Angela Merkels Klimascheck

Seit sie Bundeskanzlerin wurde hat die frühere Umweltministerin weltweit Regierungschefs davon überzeugt, dass Klimaschutz das wichtigste Thema des 21. Jahrhunderts ist. Angela Merkel: “Energie- und Klimapolitik ist die Überlebensfrage der Menschheit.” Auf ihr Drängen hin haben sich die europäischen Regierungschefs vor einem Jahr auf ehrgeizige Klimaschutzziele verständigt. Gemessen an 1990

mekkli.jpgSeit sie Bundeskanzlerin wurde hat die frühere Umweltministerin weltweit Regierungschefs davon überzeugt, dass Klimaschutz das wichtigste Thema des 21. Jahrhunderts ist. Angela Merkel: “Energie- und Klimapolitik ist die Überlebensfrage der Menschheit.” Auf ihr Drängen hin haben sich die europäischen Regierungschefs vor einem Jahr auf ehrgeizige Klimaschutzziele verständigt.

Gemessen an 1990 sollte Deutschland bis 2020 40% Treibhausgase weniger emittieren und die übrigen Europäer 30 %, wenn die USA, China und Indien auch mitmachen. Diese Chance besteht inzwischen.

Europa hat eindrucksvoll bewiesen, dass es bei einem wichtigen Thema gemeinsam handlungsfähig ist während in den USA der Klima-Ignorant Bush das Wort Klimaschutz noch nicht einmal buchstabieren konnte. Doch in dieser Woche kam es sowohl in Brüssel wie auch bei der Weltklima-Konferenz in Posen zum Streit um die hehren Ziele der EU. Jetzt in den Zeiten der Finanzkrise wollten plötzlich die Osteuropäer den Klimaschutz nicht mehr so ernst nehmen. Wachstum und Arbeitsplätze seien doch wichtiger, hieß es. Doch die Kanzlerin hatte schon früher betont, dass gerade Klimaschutz viele neue Arbeitsplätze schaffe. In den Branchen des Klima- und Umweltschutzes in Deutschland arbeiten zurzeit schon 1,8 Millionen Menschen, aber in der ständig überschätzten deutschen Autobranche gerade noch 720.000.In der aktuellen Wirtschaftskrise kommt es weniger auf die Höhe der Beträge für Konjunkturprogramme an als viel mehr darauf, ob ein Land mit den riesigen  Geldspritzen wieder zukunftsfähig wird. Das aber heißt konkret und praktisch: Erneuerbare Energien fördern statt weiterhin die Atomforschung, Schulen statt Straßen, Öffentlichen Verkehr statt Benzinschlucker, Elektroautos statt Dreckschleudern, Sparlampen statt Glühbirnen.

Bei der Beleuchtung hatte die EU ja schon gehandelt.

Doch diese macht weniger als 2 % unseres Energieverbrauchs  aus. Um das Klimapaket der EU wirklich zu retten, hat Angela Merkel den Osteuropäern einige Milliarden Euro zur Sanierung ihrer alten Kraftwerke zugesagt. Mit diesem Geld werden die Polen, Tschechen und Ungarn in Deutschland moderne Kraftwerkstechnologie bestellen und so hier zulande Arbeitsplätze retten und viele neue schaffen.

Was wiederum beweist, dass Klimaschutz kein Arbeitsplatz-Killer ist, sondern der Arbeitsplatz-Knüller im 21. Jahrhundert. Merkels Klimascheck ist also mehr als ein Geldgeschenk für zögernde Klimaskeptiker, er ist ein modernes Konjunkturprogramm für die Zukunft Europas und für Arbeitsplätze in Deutschland.

Quelle: Franz Alt 2008

Photo Quelle/Copyright: Bertelsmann Stiftung, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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  1. Das ganze ist nichts weiter als Abzocke. Auf den Ausstoß eines Gases, das nicht einmal ein Schadstoff ist, wird de facto eine Steuer erhoben. Ohne CO2 keine Photosynthese und damit auch kein Sauerstoff in der Luft. CO2 ist genauso wenig Schadstoff wie Wasser. Wasserdampf ist übrigens ein weit wichtigeres “Treibhausgas” als CO2… Abgesehen davon gibt es gar keinen Beweis, daß das ach so böse CO2 wirklich der “Klimakiller” ist. Seit Jahren steigt die “Globaltemperatur” trotz konstant steigender CO2-Konzentration nicht (sondern nimmt eher leicht ab), erdhistorisch folgte die CO2-Konzentration der Temperatur und nicht die Temperatur der CO2-Konzentration (wie es sein müßte, wenn die Klimaapokalyptiker recht hätten). Eine überzeugende physikalische Erklärung des angeblichen anthropogenen CO2-Treibhauseffektes (der mit dem Treibhauseffekt im Gewächshaus gar nichts zu tun hat) ist das IPCC ohnehin noch schuldig. Die behauptete “Gegenstrahlung” widerspricht jedenfalls den Naturgesetzen, besonders dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Apropos Thermodynamik: Wenn sich Herr Alt mal mit dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik befaßt hätte, dann wüßte er, daß es “erneuerbare Energien” gar nicht geben kann.

    Ach ja, die angeblich entstehenden Arbeitsplätze. Jeder deutsche Arbeitsplatz in der Solarbranche (einschließlich Installationshandwerk) war lt. RWI im Jahr 2006 mit mindestens 153000€ subventioniert, etwa doppelt so viel wie im Steinkohlenbergbau. Würde man jedem in der Branche statt der Einspeisevergütungen 50000€ pro Kopf schenken, dann hätten die mehr davon. Übrigens kommen rund zwei Drittel aller Solarmodule (und auch ein großer Teil der Windräder) aus Asien, Deutschland ist da trotz EEG nicht führend. Und wenn in Deutschland produziert wird, dann hauptsächlich zu Niedriglöhnen im Osten. Dazu kommt natürlich, daß steigende Strompreise dank EEG und der “Emissionshandel” zu höheren Kosten führt und Arbeitsplätze vernichtet.

    Ich fasse zusammen: Der Öko-Wahn treibt die Kosten und vernichtet Arbeitsplätze, dafür entstehen hochsubventionierte neue Jobs, die aber oft schlecht bezahlt sind, wir subventionieren indirekt asiatische Firmen. Dafür sollen wir Bürger blechen und das auch noch gut finden.

    Herr Alt findet sicher immer ein desinformiertes Publikum, das ihm seine Märchen abkauft. Bleibt zu hoffen, daß die Bürger irgendwann aufwachen. Der heutige CO2-Ablaßhandel ist nicht rationaler als der Ablaßhandel zu Luthers Zeiten.