Nachfolgend beschreibe ich exemplarisch, wie ich nach vorhergehender Verbesserung meiner Ernährung durch eine Nahrungsergänzung meine langjährige schwere Arthrose los geworden bin. Millionen Betroffener können mir das nachmachen. Offiziell leiden in Deutschland nämlich sage und schreibe 15 Millionen Menschen an Arthrose. Die Dunkelziffer soll noch weit höher sein. Das ist nicht nur eine Volkskrankheit. Das ist eine Katastrophe.
Die Bedeutung richtiger Ernährung
Nächst der ununterbrochenen Tätigkeit des Ein- und Ausatmens zum Zwecke der Anreicherung des lebensnotwenigen Brennstoffs Sauerstoff im Blut gibt es keine Aktivität, die alle Lebewesen dieser Erde ihr ganzes Leben lang so absolut unausweichlich und so kontinuierlich beschäftigt wie das tägliche Essen und Trinken. Selbst die mit starker Lust belegte Fortpflanzung hat nicht einen solchen Stellenwert in unserem Leben.
Unser Auszug aus dem Paradies
Wie alle Lebewesen, die evolutionär aus der Natur hervorgegangen sind, lebten auch wir Menschen ursprünglich im Gleichgewicht zwischen unseren Versorgungsbedürfnissen und der Auswahl und Art und Weise des Verzehrs der in der Natur vorgefundenen Lebensmittel. Wie alle Arten konnten auch wir uns erhalten und sogar weiter entwickeln, weil wir auf geradezu paradiesische Weise perfekt versorgt waren. Wir konnten daher auch kaum Ernährungsfehler begehen. Das änderte sich, als wir lernten das Feuer zu beherrschen und uns alle anderen Wesen der Natur zu unterwerfen. Ohne die Wirkzusammenhänge zwischen Nahrung, Verstoffwechslung und Aufbau und Funktion von Körper, Geist und Gemüt in mehr als nur ersten Ansätzen zu verstehen, gingen wir Menschen dazu über, unsere Kost ganz anders auszuwählen und zu uns zu nehmen. Als größte Änderung führten wir ein, fast nur noch “gesotten und gebraten” zu essen.
Rohe Kost wird gar nicht oder falsch gegessen
Rohe Kost lassen wir seither weitgehend weg und das wenige an roher Kost, das wir uns gönnen bereiten wir mit Würzstoffen geschmackvoll zu und schlingen es ohne viel Kauarbeit einfach herunter. Wir halten “Schlingzeit” statt “Mahlzeit”.
(Siehe hierzu: http://www.magazintraining.at Dr. Ruediger Dahlke)
Wir denken einfach nicht daran, dass unser Körper so an den wertvollen Inhalt der Pflanzenzellen nicht herankommt, weil Menschen anders als viele Tiere einfach kein Enzym haben, welches die Zellulosekäfige der Pflanzenzellen öffnen kann. Auch war uns nicht bewusst, dass wir mit der Hitzebehandlung der Nahrung die in ihr reichlich vorhandenen Mengen an Enzymen vollständig abtöteten, auch nicht, dass wir nur geringen Nutzen und vielleicht sogar mehr Schaden von den lebenswichtigen Proteinen aus unserer Nahrung haben, wenn sie durch Kochen, Braten oder Backen in ihren natürlichen Formen denaturiert sind. Und wer ahnt denn, dass selbst auf das feinste zerkleinerte Rohkost in ihren Proteinen denaturiert wird, wenn sie nur lange genug in der Magensäure geschwenkt wird? Nur manchmal lassen sich die ursprünglichen Formen durch die Rückkehr in ein basischeres Milieu wieder zurückstellen (s. Wisker u.a., Grundlagen der Lebensmittellehre, Behr’s Verlag, 2006), meist eben nicht.
Die Folge der unzureichenden Versorgung mit Enzymen ist die unzureichende Verstoffwechslung unserer Nahrung und dem folgend ein mangelhafter Zellaufbau. Dies ist die Basis für eine Vielzahl von Störungen im ganzen Körper.
