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Politik

Was ist Rechts, was ist Links?

Freitag, den 28. November 2008 um 09:54 Uhr von Thilo Pfennig

Gilt das Rechts/Links-Schema immer noch? In den Augen Vieler ist das Schema, nach dem über mehr als 200 Jahre die politischen Spektren eingeteilt werden, überkommen. Auch wird oftmals Rechts/Links als ein Gleichgewicht gesehen, bei dem die etablierten Parteien die Mitte bilden. Ist es so wie die meisten von uns es von uns selbst kennen: Wir haben zwei Beine und zwei Arme - einen Linken und einen Rechten? Oder neigt der Mensch zur Symmetriebildung und macht gerne aus Gegensätzen einen Dualismus, der in Waage gehalten werden muss?

Traditionell saßen Monarchisten und diejenigen, die eher für den Bestand der alten Ordnung eintraten rechts - also diejenigen, die der Demokratie, Bürgerrechten und gesellschaftlichem Fortschritt kritisch gegenüber stehen. In diesem Sinne passen heutige Parteien nicht mehr ganz in das damalige Muster. Der Adel hat seine Bedeutung verloren - und Parteien wie die CDU stehen heute auch hinter grundsätzlichen Bürgerrechten. und eine Restauration der alten Ständeordnung will eigentlich keine Partei mehr.

Es gibt aber einige Restbestände der damaligen Ausrichtungen: So stehen rechte Parteien nach wie vor eher dafür, die Eigentumsverhältnisse zu bewahren und bevorzugen eine eher auf Staatsräson ausgerichtete Politik. Auch Sozialistische Parteien (wie die SPD) haben Teile der ehemals rechten Grundsätze übernommen, weil auch sie Teil des Establishments geworden sind. Mit dem Sozialismus entstand dann auch ein radikales, linkes Gesellschaftsmodell, das darauf abzielte die gesellschaftliche Ordnung nicht mehr einfach nur zu Reformieren, sondern revolutionär umzugestalten. In Demokratien gestalteten sich dann die Wahlergebnisse oft danach welche gesellschaftlichen Gruppen, sich durch welche jeweilige politische Ausrichtung am meisten versprachen. Umgekehrt richteten die Parteien ihre Programmatik und Propaganda darauf aus eine Mehrheit der Bürger für sich zu gewinnen. Was wie ein System aussieht, das dafür sorgt das Bürger und Parteien sich immer mehr aufeinander einschwingen funktioniert allerdings mehr recht als schlecht, da die Einflussmöglichkeiten des einzelnen Bürgers auf Entscheidungen eher gering sind. Auch weil einflussreiche Lobbyisten bessere Mittel haben als über Wahlen ihre Ziele in der Politik zu verwirklichen - und zwar quer zum Parteienspektrum.

Am Rande des Spektrums tummeln sich diverse Parteien, Gruppierungen und Einzelkämpfer, die von der Frustration der Wähler leben. Diese bieten oft einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Am Linken Rand muss man dabei vielleicht die MLPD einordnen, die allerdings mit 0,1% der Stimmen bei der deutschen Bundestagswahl 2005 eher unbedeutend ist. Auf der radikalen Rechten finden wir hingegen durchaus  Parteien, die gewisse Wahlerfolge vorweisen können, wie derzeit die NPD, die in einigen Landtagen oder auch Kommunen  vertreten ist.

Was kennzeichnet das heutige, rechtsradikale und rechtsextreme Spektrum?

Auch hier findet man kaum noch Monarchisten. In diesem Bereich wird er Wähler vor allem so angesprochen:

  • Xenophobie (Angst vor Fremden) /Ausländerfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Patriotismus/Vaterlandsliebe
  • Verbrechensfurcht
  • Protest gegen den Status quo (Protestwähler)
  • Neid
  • Sozialismusphobie

