Mukata – Hausverbot

Nein, sie haben’s gar nicht mit der freien Meinungsäußerung. Oder wenigstens der Berichterstattung. Seit ein paar Wochen nicht einmal mehr mit dem Zuhören lassen an Medieninformationen. Die Kollegen von Al Jazeera erhalten seit zwei Wochen keinen Zugang mehr zur Mukata, dem offiziellen Regierungssitz des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Ramallah.

aljazz.jpgNein, sie haben’s gar nicht mit der freien Meinungsäußerung. Oder wenigstens der Berichterstattung. Seit ein paar Wochen nicht einmal mehr mit dem Zuhören lassen an Medieninformationen.

Die Kollegen von Al Jazeera erhalten seit zwei Wochen keinen Zugang mehr zur Mukata, dem offiziellen Regierungssitz des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Ramallah. Hausverbot, ohne Begründung, ohne Warnung – halt, das gilt’s zu korrigieren: Seit einigen Momanten werden die Büros von Al Jazeera in Ramallah, aber auch der palästinensischen Fernseh-Nachrichtenagentur Ramattan immer wieder von Abbas’ Sicherheitskräften durchsucht, die Journalisten und Techniker an der Arbeit gehindert.

Abbas, der Darling der Israeli und des Westens, gebärt sich also wie seine Amtskollegen in Saudi-Arabien und die irakische Führung in den letzten vier Jahren – Al Jazeera respektive die Pressefreiheit hat dort draußen zu bleiben. Keine Journalisten des größten arabischen TV-Netzwerkes erhalten Einreisebewilligungen nach Saudi-Arabien oder in den Irak; in Ägypten lässt das Regime schon mal Al-Jazeera-Journalisten verhaften, beschlagnahmt unliebsames Filmmaterial.

Hey, wie man’s übrigens machen könnte, wenn Journalist denn dürfte, zeigt dieser Sender.

State of the Arte, sozusagen – chapeau, Kolleginnen und Kollegen!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf andremarty.com.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*