Schädlicher übertriebener Fleischkonsum
Als wir Menschen den Überfluss kennen lernten, begannen wir, Mengen von Fleisch zu essen wie sonst nur Raubtiere. Wir wussten nicht – und die meisten Menschen wissen es bis heute nicht – dass wir Eiweiß nur in kleinen Mengen gut verdauen können, weil unser Körper über die Bauchspeicheldrüse nur langsam und tröpfchenweise die für die Aufschließung der Proteine unerlässlichen Enzyme (Fermente) bereit stellt.
Die Folgen der Fleischmast sind gravierend. Der Körper verschlackt dadurch kontinuierlich bis hin zum Auftreten von Kreislaufbeschwerden, Bluthochdruck, Hirnschlag und Herztod.
Unsere heutige Ernährung ist ein wahres Desaster.
Wie wenig wir von Beginn an von allem verstanden haben und in der großen Zahl der Normalbürger und selbst vieler “Experten” auch heute erst verstehen, zeigt der Umstand, dass wir nicht einmal den Zusammenhang herstellen zwischen unserer mutwilligen artfremden Ernährung und unseren häufigen Krankheiten. Während alle noch ganz ursprünglich nach der Natur auf dieser Erde lebenden Wesen nur wenige Krankheiten kennen, zieht im Laufe des Lebens praktisch jeder einzelne Mensch unweigerlich eine Vielzahl von Krankheiten auf sich. Dabei hat die desaströse Entwicklung erst im Lauf der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts richtig eskaliert. Wir geben heute etwa die Hälfte des ganzen Bruttosozialprodukts aus für die Beseitigung der Folgen der sog. Volkskrankheiten. Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Adipositas, Diabetes, Rheuma, Arthrose und viele andere Massenkrankheiten, die früher erst in späteren Lebensjahren einsetzten und am Ende unseren Tod bedeuten, setzen heute oft schon in jungen Jahren ein. Wenn wir in den westlichen Gesellschaften ungebremst so weitermachen, braucht es nur wenige Jahrzehnte und unser auf Krankheit statt auf Gesundheit fixiertes System ist nicht mehr bezahlbar.
Besseres Wissen erlaubt uns aber jetzt, die Schäden künftig zu vermeiden
Erst nach und nach lernen wir die durch die Ernährung in Gang gesetzten Wirkzusammenhänge auf Körper, Geist und Gemüt kennen. Auch begreifen wir erst in den letzten Jahren immer besser, welchen Einfluss die Ernährung neben der Sicherung des Überlebens für unser Wohlbefinden, unsere Lebensstimmung und Gesundheit und Krankheit hat. Wir könnten zwar auf dem Wege der Erkenntnis schon sehr viel weiter sein. Die enge Verflechtung der Wissenschaft mit kommerziellen Interessen führt aber leider dazu, dass häufig nur dort geforscht wird, wo Geldgeber, Industrie und ihnen willfährige Politiker großen Profit wittern. Die Wirtschaft kennt ja keine Geduld. Nur Informationen, die vermarktbar sind, wird nachgegangen. Das theoretische Wissen steht hintenan. Aber was an sicherem Wissen in den vielen beteiligten Disziplinen, angefangen von Chemie, Biologie, Biochemie, Physiologie, Gastroenterologie, Neurologie, Endokrinologie (Hormonlehre) und der alle anderen zusammenfassenden Ernährungswissenschaft in den letzten 20 Jahren hinzugekommen ist, lässt jetzt endlich ein ganz neues Konzept einer gesünderen Ernährung für alle Zukunft zu, einer Zukunft in der sich alle Menschen wieder so artgerecht ernähren, wie die Natur das ursprünglich für uns vorgesehen hatte. Das bedeutet indessen nicht, dass wir wieder zurück auf die Bäume oder in die Savanne müssten. Nur müssen wir in Kenntnis unserer wahren Versorgungsbedürfnisse unsere Nahrung etwas anders auswählen, sie anders zubereiten und teilweise etwas anders konsumieren. Dazu weiter unten mehr.