Eine oft angewendete Taktik kann man kurz mit FUD umschreiben. “Fear, Uncertainty and Doubt” („Furcht, Ungewissheit und Zweifel“). Es wird also versucht, Furcht oder das Gefühl von Unsicherheit zu erzeugen - und es werden Zweifel gesät. Ein wirkliches Programm haben sie meist nicht zu bieten, weil der radikalen Rechten eben der Bezug abhanden gekommen ist. Sie bedienen sich in ihren fortschrittlichen Programmatiken bei den etablierten Parteien und Würzen das ganze mit etwas Provokation. Was sollen sie auch anderes tun? Während die Linke immer die Flucht nach vorne angetreten ist in das Unbekannte, wollte die Rechte immer zurück. Spielten Parteien wie die CDU mit Begriffen wie “Zukunft, Zuversicht”, blieben und bleibt Parteien rechts von der CDU nur sich mit der Rückwärtsgewandheit einer Sackgasse abzugeben.

Als die NSDAP in Deutschland die Macht ergriff, so tat sie dies auch in dem sie sich Anleihen am Sozialismus machte und zudem die Völkischen, Nationale, Monarchisten, konservativen Christen und Teile der Deutschen Industrie für sich gewann. Nun gibt es heute aber eben von den meisten Gruppen deutlich weniger Unterstützer als damals. Der Deutschen Industrie geht es auch ohne Nazis gut - und das Nationale findet in der Wiederentdeckung des Patriotismus auch in etablierten Parteien Einzug. Der radikalen Rechten bleibt daher nichts anderes übrig, als in all ihren Versprechungen noch radikaler zu sein, sich damit mehr von der imaginären Mitte zu entfernen - und somit auch weiter weg von einer Mehrheit in der Gesellschaft. Profitieren tun sie dabei zum einen von latenten Vorurteilen in der Gesellschaft und in den etablierten Parteien, die dazu führen das eine Abgrenzung zu radikalen Positionen unterbleibt - und von den Fehlern und Verfehlungen der Parteien, wie Korruption, Unfähigkeit oder auch externen Bedingungen wie der Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen.

Es mag auch Einzelpersonen oder Medien und Organisationen geben, die nicht eindeutig als rechtsradikal zuordbar sind und die ihre Aufgabe darin sehen Ideen und Positionen vom rechten Rand in die politische Diskussion einzubringen, den Rand aufzuweichen und somit die imaginäre Mitte nach rechts zu verschieben. Das gelingt ihnen um so besser, wie durch falsch verstandene Toleranz radikale Positionen als legitime Meinung etabliert werden können. Dennoch führt diese Taktik nirgendwo hin, weil es heute keine große, rechte Vision gibt, die tragfähig wäre. Und wenn es diese gäbe, so wäre es in aller erster Linie eine direkte Bedrohung eines friedfertigen, gesellschaftlichen Miteinanders.

Die  Rechts/Links-Ordnung stellt also keine Waage dar, die es auszugleichen gilt.

Die einzelnen Thesen müssen kritisch hinterfragt werden. Dabei hat das rechte Spektrum keine Visionen zu bieten innerhalb unseres jetzigen gesellschaftlichen Systems. Die politische Linke hat dabei mehr Bewegungsspielraum, insbesondere weil viele Ideen und Visionen niemals ausprobiert wurden. Ihr Manko ist die Erfahrung des realexistierenden Sozialismus, den niemand ernsthaft als gesellschaftliches Experiment wiederholen wollen kann. Doch scheint sich gerade in der jetzigen Krise des Kapitalmarktes sozialrevolutionäre Kritik zu bewahrheiten und auch mit dem Eingreifen des Staates deutlich zu werden, dass die bisherige Marktideologie keineswegs unsere Zukunft sichern kann. Es gibt einige Punkte, die bei allen politisch aktiven Gruppen einen Konsens darstellen sollten, wie z.B. die Wahrung der Menschenrechte und die Schaffung einer Chancengleichheit, sodass nicht wie heute in Deutschland der Status der Eltern stark die Chancen des Kindes bestimmt. Systeme und Programme die hier versagen, sollten keine Zukunft haben.

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31 Reaktionen zu “Was ist Rechts, was ist Links?”

