Zeiten – Was retten?” zu produzieren, die am Montag im Internet ausgestrahlt wird.

Die Idee entstand erst letzten Monat als sich in Jena 1700 Sozialwissenschaftler zur Konferenz “Unsichere Zeiten” trafen. Ein Drehteam des Studio Bauhaus zeichnete den soziologischen Diskurs nach und sprach mit Heinz Bude, Robert Gugutzer, Henning Laux, Jens Lüdtke, Hans-Peter Müller, Uwe Schimank, Christine Wiezorek und vielen anderen. Die daraus entstandenen Beiträge werden als Einspieler in der Wissenschaftssendung präsentiert. Zudem wird Moderatorin Sofia Shabafrouz live im Studio unter anderem mit Prof. Dr. Stephan Lessenich und Streetworkerin Kathrin Schuchardt die dadurch aufgeworfenen Frage diskutieren. Denn Unsicherheiten sind nahezu überall zu finden: Die Gesprächsthemen erstrecken sich von Bildungsdefiziten über Finanzkrise und Kapitalismuskritik bis hin zu Sicherheitsschlüssern. Außerdem hält die Sendung noch ein musikalisches Experiment bereit: Ein Trompeter wird ein spontan ausgewähltes Stück spielen, das er nicht sicher beherrscht.

“Es ist schon sehr arbeitsintensiv, aber es macht auch Spaß.”

Das Wissenschaftsmagazin “Unsichere Zeiten – Was retten?” ist nach dem Kooperationsprojekt “Deep Ilmpact” mit der Technischen Universität Ilmenau erst die zweite große Produktion von Studio Bauhaus. Zweifellos verliefen die Vorbereitungen der letzten Tage deshalb auch etwas chaotisch. Die Einspieler wurde noch bis Freitag geschnitten, der Sendeplan mehrfach überarbeitet. Doch den Studierenden ging keinesfalls die Puste aus. Im Gegenteil: “Ich habe das Gefühl, dass jeder Energie einbringt”, meint Regisseur Sebastian Altmann, Student der Mediengestaltung. “Es ist schon sehr arbeitsintensiv, aber es macht auch Spaß.” Das über dreißig Studenten fassende “Rettungsteam” setzt sich aus Redakteuren, Cuttern, Bild- und Tonmischern, Bildingenieuren, Lichttechnikern und Kameraleuten zusammen. Tatkräftige Unterstützung erhielt das Projekt von Detlev Mohr, Dozent an der TU Ilmenau und ehemaliger Mitarbeiter des MDR.

Dass so viele Leute auf einen gemeinsamen Punkt zuarbeiten künnen, überraschte selbst die Projektleiter Wolfram Hühne, Markus Schlaffke und Azim Akcivan. Und der experimentelle Charakter von Studio Bauhaus soll der Wissenschaftsvermittlung keinesfalls im Wege stehen. Dem Zuschauer einen verständlichen Einblick in aktuelle soziologische Diskussionen zu verschaffen ist das ausgemachte Ziel der Produktion. Projektleiter Wolfram Hühne verspricht: “Wir versuchen das Ganze so sportlich wie müglich rüberzubringen.”

Unsichere Zeiten – Was retten?” wird am Montag, den 1. Dezember, um 20.30 Uhr live auf www.studio-bauhaus.tv und mms://streaming.fem.tu-ilmenau.de/wasretten  übertragen.

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