Schock! Der Alphablogger schmeißt hin

Genialer Coup oder Schnapsidee? Robert Basic, Deutschlands erfolgreichster Blogger, will sein Blog Basic Thinking heute bei Ebay unter den Hammer bringen, so hat er am gestrigen Dienstag entschieden. Alles zwischen 10.000 und 100.000 Euro als Verkaufspreis sei denkbar, so Basic. Als Grund führt er an, wieder Lust auf Neues zu

dgdf.jpgGenialer Coup oder Schnapsidee? Robert Basic, Deutschlands erfolgreichster Blogger, will sein Blog Basic Thinking heute bei Ebay unter den Hammer bringen, so hat er am gestrigen Dienstag entschieden. Alles zwischen 10.000 und 100.000 Euro als Verkaufspreis sei denkbar, so Basic. Als Grund führt er an, wieder Lust auf Neues zu haben.

“befreit ohne das Gelaber”

Seit Monaten dominiert Robert Basic die Deutschen Blogcharts, sein Blog ist das meistzitierte hierzulande. Dass er dennoch nie die Rolle des Aushängeschildes der deutschen Blogosphäre übernehmen wollte, hatte er mehrfach betont. Ja, man konnte das als Koketterie interpretieren, doch er meinte es ernst, wie sich jetzt herausstellt. So führt er auch jetzt wieder an: “Tja, wäre Zeit für einen Luftwechsel. Oder? [...] Auch befreit ohne das Gelaber, was ein A-Blogger schreiben darf und was er gefälligst als Aushängeschild zu verantworten hat, was aber mehr eine Nebenrolle spielt, nachranging hinter dem Änderungsbestreben.” Dennoch, der Verkauf bedeutet nicht, dass er ganz mit dem Bloggen aufhören will. Im Gegenteil, er wolle nur stärker “Techiekram” und Privates trennen. Zum Thema “Trends im Netz” will er weiter auf Buzzriders.com (“abwechselnd aus deutschen und englischen Artikeln”) bloggen und privat auf RobertBasic.de.

Und die Verkaufssumme? Alles zwischen 10.000 und 100.000 Euro sei denkbar, so Robert Basic. Doch wer bezahlt so viel Geld für ein Blog, das quasi durch ihn gelebt hat, und, ein Blog zu versteigern, geht das überhaupt? Basic sagt doch schließlich selbst, ein Blog sei etwas Persönliches, eine Art digitales Tagebuch, wo die “persönliche Ebene mit der Sachebene verbunden” ist, wo man “widersprechen kann” und “persönlich und dauerhaft miteinander in Verbindung treten kann”. Schwer vorstellbar, dass nun ein anderer diese Aufgabe quasi stellvertretend übernehmen soll.

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