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  1. Bernd stichler

    am 28. November 2008 um 10:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    Herr Pfennig, einen unbedarften Altbundesbürger können Sie mit Ihrer einseitigen Propaganda hinters Licht führen. Aber diejenigen, die im Kommunismus politisch verfolgt worden sind , die über Erfahrung und Kenntnisse verfügen, lassen sich doch von Ihnen nicht einwickeln. Sie sind Theoretiker, wir sind gestandene Praktiker.

    Bernd stichler

  2. Thilo Pfennig

    am 28. November 2008 um 10:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    @stichler: Aha. Da könnte ich auch sagen das ich als Altbundesbürger über mehr Demokratieerfahrung verfüge. Aber ich bevorzuge eine Auseinandersetzung mit klaren Argumenten und nicht mit Vorurteilen oder argumentum ad hominem.

  3. Jochen Ebmeier

    am 28. November 2008 um 12:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die Darstellung, wo die Bezeichnung “rechts” historisch herkommt, ist treffend. Woher aber die Alternative “links”? Von der spezifischen Nähe zur REVOLUTION. Das haben Sie ebenfalls durchblicken lassen, aber nur vorsichtig.

    Dass die Monarchie als Bezugspunkt für “rechts” entfallen ist, zeigen sie ebenfalls richtig. Was fehlt, ist die Frage: Was wurde aus der ‘Revolution’ als Definitionsgrund für “links”? Da lassen Sie uns Leser im Stich!

    Ich kann Ihnen aber aushelfen; siehe: http://www.readers-edition.de/2008/07/14/vom-untergang-der-linken

  4. paepstinbenediktine

    am 28. November 2008 um 13:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jochen ebmeier:

    das sehe ich anders. “revolution” ist nicht per se der kernpunkt linker politik, wie ein blick in die geschichte zeigt: die uspd hat sich in der weimarer republik von der spd abgespalten, weil die mehrheit der spd eben keine revolution wollte, sondern eine verbesserung der sozialen lage der arbeiterschaft innerhalb des parlamentarischen systems. “links” ist eher das streben nach chancengleichheit, sozialer absicherung etc.

  5. antonym

    am 28. November 2008 um 14:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich finde die Darstellung grundsätzlich misslungen. Links bedeutet zumindest im europäischen Rahmen über die Jahrhunderte hinweg die zunehmende Demokratisierung. Für die Rechten gibt es heute nur noch in England ein ernstzunehmendes Königshaus, aber den Platz können eben auch Führerfiguren und überhaupt ein starker Staat mit grossen Ordnungskräften und Militär einnehmen.

    Dass für Linke die Revolution der Kern der Sache sei, hat ja schon der alte Marx abgelehnt. Der hatte ja schon die Demokratisierung der Produktionsmittel ins Auge gefasst, was in unserer bürgerlichen Demokratie immer noch eine Utopie ist.

  6. Rolf Ehlers

    am 28. November 2008 um 16:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist richtig, dass die alten Ursprünge der rechten und der linken politischen Richtungen nicht mehr die jetzige Lage erklären können. Aus der Sicht der
    extremen Rechten, die sich in Teilen in allen “bürgerlichen” Parteien befinden (auch
    Clemens & Co.), teilt sich die Welt in Superiore und Inferiore. Die Rechten bedienen gern die wenigen Mächtigen, viele rechte Wähler hoffen, bald zu diesen zu gehören. Anhänger der Linken halten es mehr mit der sozialen Gerechtigkeit im Interesse der Masse der Schwächeren.

    Auch wenn Jochen Ebmeier meint, soziale Gerechtigkeit sei immer nur im konkreten Fall auszumachen, es gibt eben nur das Kriterium der Gerechtigkeit und nicht einen solchen Begriff. Aber dieses Kriterium treibt die Linken um und stört die Rechten, die sich im Anspruch wähnen, die Macht stehe ihnen zu.

  7. Bernd Stichler

    am 28. November 2008 um 16:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    “links” ist eher das streben nach chancengleichheit, sozialer absicherung etc.”

