Unruhen in Griechenland – Gewalt in Bildern

Zerstörte Autos, Flammen, die aus den Geschäften schlagen, kaum zu bändigende Gewalt auf den Straßen: Unweigerlich wird der Zuschauer an Szenen erinnert, die sich vor fast genau drei Jahren in Frankreichs Vororten abspielten. Damals, im Oktober 2005 galt der Unfalltod zweier Jugendlicher als Auslöser furchtbarer Unruhen. Chaos regierte Paris und

athen.jpgZerstörte Autos, Flammen, die aus den Geschäften schlagen, kaum zu bändigende Gewalt auf den Straßen: Unweigerlich wird der Zuschauer an Szenen erinnert, die sich vor fast genau drei Jahren in Frankreichs Vororten abspielten. Damals, im Oktober 2005 galt der Unfalltod zweier Jugendlicher als Auslöser furchtbarer Unruhen. Chaos regierte Paris und das Umland. Der Notstand wurde ausgerufen. Seit drei Tagen erreichen uns nun auch aus Griechenland Szenen, die den Atem rauben. Nachdem der erst 15-jährige Alexandros Grigoropoulos in Athen von einem Streifenpolizisten erschossen wurde, weitet sich die Gewalt jetzt auch auf andere Städte des Landes aus. Die Nachrichten hierzu überschlagen sich fast im Minutentakt. Erst heute Abend kam es erneut zu schweren Krawallen, denen die hiesige Polizei mit einem massiven Tränengaseinsatz beikam.

Bürger greifen zur Kamera

Die “Spur der Verwüstung” wird jedoch nicht nur von den Mainstream-Medien dokumentiert. Die Bürgerkriegs ähnlichen Zustände, die das Land derzeit beuteln, finden sich auch auf YouTube. Bürger haben wie schon kürzlich während der Anschläge in Mumbai die Initiative ergriffen und verbreiten ihre Sicht im World Wide Web.

Dem toten Jungen erweist auch die YouTube-Gemeinde die letzte Ehre:

Was sich kurz nach seinem Tod abspielte, das zeigt dieses Augenzeugen-Video, das am 7. Dezember 2008 hochgeladen wurde:

Dramatische Momente auch hier. Der verzweifelte Versuch inmitten der Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten nach Hause zu kommen:

Nicht einmal die Universität blieb verschont:


Die Krawalle haben nun unter anderem auch die Hafenstadt Piräus erreicht:

Auf Facebook gibt es mittlerweile eine KondolenzGruppe mit dem Namen “Alexandros Grigoropoulos (R.I.P.)“, der aktuell nahezu 70.000 Mitglieder angehören.

Auch auf Flickr werden die schockierenden Bilder verbreitet. Eine kleine Schau findet sich unter News in Bildern.

Photo Quelle/Copyright: murplej@ne – under construction, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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  1. In GR entlädt sich jetzt die aufgestaute Wut gegen die neoliberale Regierung, die bei großen Teilen der jüngeren Bevölkerung lediglich Hoffnungslosigkeit produziert hat. In GR spricht die gut ausgebildete Jugend von sich selbst als die 700-Euro-Generation und geht jetzt auf die Straße, um Ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft einzufordern. In Deutschland wird der Aufhänger ein Anderer sein aber schon bald werden auch hier die Menschen auf die Straßen gehen, um die Missstände öffentlich anzuprangern. Die deutsche Administration hat allerdings durch einen hochtechnisierten flächendeckenden Überwachungsstaat viele Möglichkeiten, die Ausschreitungen im Vorfeld durch gezielte Massenverhaftungen abzumildern.