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Politik

Menschenrechtsschutz durch Humanitäre Interventionen

Dienstag, den 9. Dezember 2008 um 09:16 Uhr von Josef Bordat

Was tun, wenn Menschenrechte verletzt werden, weil – unter vielen anderen Gründen – die Prävention durch Bildung nicht die gewünschten Ergebnisse zeigt? Diese Frage stellte die kanadische Regierung im Jahr 2000 einer internationalen Kommission, die dazu ein Gutachten verfasste.

Mitglieder der Kommission waren Gareth Evans und Mohamed Sahnoun als Vorsitzende sowie Gisèle Côté-Harper, Lee Hamilton, Michael Ignatieff, Vladimir Lukin, Klaus Naumann, Cyril Ramaphosa, Fidel Ramos, Cornelio Sommaruga, Eduardo Stein und Ramesh Thakur als einfache Mitglieder. Insgesamt traf sich die Kommission fünf Mal, in Ottawa (05./06.11.2000), in Maputo (11./12.03.2001), in Neu-Delhi (11./12.06.2001), in Wakefield (05.-09.08.2001) und in Brüssel (30.09.2001). Schon an diesen Rahmendaten wird die globale Ausrichtung der Kommission deutlich und ihr Anspruch, für die Weltgemeinschaft zu sprechen und auf die Dilemmata bei der Entscheidung für oder gegen militärische Gewaltanwendung im Rahmen von humanitären Interventionen eine Antwort zu geben. Es adressiert dazu alle Fragen des bellum iustum bzw. des „just war“, nimmt damit die historischen und systematischen Vorgaben auf und entwickelt so ein eng am ethischen Diskurs orientiertes juridisch-politisches Programm.

Das Gutachten The Responsibility to Protect

Das Gutachten The Responsibility To Protect der International Commission on Intervention and State Sovereignty (ICISS) wurde im Dezember 2001 vorgestellt. Gleich zu Beginn des Gutachtens zeigt sich sowohl der Bezug zum aktuellen Schrecken des Terrors, als auch zugleich die abwägend-distanzierte Grundhaltung, die den ganzen Bericht prägt: „This report is about the so-called ,right of humanitarian intervention’: the question of when, if ever, it is appropriate for states to take coercive – and in particular military – action, against another state for the purpose of protecting people at risk in that other state. At least until the horrifying events of 11 September 2001 brought to center stage the international response to terrorism, the issue of intervention for human protection purposes has been seen as one of the most controversial and difficult of all international relations questions.“ (VII). Es folgt eine weitere historische Motivierung und die Konkretisierung der Aufgabenstellung: „With the end of the Cold War, it became a live issue as never before. Many calls for intervention have been made over the last decade – some of them answered and some of them ignored. But there continues to be disagreement as to whether, if there is a right of inter-vention, how and when it should be exercised, and under whose authority.“ (VII). Die Frage lautet also: Sind militärische Interventionen erlaubt, und wenn ja: wann, wie und unter wessen Führung? Damit wird ganz in Kontinuität des traditionellen bellum iustum-Topos vorgegangen, indem zunächst die Frage des ius ad bellum und dann die des ius in bello adressiert wird.

In Anlehnung an die historische recta intentio fasst der Bericht die „right intention“ in folgendem Leitsatz zusammen: „The primary purpose of the intervention, whatever other motives intervening states may have, must be to halt or avert human suffering. Right intention is better assured with multilateral operations, clearly supported by regional opinion and the victims concerned.“ (XII). Problematisch ist der Einschub „whatever other motives intervening states may have”, der auf das realpolitische Phänomen der „mixed motives“ deutet.