    Die Weltgeschichte weist aus, daß diese Darstellung nicht der Realität entspricht sondern in irreführender Absicht ideoligisch konstruiert ist. Die Weltgeschichte hat auch weiterhin bestätigt, daß ” Links ” auch Diktatur, Unterdrückung, Armut , technische Rückständigkeit, ökonomische Unfähigkeit, dafür aber militärische Überpräsenz bedeutet. Den Zusammenbruch des Ostblocks , also eines linken Systems, wird wohl auch Herr Pfennig nicht leugnen können.

    Bernd Stichler

  8. Thilo Pfennig

    am 28. November 2008 um 17:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ebmeier: Ich schrieb auch “Ihr Manko ist die Erfahrung des realexistierenden Sozialismus, den niemand ernsthaft als gesellschaftliches Experiment wiederholen wollen kann.” - Ich habe das nicht näher ausgeführt, weil die Geschichte hinlänglich bekannt ist. In ihrem Artikel meinen Sie das das 20. Jahrhundert nicht revolutionär war. Aber immerhin hab es zwei Weltkriege und auch ein kommunistisches Russland und China. Das rechtfertigt mithin die Bezeichung eines revolutionären Jahrhunderts. Weiterhin definieren Sie Bürokratie als Links - dabei waren es gerade die Preußen, die da die größten Schritte unternahmen (obgleich im Verhältnis zu heute lächerlich klein). Ich würde zustimmen dass das Modell eine proletarischen Revolution zu den Akten gehört. Aber eher, weil heute nicht mehr nur die Arbeiter zu den Unterdrückten gehören - und auch weil moderne Marktwirstchaften nicht einfach nur repressiv sind, sondern auch konstruktiv. Nicht zuletzt ist der Rheinische Kapitalismus auch zum Teil ein realexistierender Sozialismus. Wer heute noch mit Marx argumentiert lebt noch im letzten Jahrhundert, das einzig wahre ist, das es in der Gesellschaft stets um Verteilungskämpfe geht. Die Arbeiterklasse aber gibt es seit langem nicht mehr - das ist ja gerade eines der zentralen Probleme - bzw. Teile der Arbeiterklasse sind heute Teil der Profiteure und haben auch wenig Interesse an dem Ändern der Verhältnisse. Teilen und Herrschen eben.

  9. paepstinbenediktine

    am 28. November 2008 um 17:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    @bernd stichler:

    “Die Weltgeschichte hat auch weiterhin bestätigt, daß ” Links ” auch Diktatur, Unterdrückung, Armut , technische Rückständigkeit, ökonomische Unfähigkeit, dafür aber militärische Überpräsenz bedeutet.”

    das ist wohl eher ein kennzeichen von diktaturen im allgemeinen, gleichgültig ob es nun linke oder rechte sind. es gibt auch rechte diktaturen, wissen sie?

    das linke projekt auf seine negativen auswüchse zu reduzieren ist blanke demagogie. ich möchte da nur auf die errungenschaften der sozialdemokratie während der industrialisierung hinweisen, die organisation der arbeiter in gewerkschaften, allgemeines wahlrecht, frauenwahlrecht… die liste ließe sich beliebig verlängern.

    vor dem hintergrund der aktuellen globalen militärischen kräfteverhältnisse von militärischer überpräsenz von links zu reden halte ich - gelinde gesagt - für ziemlich gewagt.

  10. Ernst Flinscher

    am 28. November 2008 um 17:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    ” Wer heute noch mit Marx argumentiert lebt noch im letzten Jahrhundert, das einzig wahre ist, das es in der Gesellschaft stets um Verteilungskämpfe geht. Die Arbeiterklasse aber gibt es seit langem nicht mehr - das ist ja gerade eines der zentralen Probleme - bzw. Teile der Arbeiterklasse sind heute Teil der Profiteure und haben auch wenig Interesse an dem Ändern der Verhältnisse. Teilen und Herrschen eben. ”

    Endlich mal eine realistische Sichtweise.

