Erst am 10. November erreichte uns die schreckliche Nachricht: Miriam Makeba, “Mama Afrika” ist tot. Bestürzt zeigten sich die Verantwortlichen des Würzburger Africa Festivals. Hatte die Grande Dame der afrikanischen Musik doch im Jahr 2006 ihren Abschied auf den Mainwiesen gegeben. Kaum einer konnte damals ahnen, dass es einer für immer sein sollte. Nun, knapp drei Wochen später blicken die Organisatoren wieder nach vorne. “Kaum haben wir die letzten Tätigkeiten für das Jubiläumsfestival abgeschlossen, wirft das 21. Africa Festival vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2009 schon seine Schatten voraus. Es geht wieder los! Das Konzept des nächsten Festivals steht”, berichteten sie auf der ersten von zahlreichen Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch.
Unvergessliche Begegnungen
Die Vorfreude, die aus diesen Zeilen spricht, ist unüberhürbar. Nur zu gut erinnert sich auch das “Readers-Edition-on-Tour“-Team an die letzten zwei Festivaljahre, die sie auf dem idyllischen Gelände unterhalb der Festung Marienberg verleben durfte. Highlights wie das Konzert von Alpha Blondy zum 20-jährigen Jubiläum, schüne Begegnungen mit Künstlern wie Nosliw oder Jahcoustix und viele liebe Menschen, wie etwa Biffo von kitziblog.de, die wir dort kennen lernen durften, lassen auch bei uns schon jetzt den Puls hüher schlagen, wenn wir an das denken, was da kommen mag.
Das Afro Project Team hat sich für die 21. Ausgabe des grüßten Festes für afrikanische Musik und Kultur inEURopa wieder einiges einfallen lassen. Der Ruf, dem bisher rund 1,5 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland gefolgt sind, müssen sie schließlich auf ein Neues gerecht werden. Das mehrtägige Fest rund um den Reichtum und die Lebensfreude des Schwarzen Kontitents steht deshalb im kommenden Jahr ganz unter dem Zeichen nomadischer Vülker, deren Lebensweise aus unterschiedlichen Gründen bedroht ist. Die Themenschwerpunkte erstrecken sich denn auch von den Pygmäen im Kongo über die so genannten Buschleute aus dem südlichen Afrika bis hin zu den Surma aus dem Südosten von Äthiopien. Daneben, so das Ziel, sollen die “aktuellen Souds” des urbanen Afrika treten. Frische, neue Klänge aus den Metropolen Afrikas werden, da sind sich die Organisatoren sicher, das Festival in Bewegung bringen. “Einen weiteren Schritt gehen wir auch im Dialog der Kulturen, diesmal auf kulinarischem, oder besser ünologischem Weg”, erklärt Pressesprecher Christian Raith. “Das 21. Festival wird Ort der Begegnung zweier Weinkulturen sein. Die Region Franken trifft die Kapregion in Südafrika.”
Topstars auf den Mainwiesen
Die Vorbereitungen sind also in vollem Gange. Die ersten Verträge für das Musikprogramm wurden bereits unterschrieben und schon jetzt künnen sich Groß und Klein auf ein gewohnt hochkarätiges Bühnenprogramm freuen. Selbstverständlich werden sie auch Miriam Makeba die letzte Ehre erweisen. So wird der erste Abend ganz unter dem Zeichen “A Tribute to Miriam Makeba” stehen. Die junge Interpretin Camagwini, die sicherlich einmal in die Fußstapfen der großen Sängerin treten künnte, wird sich mit Trends aus Johannesburg dieser Aufgabe annehmen. Für den Samstag wurde Touré Kunda, die Pioniere der afrikanischen Weltmusik eingeladen. “Die senegalesischen Musiker sind bestens bekannt und hoch geschätzt – sie haben jedoch noch nie auf unserem Festival gespielt”, gibt das Afro Project Team über den “Neuzugang” Auskunft. “Am Sonntag präsentieren wir Khaled, dessen ‘Aicha‘ wir alle noch im Ohr haben. Er wird seine neue CD präsentieren und die Vielschichtigkeit und Wandlungsfähigkeit des Rai neuerlich beweisen”, freuen sie sich auch über einen “alten Bekannten”.
Khaled – Aicha – MyVideo
Und auch mit Salif Keita, der am Montag sein Publikum verzaubern wird, begrüßen sie einen weiteren Star der afrikanischen Musik,der vielen Besuchern sicher noch von seinem letzten Konzert 2006 in bester Erinnerung sein wird. Er wird seine brandneue, im Frühjahr erscheinende CD in der Universitätsstadt präsentieren.
Jetzt ist er also wieder angezählt, der traditionelle Countdown des Africa Festivals. Gespannt werden auch wir auf der Readers Edition die Entwicklungen in den nächsten Monaten verfolgen. Und natürlich werden auch wir wieder live dabei sein, wenn es heißt: “Welcome to Rainbow World”. Denn auch wir “Feiern mit Freunden!”.
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News in Bildern:
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Ich freue mich euch beide wieder zu treffen.