Nur für den Fall von „serious and irreparable harm occurring to human beings, or imminently likely to occur“, einhergehend mit „large scale loss of life, actual or apprehended, with genocidal intent or not“ sind militärische Interventionen gerechtfertigt (XII). Entscheidend sind also die hohe Wahrscheinlichkeit des Eintritts des unerwünschten Ereignisses („occurring … or immenently likely to occur“) sowie der Umfang der Schäden („large scale loss of life“). Eine wichtige Interpretationsfrage betrifft den Begriff „life“. Ist damit die Vernichtung der physischen Existenz gemeint oder die Auslöschung von „Leben in Würde“? Das Gutachten meint das Töten von Menschen. Andere gewaltsame Methoden zur Beendigung eines „Lebens in Würde“ werden nicht berücksichtigt. Dass allerdings die bloße physische Existenz als „Wert“ unter dem absoluten Wert der Menschenwürde steht und mit der Beschränkung auf den Akt des Tötens u. U. die Zahl der Fälle interventionswürdiger Tatbestände unzulässig eingeengt wird, darauf verweist etwa Paul Tiedemann, für den nicht die physische Existenz des Menschen das entscheidende Kriterium darstellt, sondern die Unberührtheit seiner „personalen leibseelischen Integrität“. Akte der „Depersonalisierung“ wie Vergewaltigung, Genitalverstümmelung und Folter stellen in der Tat ebenfalls „lebensverhindernde“ Gewaltakte dar, zumindest im Sinne eines „Lebens in Würde“ – und nur das kann letztlich Schutzgegenstand sein. Doch im ICISS-Gutachten ist mit „loss of life“ ausschließlich das Ende der „physischen Existenz“ gemeint. Es berücksichtigt also nur den Verlust an Menschenleben als interventionsbegründend, nicht die Würdeverletzung als solche und auch nicht die allgemeinen negativen Auswirkungen auf Natur und Kultur. Auch bei „kultureller Gewalt“ ist das medial entfachte Empörungspotential in Einzelfällen groß genug für eine interventionsfreundliche Grundstimmung in der „westlichen Welt“, wie der Fall der zerstörten Buddha-Statuen in Afghanistan (März 2001) gezeigt hat. Vereinzelt wurden nach der Sprengung des 1500 Jahre alten Weltkulturerbes Forderungen nach einem „zweiten Kosovo“ laut, nachdem zuvor die gegen Menschen, insbesondere Frauen, gerichtete Vernichtungspolitik der Taliban nicht zu vergleichbaren Reaktionen geführt hatte. Die Gefahr von medial initiierten Fehlleitungen bis hin zur „Inflation des guten Willens“ wird von der ICISS erkannt. Daher werden im Gutachten derart hohe Hürden für humanitäre Interventionen aufgestellt.
Liegt allerdings der Tatbestand des „large scale loss of life“ vor, folgt aus dieser „just cause“ die Pflicht zum Eingriff, die sich – gegen geltendes Völkerrecht – über Souveränität (UN-Charta, Art. 1, 2), Nichteinmischung (UN-Charta, Art. 2, 7) und Gewaltverbot (UN-Charta, Art. 2, 4) erhebt: „The principle of non-intervention yields to the international responsibility to protect.“ (XI). Von „responsibility“ (Verantwortung) ist die Rede, nicht etwa von „possibility“ (Möglichkeit). In der Praxis kann daraus nur eine „duty“, eine Pflicht, werden, die eigentlich dem Staat obliegt, in Fällen des Staatsversagens aber auf die Weltgemeinschaft übergeht. Grundsätzlich bleibt also die Zuständigkeit und Verantwortung beim Staat. Erst wenn sich zeigt, dass dieser nicht in der Lage oder nicht willens ist, dieser Verantwortung gerecht zu werden, ist die Weltgemeinschaft am Zug.