  11. Jochen Ebmeier

    am 29. November 2008 um 00:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Herr Pfennig, nichts von dem, was Sie in meinem Artikel gelesen zu haben meinen, habe ich geschrieben. Das Scheitern der russischen Revolution war das Resultat der bürokratischen Konterrevolution Stalins und seiner Politik des “Sozialismus in einem Land” - d. h. seines Verrats an der Weltrevolution. Das schiebe ich nicht aus dem Ärmel nach, sondern das habe ich auf diesen Seiten längst geschrieben:

    # Vom Untergang der Linken (14.07.2008)
    # Totale Bürokratie (lll) (12.07.2008)
    # Totale Bürokratie (ll) (10.07.2008)
    # Totale Bürokratie (l) (08.07.2008)

    @paepstinbenediktine: Reformistische Gesundbeterei ist niemals “links” gewesen: Sie war der RECHTE Flügel der Arbeiterbewegung, dem es lediglich um die Verhinderung der Revolution zu tun war; und dem - wie nicht zuletzt die deutsche Geschichte beweist - die Erhaltung der herrschenden Ordnung im Ernstfall immer wichtiger war als vorgebliche “Reformen”. Die einzigen Reformen, die sie tatsächlich zuwege brachten, bedeuteten immer nur neue Posten im Öffentlichen Dienst für die Abkömmlinge der Arbeiterbürokratie.

  12. Jochen Ebmeier

    am 29. November 2008 um 00:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Rolf Ehlers, das Irritierende ist bloß, dass Ihr “Kritierium” der Gerechtigkeit auch von all den Leuten in Anspruch genommen wird, die Sie als rechts bezeichnen würden. Gerecht findet der Erfolgreiche, wenn er die Früchte seines Erfolges so verwendet, wie es ihm richtig vorkommt. Und die, die nicht so erfolgreich waren, finden es gerecht, wenn sie am Erfolg der andern teilhaben können. Recht haben sie beide - je nachdem, auf wessen Standpunkt man sich stellt. Ich fürchte, Ihr “Kriterium” wird da keinen Ausweg weisen.

    Und wie ich höre, ist auch die NPD sehr für Gerechtigkeit; nur meinen sie, die gebotene Solidarität müsse eine “nationale” sein. Ohne scharfe BEGRIFFE werden Sie gegen solche Sülze einen wackligen Stand haben!

    Gruß,
    JochenEbmeier

  13. Bernd Stichler

    am 29. November 2008 um 16:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    @PAEPSTIBENEDIKTINE

    ” vor dem hintergrund der aktuellen globalen militärischen kräfteverhältnisse von militärischer überpräsenz von links zu reden halte ich - gelinde gesagt - für ziemlich gewagt. ”

    Ihr Kommemntar zeigt, daß Sie garnicht verstanden haben, was ich geschrieben habe. Vermutlich können Sie es garnicht verstehen, weil Sie zu jung dafür sind. Sie kommentieren hier eine Aussage, die ich nie gemacht habe. Auch das kann mitunter gewagt sein. Falls Sie nun überlegen, wo Ihr Fehler liegt, gebe ich ihnen ein Stichwort :” aktuellen “. klingelts jetzt? Wenn nicht, hilft nur Geschichtsunterrricht.

    Bernd Stichler

  14. paepstinbenediktine

    am 4. Dezember 2008 um 14:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    @bernd stichler:

    ich habe sehr wohl verstanden, was sie gesagt haben - scheinbar ist das umgekehrt nicht der fall. ich erkläre es ihnen aber gern nocheinmal. mit meiner aussage wollte ich lediglich an einem aktuellen beispiel illustrieren, dass “militärische überpräsenz” keine domäne linker projekte war oder ist, das ist alles. klingelts?

    im übrigen ist sehr natürlich sehr einfach, ad personam zu argumentieren, wenn es an sachargumenten mangelt. wenn jemand eine andere meinung vertritt, dann muss er ja dümmer, jünger, unerfahrener, ungebildet etc sein. DAS, herr stichler, ist für mein ein zeichen von unreife, und die hat nichts mit dem alter zu tun. alt, herr stichler, wird man von ganz allein, das ist keine leistung.

  15. Andreas E.

    am 4. Dezember 2008 um 15:52 Uhr | Link | Kommentar melden

    An meinen Vorredner,

    dumm nur, das du mal wieder dabei erwischt wurdest, wie du dummes Zeugs quarkst!

