Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hat der Bundesregierung angeboten, bislang unterversorgte Gebiete deutlich schneller, billiger und mit einer höheren Internetzugangsgeschwindigkeit zu versorgen, als dies der Branchenführer Deutsche Telekom vermag.
Die Gewährleistung des superschnellen Breitband-Internet für die mehr als fünf Millionen Bundesbürger könnte demnach innerhalb von 12-15 Monaten nach einer politischen Entscheidung gewährleistet werden, so äußerte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner gegenüber der “Financial Times Deutschland” (Montagsausgabe).
Telekom-Chef René Obermann, der selbst kürzlich erst Frau Merkel Investitionen in diesem Bereich angeboten hatte, für die Mitnutzung des Netzes jedoch seine Konkurrenten stärker bluten lassen will, wird die Offerte des Verbandes wenig freuen. Auf dem Investitionsgipfel der Bundesregierung am 5. Januar wird über das Angebot entschieden. Ob die Politik allerdings auf dieses Angebot eingeht, sei “zweifelhaft”, so die “Financial Times Deutschland”, denn: “Viele Regierungsmitarbeiter teilen die Position der Telekom, die zu einem Drittel in Staatsbesitz ist.” Auch hätte man seitens der Telekom bereits den bisher größten Konkurrenten Vodafone mit Billigung der Kanzlerin für zukünftige gemeinsame Projekte ins Boot geholt.
Es kommt also Bewegung in den Telekommunikationsmarkt. Das bedeutet, dass auf lange Sicht alle Endverbraucher durch Preisnachlässe davon profitieren könnten. Bedingung selbstverständlich ist, dass die Politik sich nicht querstellt und diesen Wettbewerb überhaupt erst zulässt. Für Jeden bezahlbare Internetverbindungen und damit die Bereitstellung gleicher Informations- und Bildungschancen würden damit greifbar.
Quellen: Financial Times Deutschland/AFP/Reuters
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