FAZ entschuldigt sich für Anzeigenfehler

Eine der seriösesten Tageszeitungen Deutschlands sorgte in ihrer gestrigen Ausgabe für einen kleinen “Skandal”. Grund hierfür ist eine doppelseitige Anzeige im Politikteil der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ). Der kleine Schweizer Verlag Kein&Aber wollte hier das Buch “50 Erfolgsmodelle – ein kleines Handbuch für strategische Entscheidungen” bewerben. Und tat das auch.

Eine der seriösesten Tageszeitungen Deutschlands sorgte in ihrer gestrigen Ausgabe für einen kleinen “Skandal”. Grund hierfür ist eine doppelseitige Anzeige im Politikteil der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ). Der kleine Schweizer Verlag Kein&Aber wollte hier das Buch “50 Erfolgsmodelle – ein kleines Handbuch für strategische Entscheidungen” bewerben. Und tat das auch. Wahrscheinlich erfolgreicher als erwartet.

Denn die riesige Anzeige, welche in einer Netzwerksstruktur aufgebaut ist (siehe Link zur Anzeige unten), beinhaltet jegliche Wörter, welche man beim Geschlechtsverkehr sagen sollte und welche besser nicht.

Das man mit Phrasen, wie z.B.

“Deine Mutter ist eine Nutte”, “Lutsch meinen Schwanz”, “Einer geht noch rein”, “Ich werde die Fürze aus dir raushämmern” oder “Du bumst wie eine junge Göttin”,

in der Frankfurter Allgemeine Zeitung auffällt, ist keine große Überraschung.

Dass viele Medien heute von einem Skandal sprechen, finde ich jedoch übertrieben. Pius Walker, der die Anzeige kreierte, äußerte sich wie folgt zu dem “Skandal”: “Wir wollten auf humorvolle Art und Weise dieses strategische Buch bewerben. Und ich gehe davon aus, dass auch die Leser und Mitarbeiter der FAZ Sex haben.”

Das ist doch mal eine klare Aussage. Und wie ich finde, hat er Recht. Ich finde es übertrieben hierbei von einem Skandal zu sprechen. Schließlich sind wir alle Menschen und die meisten von uns haben Sex. Und wenn wir es im 21. Jahrhundert nicht schaffen, eine solche Anzeige anzuschauen, ist das ziemlich bitter. Auch wenn es sich bei der bei der Zeitung um die FAZ handelt.

HIER die komplette Anzeige zum anschauen

Marketingtechnisch auf jeden Fall ein großer Erfolg. Das Buch, das in der Schweiz bereits ein Bestseller ist, soll nun auch in Deutschland mit hohen Verkaufszahlen einschlagen.

Tobias Trevisan, Geschäftsführer der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” wird auf Bild.de wie folgt zitiert: “Da ist ein doofer Fehler passiert! Wir haben normalerweise eine interne Kontrolle, die Anzeigen vorher auf anstößige Inhalte prüft. Diese Anzeige ist uns einfach durchgerutscht – niemand hat die einzelnen Sprüche gelesen. WIR MÖCHTEN UNS BEI UNSEREN LESERN FÜR DEN FEHLER ENTSCHULDIGEN.”

Ich finde es schlimm, dass es zu einer solchen Entschuldigung überhaupt kommen muss.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf ximmel.de

Kommentare

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  1. Na ja, kann ich schon verstehen wenn die Öffentlichkeit von einem Skandal redet. Denn diese Wortwahl :

    Deine Mutter ist eine Nutte”, “Lutsch meinen Schwanz”, “Einer geht noch rein”, “Ich werde die Fürze aus dir raushämmern” oder “Du bumst wie eine junge Göttin”,

    ist sicherlich nicht gerade die feinste!