    Herr Stichler hat dich eindeutig widerlegt.
    Akzeptier es und höre auf, hier die Leute sinnlos dummdreist zu beleidigen.
    Du bist und bleibst ein Internettroll.

    Bringe etwas konstruktives zum Thema, aber nicht deine kranken Ansichten, die eh niemand hören will!

  16. paepstinbenediktine

    am 4. Dezember 2008 um 19:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jochen ebmeier:

    dann ist also die spd der weimarer republik eine rechte partei für sie? ok, diese sichtweise muss man dann wohl akzeptieren.

    @andreas e.:

    jo, das spielchen kenne ich so langsam. mehr als mein müdes gähnen rufen ihre anwürfe nicht hervor. aber wenn sie es wirklich nötig haben - bitte schön, tun sie sich keinen zwang an.

  17. Jochen Ebmeier

    am 5. Dezember 2008 um 00:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die SPD hat während der Revolution in Januar 1919 die Baltikumer Freikorps ins aufständische Berlin geholt, denen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum Opfer fielen. Nenne ich eine konterrevolutionäre Partei “rechts”? Gegenfrage: Wen sonst?

    Im Übrigen bezog sich Hrn. Stichlers Bemerkung über Ihr Alter wohl auf die Kürze der Zeit, die Ihnen zum Lernen bislang gegeben war. Ich dagegen glaube, dass es nicht die Zeit zum Lernen, sondern der Wille zum Lernen ist, was Ihnen fehlt. Sie glauben, Sie dürften hier - in der Öffentlichkeit! - schreiben, die USPD habe sich “in der Weimarer Republik” von der SPD abgespalten; die SPD habe “während der Industrialisierung” (?) irgend eine ‘Rolle gespielt’… Sie dürften so etwas hier schreiben und hätten trotzdem Anspruch darauf, ernst genommen zu werden. Nein, den haben Sie verspielt.

  18. paepstinbenediktine

    am 5. Dezember 2008 um 09:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jochen ebmeier:

    “Die SPD hat während der Revolution in Januar 1919 die Baltikumer Freikorps ins aufständische Berlin geholt, denen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum Opfer fielen. Nenne ich eine konterrevolutionäre Partei “rechts”? Gegenfrage: Wen sonst?”

    mich würde interessieren, wie sie “rechts” definieren. oh, nein, “politisch rechts”, ist die formulierung so genehm?

    “die USPD habe sich “in der Weimarer Republik” von der SPD abgespalten”

    gut, herr ebmeier, es war schon 1917. freuen sie sich, dass ich mich um ein paar monate vertan habe. ändert das irgendetwas an meinem argument? nein. mal so aus der hüfte geraten: sie sind lehrer? deformation professionelle?

    schön, herr lehrer, dann “im heraufdämmern der weimarer republik” und “im zuge der emanzipation der arbeiterschaft”, kriege ich dann eine bessere note? sehen sie, wie brav ich kleines dummchen von ihnen lerne?

    es ist ja schön und gut, dass ich ihnen und herrn stichler scheinbar so wichtig bin, dass sie über mein alter und meine ausbildung spekulieren, aber sie sollten ihre altherrenphantasien doch hier bitte im eigenen interesse lieber nicht zum thema machen.

  19. paepstinbenediktine

    am 5. Dezember 2008 um 09:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jochen ebmeier:

    “Die SPD hat während der Revolution in Januar 1919 die Baltikumer Freikorps ins aufständische Berlin geholt, denen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum Opfer fielen.”

    rosa luxemburg wurde von einem deutschen offizier ermordet. wie soll man sie eigentlich ernst nehmen? sie haben verspielt.

  20. Jochen Ebmeier

    am 5. Dezember 2008 um 10:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die Baltikumer Freikorps bestanden freilich aus deutschen Offizieren. Vor der Revolution oder nach der Revolution ist keine Kleinigkeit. Die Weimarer Republik ist nicht “heraufgedämmert”, sondern war das Reultat einer (Konter-)Revolution. “Die Arbeiterschaft” hat sich emanzipiert? Wo und wann soll das gewesen sein?