Doch wer kann im Auftrag der Weltgemeinschaft diese Pflicht erfüllen? Wer kann unter den Bedingungen dieses Anspruchs heute die Autorität sein, die im weltlichen Bereich keine höhere über sich hat? Wohl nur die Vereinten Nationen. Ihnen allein gebührt im 21. Jahrhundert das Kriegseintrittsrecht. Sie sind die legitima potestas („legitimate authority“), die allein kriegsführungsberechtigt ist. Auch hier kann zur ersten Orientierung auf das Gutachten der ICISS zurückgegriffen werden, das in der Frage nach der zum Krieg rechtmäßig autorisierenden Instanz eindeutig Stellung bezieht: „The UN, whatever arguments may persist about the meaning and scope of various Charter provisions, is unquestionably the principal institution for building, consolidating and using the authority of the international community.“ (48). Konkret bedeutet das: „There is no better or more appropriate body than the United Nations Security Council to authorize military intervention for human protection purposes.“ (XII). Dabei muss es allerdings auch um die globale Anerkennung einer UN-Ethik gehen, insbesondere um die Bereitschaft, die UN-Autorität nicht für eine Durchsetzung illegitimer Interessen zu instrumentalisieren.
Auch unter einem UN-Mandat dürfen Interventionen nur dann in Angriff genommen werden, wenn sie das äußerste Mittel, also die ultima ratio („last resort“) darstellen. Die ICISS schreibt dazu: „Military intervention can only be justified when every non-military option for the prevention or peaceful resolution of the crisis has been explored, with reasonable grounds for believing lesser measures would not have succeeded.“ (XII). Hier wird noch einmal deutlich, das nicht alles zuvor durchexerziert werden muss, sondern die Erfolgsprognostik zum Zeitpunkt der Erwägung entscheidet, ob sich die nicht-militärische, also diplomatische, politische oder wirtschaftliche Möglichkeit zu ergreifen lohnt. Das Handeln in Notsituationen hat nicht endlos Zeit, irgendwann müssen Maßnahmen ergriffen werden. Sind diese militärischer Art, dann tritt für die schwierige Frage des Wie (ius in bello) die Problematik des debitus modus auf. Eine noch so gerechte Begründung wird zur Farce, wenn der Kriegsverlauf Gräuel hervorruft, die selbst das Maß an Menschenrechts-verletzungen übersteigen, das einst die Intervention nötig machte. Las Casas sieht diese Gräuel mit eigenen Augen und verweigert der Conquista infolgedessen das Attribut iusta. Wie die Spätscholastiker verlangt auch die ICISS Proportionalität, die sich ausdrückt in „proportional means“ – „The scale, duration and intensity of the planned military intervention should be the minimum necessary to secure the defined human protection objective.“ (XII) – und „reasonable prospects“: „There must be a reasonable chance of success in halting or averting the suffering which has justified the intervention, with the con-sequences of action not likely to be worse than the consequences of inaction.“ (XII).

Die Entscheidung, ob Proportionalität gewährleistet ist, sollte unter Einbeziehung von Nichtregierungsorganisationen geschehen, die vor Ort sind und bei der Beurteilung auf empirische Daten zurückgreifen können, die den Entscheidungsträgern fehlen. Die Einschätzung zu den Opferzahlen ist ebenso wie die Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ein ganz zentraler Entscheidungsparameter und muss damit der besonderen Beachtung durch die Verantwortlichen unterliegen. Insoweit ist es nur konsequent, wenn die Kommission unter ihren „operational principles“ u. a. eine „maximum possible coordination with humanitarian organizations“ (XIII) fordert. Nur so lassen sich Misserfolge wie die Intervention „Restore Hope“ in Somalia (1992) künftig vermeiden.

Die Verantwortung der Weltgemeinschaft ist jedoch in den Augen der ICISS nicht nur eine reaktiv-militärische („responsibility to react“), sondern eine weitergehende. Sie erstreckt sich auf die Prävention („responsibility to prevent“) und den Wiederaufbau nach dem Krieg („responsibility to rebuild“), was eine ganz entscheidende Erweiterung des Konzepts der humanitären Intervention darstellt. Aufbau ist dabei einerseits wörtlich zu verstehen, andererseits bezieht sich die „rebuild“-Verantwortung auf den Wiederaufbau des Vertrauens und des Friedens.

Rezeption und Wirkung

Der ICISS-Report ist nicht nur ein interessanter theoretischer Diskursbeitrag, sondern ein Vorstoß, der praktische Wirkung entfaltete. So erhebt die 2005 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Entschließung (Res. A/60/L.1 v. 20.09.2005) die Idee der „Responsibility to protect populations from genocide, war crimes, ethnic cleansing and crimes against humanity“ zur Leitlinie staatlicher Souveränität („Each individual State has the responsibility to protect its populations from genocide, war crimes, ethnic cleansing and crimes against humanity.“, Nr. 138) sowie der UN-Politik im Falle von Staatsversagen („The inter-national community, through the United Nations, also has the responsibility to use appropriate diplomatic, humanitarian and other peaceful means, in accordance with Chapters VI and VIII of the Charter of the United Nations, to help protect populations from genocide, war crimes, ethnic cleansing and crimes against humanity. In this context, we are prepared to take collective action, in a timely and decisive manner, through the Security Council, in accordance with the Charter, including Chapter VII, on a case-bycase basis and in cooperation with relevant regional organizations as appropriate, should peaceful means be inadequate and national authorities are manifestly failing to protect their populations from genocide, war crimes, ethnic cleansing and crimes against humanity.“, Nr. 139), wenn auch wichtige Aspekte des Gutachtens (Verantwortung für Prävention und Wiederaufbau) nicht übernommen wurden.