Phantastische neue wissenschaftliche Erkenntnisse
Die Physiologie überrascht uns laufend mit unglaublichen neuen Fakten wie etwa, dass unser Körper aus so annähernd 100 Billionen einzelner Zellen besteht, die auf Quantenebene unter Einsatz der die Zellen umgebenden Glykoproteine und Glykolipide miteinander kommunizieren. Da wir in der Nahrungsherstellung durchweg nur mit Glukose und Fructose arbeiten, entging uns lange die Bedeutung der acht essenziellen Zucker: Glukose, Galaktose, Mannose, Xylose, Fucose (nicht zu verwechseln mit Fructose), N-Azetylglukosamin, N-Azetylgalaktosamin und N-Azetylneuraminsäure (s. Mondoa und Kitei, Gesunde Zucker, Hans-Nietsch-Verlag 2004). Schon lange ist bekannt, dass unser Herz die gesamte Blutmenge des Körpers in jeder Minute einmal ganz umwälzt. Weniger bekannt ist, dass das System unserer arteriellen Versorgung einschließlich der Kapillaren eine Gesamtlänge von bis zu 150.000 km aufweist (vgl. Michael Peuser, Kapillaren bestimmen unser Schicksal, St. Hubertus 2004), dass die gesamte Verdauungsfläche unseres 6 m langen und 3 cm dicken Dünndarmschlauchs durch innere Auffaltungen bis in die Mikrozotten fast die Größe eines Fußballplatzes erreicht, dass wir in Symbiose mit Trillionen von Bakterien in unserem Verdauungstrakt leben, die zusammen genommen mit etwa 1,5 kg Gewicht im etwa 2 kg schweren Darm liegen. Wir wissen seit ein paar Jahren von Abermillionen von Chemosensoren im Dünndarm, die Informationen über die Ankunft von Kohlenhydraten an ein im Hirn ausgemachtes Oberzentrum für die Esskontrolle liefert. Und wir haben aus der Hormonlehre gelernt, dass all unser Denken, Fühlen und Handeln von der begleitenden Tätigkeit von zentralnervösen Hormonen abhängig ist, deren körpereigener Aufbau nur unter genau einzuhaltenden Bedingungen erfolgt. Wir wissen von den ungezählten Erbinformationen, die auf der DNS in jeder Körperzelle registriert sind und wir verstehen nach und nach die Systeme, durch die die Gene ab- und zugeschaltet werden.
Die notwendigen Änderungen sind sogar leicht zu bewerkstelligen
Nachdem wir gelernt haben, dass wir nicht nur Eiweiße zum Körperaufbau und Kohlenhydrate und Fette zur Energiegewinnung brauchen, sondern dass Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate auf komplexe Weise in Verbindung miteinander und zusammen mit Mineralstoffen und unzähligen pflanzlichen Sekundärstoffen den Körperaufbau und den Erhalt aller körperlicher und mentaler Funktionen besorgen, müssen wir täglich sicherstellen, dass wir diese Bestandteile ausreichend in unserer Nahrung vorfinden – das aber nicht auf dem Teller, sondern so, dass unser Verdauungssystem diese Stoffe auch metabolisiert. Da kommt uns zupass, dass wir in den essbaren Pflanzen in allen Teilen der Welt alle diese Stoffe im Übermaß zur Verfügung haben. Wir dürfen durchaus auch Fleisch essen, wir dürfen auch einen beträchtlichen Teil unserer Nahrung unter Hitzeeinwirkung konservieren und für den Verzehr vorbereiten. Manche Wertstoffe wie etwa die Glykonährstoffe in Pilzen sind ja auch gar nicht hitzeempfindlich und können nur durch Hitzeeinwirkung aus der sie in den Pilzen gefangen haltenden Chitine gelöst werden. Aber wir brauchen immer einen gewissen Teil roher gut erhaltener Pflanzenkost, der entweder von uns selbst mit den Zähnen vollständig