    Bilden Sie sich nichts ein. Um Ihre Person geht es nicht. Es geht darum, die Öffentlichkeit - und das ist auch das Internet - frei zu… halten? nein, wieder frei zu machen von selbstverzücktem Geschnatter. Wer nix weiß und wer nix wissen will, ist nicht mit andern gleichberechtigt.

  21. Jochen Ebmeier

    am 5. Dezember 2008 um 10:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    PS. Würde es Sie interessieren, wie ich “rechts” definiere, hätten Sie einfach an der angegeben Stelle nachgelesen. Das haben Sie nicht.

  22. Andreas E.

    am 5. Dezember 2008 um 20:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Jochen Ebmeier

    Bei pb ist jeglicher Hopfen und Malz verschwendete Liebesmüh, ihn dazu zu bringen, einmal eine Fehler und seine Miß-Bildung zuzugeben. Mich hat er volle drei Jahre terrorisieren können, bis ich entsprechende Maßnahmen ergriff, da solche schreiende Dummheit eigentlich weggesperrt gehört.

    Hinzu kommt noch die eigene rechtsradikale politische Ausrichtung, die unter einem angeblich ‘links’ sein nur dadurch gerechtfertigt wird, in dem man link ist! Leider hat pb, was dies angeht, auch einige wirklich interessante Stilblüten hinterlassen und flog schon von der einen oder anderen Plattform eben wegen seiner merkwürdig anmutenden und narrischen Aussagen.

    Sich allein schon darauf zu berufen, das Rosa Luxemburg von einem deutschen Offizier erschossen wurde, jener aber ein Angehöriger der Baltikumer Freiheitskorps war, dabei zu vergessen, zeigt, wo dieser Internettroll seine Quelle nimmt: Der Wikipedia. Dort wird nämlich eben nicht erwähnt, daß jener Offizier zum BFK gehörte. (In jedem Hauptschuldgeschichtsbuch steht dies jedoch eindeutig drin - vor allem in den Älteren aus der Prä-Kohl-Ära.)

    Sie haben sich eindeutig gut mit diesem Internettroll geschlagen. Aber sie sollten daran denken, daß er nicht so gerne verliert. Und mittlerweile auf dieser Plattform hier ebenfalls zum Abschuß freigegeben wurde! Zumindest von den Kommentatoren, wie die Administration reagieren wird, ist mir noch unbekannt. Aber ich rechne jederzeit mit einer entsprechenden Reaktion!

    Fest steht, pb will zum Bildungsbürgertum gehören, kriegt aber die geringsten geschichtlichen Tatsachen nicht auf die Reihe. Allein dafür gebührt ihm einen Orden, da seine Hetzjagd auf mich ja genau mit solch einem Thema begann - und er schon damals den Kürzeren zog. Heute ist er mir nur noch ein müdes Gähnen wert, da er mir mit jedem Tag mehr zeigt, das meine Diagnose über ihn im http://hufeisenstein.kulando.de/ -Blog wohl eindeutig zutrifft. Sonst würde er hier nicht so Amok laufen.

    Behandeln sie ihn gut, pb ist ein Einzelstück einer im Internet immer mehr an Überhand gewinnender Gruppe von sogenannten rechts/links-einen Fallen lassen-Internettroll-Gesindel, daß dringend in Therapie gehört. Allein schon wegen der kruden Ansichten, die diese Brüder nach außen hin vertreten - und sich absolut lernresistent zeigt!

    MfG

  23. Andreas E.

    am 5. Dezember 2008 um 20:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ps.: Den Kategorieläufer ‘Trolling’ anwählen, da steht nicht nur sehr viel wissenswertes über solche Gelichter wie dieser Troll drin, sondern auch sehr viel über ihn, so das sie ihn besser einschätzen können.

  24. paepstinbenediktine

    am 6. Dezember 2008 um 14:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    “Die Arbeiterschaft” hat sich emanzipiert? Wo und wann soll das gewesen sein?”

    gewerkschaften? gleiches wahlrecht? frauenwahlrecht? arbeitnehmerrechte? verkürzung der arbeitszeiten? fünftagewoche? renten- und sozialvericherung? tarifverträge? soll ich die liste verlängern? versammlungs- und koalitionsfreiheit?