Ferner hat die Responsibility To Protect danach Eingang gefunden in eine Resolution des Sicherheitsrats über den Schutz von Zivilpersonen im bewaffneten Konflikt (SR Res. 1674 v. 28.04.2006), die zum ersten mal in der Geschichte eine explizite Bezugnahme auf das Konzept der Responsibility To Protect enthält, indem sie „reaffirms the provisions of paragraphs 138 and 139 of the World Summit Outcome Document [also A/60/L.1, J.B.] regarding the responsibility to protect populations from genocide, war crimes, ethnic cleansing and crimes against humanity“. Bestätigt wurde diese Tendenz auch in den Resolutionen zu Darfur (SR Res. 1706 v. 31.08.2006, SR Res. 1755 v. 30.04.2007 und SR Res. 1769 v. 31.07.2007). In Resolution 1769 wird die Entsendung von 26.000 Soldaten der Afrikanischen Union in die Krisenregion im Süden Sudans beschlossen (UNAMID), wobei zum einen die Souveränität des Sudan anerkannt, zum anderen aber auf die Resolution A/60/L.1 Bezug genommen wird, die eben diese an Bedingungen knüpft, die dem Tenor des Gutachtens zur Responsibility To Protect entsprechen: Souveränität des Staates bedeutet Verantwortung für die Menschen, die in diesem Staat leben.

Die Doktrin Responsibility to Protect thematisiert das ius ad bellum und das ius in bello. Was aber, wenn der „gerechte Menschenrechtskrieg“ vorbei ist? Es braucht ein ius post bellum. Dazu werde ich morgen im letzten Teil der kleinen Serie zu den Menschenrechten kommen.

Mehr:

- 60 Jahre “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte”. Einwürfe zu Herkunft, Geltung und Schutz einer großen Idee” (I)
- Genesis und Geschichte der Menschenrechte (II)
- Geltungsanspruch der Menschenrechte (III)
- Menschenrechtsschutz durch Bildung (IV)

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4 Reaktionen zu “Menschenrechtsschutz durch Humanitäre Interventionen”

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  1. Elias Davidsson

    am 9. Dezember 2008 um 10:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    One can applaud efforts by bona fide humanitarians to define parameters for humanitarian intervention and the care they took to consider most, if not all, aspects of this complex endeavour. While the UN Security Council is today the only authority which presents the appearance of the “international community” and could be empowered to assess the legitimacy of a particular humanitarian intervention, such appearance is, in my opinion, deceptive. The Security Council has, since 1990, presided over large crimes, including economic sanctions against the Iraqi population that caused the deaths of over half a million people, mostly children; it did not move a finger when Western states committed aggression (the US in Panama, multiple acts of aggression by Israel, and both the acts of aggression against Afghanistan and Iraq 2003); and it colluded in determining on September 12, 2001 - without any factual evidence to support such determination - that the attacks of September 11, 2001, were an act of “international” terrorism. It went even further by determining at a later date - without any empirical evidence - that terrorism is “one of the most serious threats to peace and security”. The Security Council, as currently composed and empowered, cannot be trusted by humanitarians to make morally sound determinations of what constitutes a reason for humanitarian intervention. The Security Council is today one of the most serious threats to world peace and should be closed down by the UN General Assembly, or by the world’s peoples.