vermahlen oder entsprechend maschinell zerkleinert wird, weil uns sonst die für die Verdauung unerlässlichen pflanzlichen Enzyme fehlen. Wie ich entdeckt habe, müssen wir sogar täglich einen Teil von solcher Pflanzenkost auf den leeren Magen konsumieren, damit wir zuverlässig auf körpereigene Weise das Schlüsselhormon Serotonin aufbauen können, das u.a. unsere psychische Gesundheit sichert wie kein anderer Stoff. Und natürlich müssen wir ein paar grundlegende Fehler vermeiden. Wir dürfen nicht mehr so viel Fleisch essen, insbesondere nicht die heute üblichen Riesenportionen. Klar, dass wir Drogen, auch Nikotin und Alkohol meiden oder nur sehr beschränkt nutzen dürfen. Wir müssen darauf achten, uns nicht mit unserer Nahrung zu vergiften. Mit ein wenig Achtsamkeit können wir uns biologisch gesunde Lebensmittel beschaffen. Alles in allem können wir unter Beachtung unserer heute bekannten wahren Versorgungsbedürfnisse so viel Gutes für die gute Funktion von Körper, Geist und Gemüt tun, dass wir uns künftig dauerhafter Gesundheit erfreuen können. Krankheit braucht nicht mehr der Normalfall zu sein!
Reparatur von Schäden durch Umstellung der Ernährung
Das neue Wissen um die gesunde Ernährung mit einem ausreichenden Anteil an roher richtig gegessener Pflanzenkost hilft auch, manche bereits durch langdauernde Fehlernährung eingetretene Schäden zu beseitigen. Im Falle von Schäden durch mangelnde Versorgung mit körpereigenen Hormonen sind viele Probleme sofort gelöst, wenn die Versorgung plötzlich stimmt. Im Falle der Fehlernährung der Körperzellen braucht es ein wenig Zeit, bis neue gesunde Zellen die alten ersetzen. Manches vollzieht sich im Körper allerdings rasend schnell. Man bedenke nur, dass sich die Oberhaut des menschlichen Körpers alle 14 Tage ganz erneuert und die gesamte Darmschleimhaut des Dünndarms alle 3 Tage. Aber bessere Ernährung allein kann ganz sicher nicht alle einmal eingetretenen Schäden beseitigen.
Meine Arthrose blieb trotz Umstellung auf rundum gesunde Ernährung
Dass die gesunde Ernährung, auf die ich mich in vielen Jahren verlegt habe, meine langjährige Arthrose nicht beseitigen konnte, war mir schon klar geworden. Seit Jahren litt ich wie weit mehr als jeder Zweite im Alter von mehr als 60 Jahren immer wieder unter Gelenkschmerzen, mal im Knie, mal in den Schultergelenken, mal am Ellenbogen, mal am Kiefer oder auch im Grundgelenk des Zeigefingers. Die Einschränkungen in der Lebensqualität waren bei richtiger Betrachtung sehr massiv. Ich vergesse nie, wie ich mich in den letzten Jahren meiner Anwaltstätigkeit regelrecht die Treppen zu den Gerichtsgebäuden mit einem nachhängenden Bein herauf schleppen musste.
Kein Medikament, das ich versucht hatte, kein Vitamin E und keine Teufelskralle halfen. Die Frage war, ob mir eine gezielte Nahrungsergänzung helfen konnte. Immerhin hatte ich vielfach die Meinung vertreten gehört und gelesen, dass eine gute Basisernährung eine wichtige Voraussetzung für die positive Wirkung von Nahrungsergänzungen sein sollte. Das immerhin konnte ich verstehen, weil nur über einen ausreichenden Anteil an nativer Kost auf natürliche Weise für die ausreichende Verfügung über die wichtigen Enzyme gesorgt werden kann, ohne die im Körper kaum erfolgreich Reparaturen ablaufen können. Aber skeptisch war ich dennoch.