  25. paepstinbenediktine

    am 6. Dezember 2008 um 14:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jochen ebmeier:

    schön, ihre definition von links ist “der revolution nahestehend”. wann “steht man der revolution” denn nahe? und ist ihre definition die allein richtige, oder ist auch eine andere meinung erlaubt, selbst wenn es die meinung eines grunddummen menschen wie mir ist?

  26. Jochen Ebmeier

    am 6. Dezember 2008 um 18:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    Also wenn man sich irgendwo häuslich einrichtet, hat man sich emanzipiert - ? Emanzipieren kommt von ‘e(x) manu c(a)pere’ = aus der Hand (eines andern) entweichen. Da scheint mir Abhängigkeit gemeint zu sein, aus der man sich befreit, und mit der man sich eben nicht akkomodiert.

    Der Revolution nahe steht man jedenfalls nicht, wenn man die Freikorps ruft, um sie nieder zu schlagen. Meine Definition ist die historisch korrekte. Sie dürfen selbstverständlich meinen, was sie wollen. Aber behalten Sie’s doch für sich, gell?

  27. paepstinbenediktine

    am 6. Dezember 2008 um 19:42 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jochen ebmeier:

    warum denn so verbissen? die größe ist SOOOO wichtig jetzt auch wieder nicht.

  28. Thilo Pfennig

    am 7. Dezember 2008 um 04:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    Also eigentlich ist das hier kein Forum. Vielleicht braucht die RE ja eins. ich denke nur.

  29. Andreas E.

    am 7. Dezember 2008 um 14:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    @päpstinbenediktine

    Geschichte, Päpstin, Geschichte!

    Mußt nur Geschichtsbücher lesen, die du im Internet nicht findest. Vielleicht ein Geschichtsschulbuch aus der 8. Klasse Hauptschule - ich meine, wenn du schon dein Abi nicht gepackt hast, dürftest du diesen Stoff in jedem Fall verstehen.

    OfG

  30. Weitere Erkenntnisse zur Piratenpartei « Ritinardo

    am 8. August 2009 um 16:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Rechts/Links-Verwirrungen. Ähnlich wie in der Mainstreamgesellschaft herrscht auch bei der PP die Denke vor, dass rechts und links einfach zwei Seiten politische Orientierung wären. Das dem nicht so ist, habe ich vor ein paar Jahren auf Readers Edition ausführlicher beschrieben. Staatliche Überwachung und ein striktes Urheberrecht ist im wesentlichen eine Agenda der rechten politischen Kräfte. Die PP steht zwar nicht ursprünglich in einer linken Tradition, sondern eher aus Richtung einer wissenschaftlichen Bildungselite, bzw. einer Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, aber dennoch sind die Kernthemen der PP im wesentlichen links bzw. anarchistisch – ein mehr an Freiheit, weniger Überwachung, weniger Repression und Herrschaftsstrukturen abbauen. Leider hat eine großer Teil der Mitglieder das noch nicht zu Ende gedacht und somit wird allzu oft staatskonservativ gedacht und z.B. mit dem Grundgesetz argumentiert. die Jahrhunderte der Demokratisierung und der Kampf für mehr Freiheitsrechte scheint in ihrem Denken kaum eine Rolle zu spielen, wie sie auch sonst oft eher geschichtsagnostisch argumentieren. […]

  31. Die Radikalität der Mitte « Ritinardo

    am 27. Januar 2010 um 15:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Problematisch ist auch die Polarität der Betrachtungsweise. Ich bin darauf bereits in einem früheren Artikel in der Readers Edition eingegangen. Leider setzen sich zu wenige Leute mit den historischen Wurzeln der Begriffe näher auseinander. Auch versagt hier die Schule offenbar komplett. Wer nach Jahren des Geschichtsunterrichts nicht Rechts von Links unterscheiden kann, dem fehlt etwas. […]

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