    For a more detailed reasoning of the above, see:
    Elias Davidsson: Comment on Fernando Tesón’s article “Defending International Law”, on http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=560&Itemid=129

    Elias Davidsson: The Security Council’s Obligations of Good Faith
    http://www.aldeilis.net/english/images/stories/economicsanctions/goodfaith%20copy.pdf

    Elias Davidsson: The ‘war on terrorism’ - a double fraud on humanity
    http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=505&Itemid=141

  2. Josef Bordat

    am 9. Dezember 2008 um 12:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    Thank you, Elias, for responding on the article. To my opinion you judge the SC to negative. Of cause you are right by holding that SC’s decisions are made refering to “mixed interests” of the veto-nations, including political, economical and strategical reasoning. But we have to keep in mind, that despite all justified criticism a multilateral action of the UN is better that unilateral action of the US, and often both are better than no action at all, as we could observe during the Rwanda genocide in 1994. So, I think, the key in your statement on the SC is the expression “as currently composed and empowered”. Indeed, there has to be a reform for more democracy and transparency within UN’s organisations, incorporating clearly the rules of R2P in the SC’s policy – instead of the casuistic way of decision making as it is done now. I think we are yet far away from this constitution of UN and SC, but it’s about to change as the latest development on R2P shows.

    Kind regards, Josef Bordat

    You may be interested in:

    Josef Bordat: Justice and Resistance: A Critical Perspective on Humanitarian Interventions. In: International Journal of the Humanities. Vol. 3 (2005/2006), No. 8, Melbourne, S. 111-116.
    http://ijh.cgpublisher.com/product/pub.26/prod.716

    Josef Bordat: Intervention and Prosecution in Times of War and Terror. On the Reform of the International Public Law. In: Recenseo. Texte zu Kunst und Philosophie. 2006
    http://www.recenseo.de/artikel.php?id=109&kategorie=artikel&nav=Inhalt

    Josef Bordat: Human Rights and the Question of Humanitarian Interventions: a closer look at the just war topic. In: EnterText. An interactive interdisciplinary e-journal for cultural and historical studies and creative work. Vol. 7, No. 2 (Winter 2007/2008, „Human Rights, Human Wrongs“), London, S. 72-87.
    http://arts.brunel.ac.uk/gate/entertext/7_2/ET72BordatEDFinal.doc

  3. Elias Davidsson

    am 9. Dezember 2008 um 14:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    I acknowledge that numerous people who might have some misgivings about some Security Council decisions, still view it as providing more legitimacy to enforcement actions than unilateral measures by states. In accepting the legitimacy of SC decisions, however arbitrary and immoral they might be, nations are kept from rising up against the oppressive nature of the current system enshrined after World War II by the victors. Typically, states participated in the deadly sanctions against the people of Iraq by referring to their obligation to implement SC decisions under Chapter VII. Today, no state is interested in investigating the causes for increased child mortality in Iraq because they all participated, under the authority of the SC, in these indirect killings. The SC thus co-opts states in committing crimes or undermining traditional international law. The problem is much deeper than a mere reform of the SC. It goes deep into the domestic constitutional order of states, where the public is generally excluded from decisions on international issues.

    Another element suggesting that the states composing the United Nations cannot be trusted in “protecting” human rights is that they have never agreed that the United Nations bear a legal obligation to respect human rights when acting in the name of the international community. When actions are taken under the authority of the Security Council, innocent victims of such action are denied both procedural and substantive rights. The same applies regarding unilateral actions by states, such as the embargo of the USA against Cuba, which causes hardship to individuals who have no legal recourse to uphold their rights.

    It is, in my opinion, premature to legitimize humanitarian intervention. The way toward such a lofty goal is through a universal recognition of universal human rights and the obligation of states to respect human rights beyond their borders, namely to recognize everywhere the legal rights of individuals who claim to have suffered violations of their substantive human rights, and particularly when such rights have been infringed by international organisations. In this vein, I proposed a Draft Declaration of the Universal Duty to Respect Human Rights and Fundamental Freedoms to be endorsed by the UN Human Rights Commission (Council). It is posted on: http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=1033. I would like to see such an idea endorsed by those concerned with global human rights.

    With kind greetings,

    Elias Davidsson

  4. Readers Edition » Menschenrechtsschutz durch strafrechtliche Eingriffe

    am 13. Dezember 2008 um 03:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] - 60 Jahre “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte”. Einwürfe zu Herkunft, Geltung und Schutz einer großen Idee” (I) - Genesis und Geschichte der Menschenrechte (II) - Geltungsanspruch der Menschenrechte (III) - Menschenrechtsschutz durch Bildung (IV) - Menschenrechtsschutz durch Humanitäre Interventionen (V) […]

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