Web & Technik + Internetkultur
Yahoo räumt auf - Portale werden geschlossen

- Ihre Hand ist schon fast an der Glühbirne… Photo: screenshot
Erst kürzlich ging die Twittermeldung von Andreas v.d. Castel um den Globus: “studiZV legt Ende Januar 2009 internationale Seiten still. Die internationalen Benutzer werden dazu aufgefordert sich auf meinVZ zu registrieren”, verkündete er am 15. Dezember und löste bis zur Bestätigung der Nachricht eine Vielzahl von Reaktionen im Netz aus. Nach StudiVZ, die die französischen, italienischen, spanischen und polnischen Ableger dicht machen, räumt nun auch Yahoo auf.
Nach dem Live Streaming Video Service Y!Live und dem Videosharingportal Jumpcut, wird jetzt auch die College- und Studentencommunity Yahoo Kickstart geschlossen, wie TechCrunch berichtet. Dabei wurde die Community erst im letzten Jahr eingeführt. Schon zu dieser Zeit wunderten sich, in Anbetracht der Dominanz von Facebook und LinkedIn, allerdings viele über diesen Vorstoß. Denn Neues schien diese weitere Plattform im Dschungel der Online-Netzwerke nicht zu bieten.
Schließung kommt nicht überraschend
Die Schließung, so resümiert denn auch Autor Robin Wauters, käme jedenfalls nicht überraschend. Immerhin habe die Seite für mehrere Wochen mit Ausfallzeiten und Fehlermeldungen zu kämpfen gehabt. “Nachtigall ick hör dir trapsen”, dieser Eindruck ist auch andernorts zu vernehmen. “Man kann schon fast das ‘Schnipp-Schnapp’ der kostenreduzierenden Schere hören”, schreibt etwa Doug Caverly auf webpronews.com. Man müsse sich nur einmal anschauen was gerade passiert. 1500 Angestellte flogen letzten Mittwoch und dann blüht zweien von Yahoos experimentelleren und weniger populären Seiten das gleiche Schicksal. Doch aus praktischer Sicht, da Yahoo nun 1500 Angestellte weniger als noch vor ein paar Wochen hätte, wäre es geradezu irrsinnig, alle Projekte aufrecht zu erhalten.
Das scheinen wohl auch die Verantwortlichen so zu sehen. Denn bei Aufruf der Seite ist nun ein zierliches Mädchen zu bestaunen. Ihre Hand liegt in unmittelbarer Nähe einer Glühbirne. Daneben ist zu lesen: “Please check out Yahoo!”. Es scheint also an der Zeit, auch hier die Lichter auszudrehen und sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.











Jan van Winried
Eine Dotcom-Blase nach der nächsten zerplatzt. Schade um die vielen Akteure, die Zeit, Geld und Liebe in diese Dienste investiert haben.
ernst
ohne worte…
Yahoo - Kurshalbierung in 2009 möglich