Nahrungsergänzung im Selbstversuch
Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) seit eh und je richtig verbreitet, braucht ein richtig ernährter Mensch keinerlei Nahrungsergänzung. Sie räumt allerdings ein, dass es Fälle bereits eingetretener Schäden gibt, in denen die gezielte Zufuhr einzelner meist aus Lebensmitteln extrahierter Inhaltsstoffe sinnvoll und hilfreich sein kann. In sehr vielen Fällen wird allerdings mit solchen Produkten Schindluder getrieben. Der Körper braucht meist die zugesetzten Stoffe nicht, ihre Bioverfügbarkeit und ihre Wirksamkeit sind zweifelhaft. Allgemein ist bekannt, dass der Körper, z.B., alle Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren, Glykonährstoffe und Spurenelemente weit besser verwertet, wenn sie als Teil der Pflanzen, auf denen sie gewachsen sind, in den Körper kommen. Meist nimmt der Körper diese Stoffe auch nur dann gut auf, wenn zugleich die anderen Inhaltsbestandteile der Pflanzen aus dem natürlichen Wuchs vorhanden sind. Je natürlicher ein Nahrungsergänzungsmittel ist, desto wahrscheinlicher ist auch seine positive Wirkung.
Hier aber mein Selbstversuch mit einer Nahrungsergänzung: Nach der Lektüre des oben zitierten Aloe-Buches von Michael Peuser wollte ich am eigenen Leibe herausfinden, was an den behaupteten Wirkungen der so hochgelobten Wunderpflanzen Aloe vera und Aloe arborensis Miller dran ist. Es gibt ja ebenso viele Befürworter wie auch Kritiker, was die Wirkung von Aloe angeht.
Ich machte die von Peuser beschriebene “Brasilianische Zubereitung” nach, bei der ganz einfach Blätter der Pflanze nach dem Abschneiden der gar nicht so harten Stachelreihen zusammen im Verhältnis 3:5 zugunsten von Blütenhonig und einem Schuss Rum oder Wodka fünf Minuten lang im Mixer püriert werden. Jeden Tag 3 Mal vor den Mahlzeiten ein Esslöffel der süßen Mischung führte schon nach ein paar Tagen zum Nachlassen der akuten Gelenkschmerzen! Nach zehn Tagen war jeder Schmerz verschwunden! Gleiche Erfahrung machten alsbald meine Ehefrau und einige gute Freunde. Es lohnt also, genauer hinzusehen und es lohnt auch, nicht immer auf das Vorliegen wissenschaftlicher Studien, die angeblich so zuverlässigen “ergebnisbasierten Doppelblindstudien mit Verum und Placebo”, zu warten. Eine mögliche Erklärung für den Eintritt der hier festgestellten Wirkungen kann tatsächlich eine Neubildung von Knorpelmasse durch die Glykonährstoffe aus Aloe und Honig sein, wie Peuser das annimmt.
Wenn ich nur auf “die Wissenschaft” gehört hätte, hätte ich jeden praktischen Versuch mit Aloe unterlassen. Immerhin hatte gerade eine Studie der Universität Utah gezeigt, dass der Zuckerstoff Glukosamin aus der Aloe bei der Arthrose keine Wirkung hatte. In der Studie wurden Glukosamin und Chondroitinsulfat einzeln oder in Kombination, ein Entzündungshemmer (Celecoxib) sowie ein Scheinmedikament an 357 Arthrosepatienten getestet – ohne jede besondere Wirkung von Glukosamin.
Aber die Aufgabenstellung war doch erkennbar auf nur einen Inhaltsstoff aus der Aloe beschränkt! Wer kann denn sagen, dass nicht gerade der Zuckerstoff Mannose den Reparatureffekt bewirkt, wie viele andere meinen oder die Galaktose? Oder erst die besondere Kombination von Aloe, Honig und Alkohol? Mir zeigt diese persönliche Erfahrung, dass es falsch ist, die Nutzung von Nahrung wie auch Nahrungsergänzung im gesundheitlichen Interesse vom vorherigen Vorliegen von Studien abhängig zu machen. Dies gilt umso mehr, als die Fragestellung bei vielen Studien nicht zwingend auf den Kern des Themas gerichtet ist und als die Auswertungen oft alle wissenschaftlichen Kriterien vermissen lassen. Viele Studien, die wirklich weiterhelfen könnten, werden aber nie veranlasst, weil sie positive Ergebnisse beim gezielten Einsatz von Nahrung und Nahrungsergänzungen zeitigen würden, die den Einsatz teurer Medikamente als überflüssig beweisen würden. Warum, z.B., gibt es nicht längst große Studien über die „Brasilianischen Zubereitung“ der Aloe? Ich gehe davon aus, dass dies so ist, weil sonst ganze Batterien von Arzneimitteln, die angeblich bei Arthrose helfen sollen, aus den Regalen verschwänden. Die Arthrose ist doch eine wesentliche Stütze der Pharmaindustrie!
S. zeitenschrift.com (Dr. Steve Nugent); glyco-nutrition.de/ ; vitalzucker.net/ ; gesunderzucker.de/6.html (Bill H. McAnalley, PhD, und Eileen Vennum, RAC TM) ; heilpraktiker-dillingen-saar.de ; naturepower.ch/ ; glycobiology.eu ; glyko.de/glyko.htm ; njpies.de (Dr. Norbert J. Pies); gesundheit-bayern.eu ; therapeutenfinder.at (Irmgard Gräf); naturalscience.org (Lukas Waldmann)
In den meisten Ländern gilt, dass die Hersteller und Vertreiber von Lebensmitteln und erst recht von Nahrungsergänzungsmitteln nicht berechtigt sind, über gesundheitliche Wirkungen ihrer Produkte zu reden. Glücklicherweise gilt dies nicht für Dritte, nicht für Therapeuten und nicht für Journalisten. Nur deshalb darf ich über meinen Selbstversuch überhaupt berichten. Schließlich war ich vor dem Versuch eher kritisch eingestellt und hatte wie die DGE generell mit allen Nahrungsergänzungen “nichts am Hut”. Gälte der Maulkorb für alle, kämen die Informationen über hilfreiche Wirkungen von Lebensmittel und auch von Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt nicht beim hilfebedürftigen Publikum an. Auch in der Medizin gibt es mit gutem Grund neben dem rein wissenschaftlichen Zweig der Schulmedizin die Erfahrungsmedizin mit alten Heilregeln wie denen von Pfarrer Kneipp oder der klugen Hildegard von Bingen, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und dem Ayurveda.
Auch die Natur arbeitet mit den Prinzipien von “Trial and Error”. Und über allen Bemühungen um die Gesundheit steht ehern der Satz: “Wer heilt, hat Recht!”
Photo Quelle/Copyright: Martin Heigan, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr
Mir persönlich missfällt es, wenn Plattformen des “Bürgerjournalismus” zum Plazieren verdeckter Werbung (in diesem Fall für “Vitalkost” und wer weiß, was noch) genutzt werden. Ich finde so etwas unaufrichtig. Von der im zitierten Wiki-Artikel genannten Quelle ganz zu schweigen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitenschrift
“Tobias Jaecker, Autor des Buches Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September, ordnet die weltanschauliche Ausrichtung der „Zeitenschrift“ als esoterisch-rechtsextremistisch ein;[2] der Historiker Stefan Meining bezeichnete das Blatt 2002 in einem Vortrag auf einem Symposiums des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz als „das seit Jahren wohl wichtigste publizistische Sprachrohr der deutschsprachigen Rechtsesoterik.“[3] Eine Publikation der Landesjugendbehörde der Stadt Hamburg sieht das Blatt im engeren Umfeld der theosophischen „Universalen Kirche“ und berichtet, dass die Herausgeber der „Zeitenschrift“ wegen des Abdrucks eines Interviews mit Peter Leach-Lewis im Heft 13/97, dem „Patriarchen und Erzbischof“ dieser Vereinigung, wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden.[4]”
Ich mag keine Manipulationsversuche, und da hab ich über meine Ernährung noch garnicht nachgedacht.
just my 2 cents